Thomas Höneckl

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Thomas Höneckl
Thomas Höneckl

Thomas Höneckl (* 10. Oktober 1989 in Schwarzach im Pongau) ist ein österreichischer Eishockeyspieler, der seit der Saison 2007/08 für den EC Red Bull Salzburg in der EBEL und für dessen Farmteam in der Nationalliga im Tor steht.

Höneckl und RBS

Sein Kampfmannschaftdebüt in der Erste-Bank-Eishockey-Liga feierte Thomas Höneckl am 9. Oktober 2007 bei einer 7:4 Niederlage gegen den HC Innsbruck. In der darauffolgenden Saison stieg er verletzungsbedingt im Jänner 2009 kurzfristig zur Nummer 1 auf und gewann fünf von sechs Partien. 2010 spielte er hingegen nur in einem Match. In der abgelaufenen Saison 2011 musste sich Höneckl seine Backup-Position bei mehreren Verletzungen von Reinhard Divis zunächst mit Artiom Konovalov teilen, kam aber insgesamt auf 29 Einsätze (13 Siege) und avancierte im Finale gegen den KAC in den letzten beiden Spielen zum Matchwinner.

Spielerdaten

  • Position: Torhüter
  • Größe: 185 cm
  • Gewicht: 92 kg
  • Fanghand: Links
  • Nummer: 30

Vorgestellt

Ein Anruf am 11. April 2011 hat ihm die bisher wohl aufregendste Woche seines Lebens beschert. "Da habe ich erfahren, dass ich nach der Verletzung von Reinhard Divis in den letzten beiden Finalspielen die Nummer eins im Tor bin", sagt er und kann sich auch an das Gefühl in dem Moment erinnern. "Ich hatte plötzlich Klumpen im Magen."

Fünf Tage später hielt er den Meisterpokal in den Händen und an dem hat der Salzburger Torhüter nach seiner sensationellen Leistung beim siebten Finale in Klagenfurt großen Anteil. "Ich hatte ja nichts zu verlieren", sagt er, "meine Trainer und die Mitspieler haben an mich geglaubt". Und am Schluss auch er. "Als ich in Klagenfurt auf das Eis gegangen bin, war ich wie in einem Flow-Zustand. Mir war klar, heute ist ein Tag, an dem alles klappen wird." So war es auch.

Höneckl ist einer von nur zwei Spielern im Kader, die aus der Stadt Salzburg stammen, der andere ist Alex Feichtner. Als Kind war er beim Eislaufen mit seiner Mutter im Volksgarten von den Torhüterausrüstungen begeistert. "Von da an wollte ich ins Tor." Nach seinem ersten Titel hat er Blut geleckt. "Jetzt will ich sehen, wie weit ich es als Torhüter bringen kann."

Was aber bringt einen normalen Menschen dazu, sich mit Pucks mit Geschwindigkeiten bis zu 170 Stundenkilometer beschießen zu lassen? "Alles halb so wild", beruhigt er. "Ein Handballtorhüter leidet mehr. Dank der modernen Kevlar-Ausrüstungen tut es nicht mehr weh." Die hat 15 Kilogramm und erfordert höchste körperliche Fitness, um sich darin schnell bewegen zu können. Doch Trainingsweltmeister war das große Talent Höneckl früher nie, das hat sich dank seines Teamkollegen und Vorbilds Reinhard Divis geändert.

Was sich viele Zuseher fragen: Sieht der Keeper eigentlich den Schuss? "Ja klar, ein guter Torhüter liest das Spiel und weiß in etwa, wohin der Schuss gehen wird." Und er klärt auf, dass Geräusche für einen Torhüter wichtig sind. "Am gefährlichsten sind die lautlosen Schüsse mit dem Handgelenk."

Quellen