Wilhelm Welzenbach

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Die vier Todesopfer, die bei der Deutschen Nanga-Parbat-Expedition 1934 am Nanga Parbat ihr Leben lassen mussten. Unter ihnen Wilhelm Welzenbach (rechts oben).

Wilhelm „Willo“ Welzenbach (* 13. Oktober 1899 in München; † wahrscheinlich 14. Juli 1934 am Nanga Parbat) war ein deutscher Bergsteiger.

Leben

Welzenbach, Sohn einer Münchner Beamtenfamilie, trat im Wintersemester 19211922 dem Akademischen Alpenverein München bei, dessen Vorsitzender er 1925 und 1926 war. Viele schwierige Touren in den Ostalpen machten ihn zu einem der bekanntesten Kletterer seiner Zeit. Welzenbach war außerdem ein exzellenter Steileistechniker, dem auch in den Westalpen etliche schwere Touren glückten. Auf technische Hilfsmittel griff er dabei nur im äußersten Notfall zurück. Alles in allem gelangen Welzenbach 50 Erstbegehungen. Unter anderem am 15. Juli 1924 mit Fritz Rigele die bis dahin aus unbesteigbar geltende Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns. Welzenbach verwendete dafür eigens geschmiedete "Eisnägel" - aus denen sich im Laufe der Zeit die Eisschrauben entwickelten. Bei dieser Erstbegehung wurde erstmals in der Geschichte des Alpinismus ein Eishaken verwendet. Welzenbach wurde einmal von Reinhold Messner aufgrund seiner Pionierleistungen im Eisklettern als „Eispapst“ bezeichnet.

Welzenbach war Mitglied der zweiten deutschen Expedition zum 8 125 Meter hohen Nanga Parbat, der Deutschen Nanga-Parbat-Expedition 1934. Zusammen mit Willy Merkl, Ulrich Wieland und den Sherpas Nurbhu, Pinzo, Taschi, Dorje und Gay-Lay starb Welzenbach im Schneesturm beim Rückzug auf dem Ostgrat an Erschöpfung.

Quelle