Filialkirche St. Sigismund

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Filialkirche St. Sigismund

Die Filialkirche St. Sigismund ist eine römisch-katholische Kirche im Ortsteil Thumersbach in der Pinzgauer Bezirkshauptstadt Zell am See.

Geschichte

Vor 1585 gab es eine dem hl. Sigismund geweihte Kapelle in Thumersbach. Sie wurde 1585 durch ein Unwetter stark in Mitleidenschaft gezogen. Es konnte nur das alte Bild des Kirchenpatrons gerettet werden. Auf Ansuchen der Bevölkerung bei Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau wurde 1590 eine neue Kapelle errichtet. Diese wurde dann 1684/1685 durch eine weiterer neue, etwas größere Kapelle ersetzt. Diese besaß einen Turm und einen kleinen hölzernen Vorbau - beides blieb bis zum Umbau 1955 bestehen.

1955 wurde nach den Plänen von Architekt Fidelius Schmid eine Erweiterung der Kapelle durchgeführt. Die Kirche erhielt eine neue Empore und einen neuen Turm. Damit konnte der Fassungsraum verdoppelt werden.

Die letzte große Innenrenovierung fand 1995 statt. Die Kirche erhielt ein neues Dach und das Mauerwerk wurde entfeuchtet. Mit der Weihe des neuen Volksaltares und Ambo wurde diese Renovierung abgeschlossen.

2008 wurde eine neue Orgel angeschafft und feierlich eingeweiht.

Die Thumersbacher Kirche ist eine Filialkirche der Stadtpfarre Zell am See.

Innenausstattung

Die drei barocken Altäre entstanden um 1680. Die Seitenaltäre besitzen zierlich geschnitzte barocke Ornamente.

Über dem Volksaltar hängt die von einem Rosenkranz umgebene Muttergottes mit Kind als Himmelskönigin. Sie wird auf der Erdkugel stehend und der Schlange des Bösen (Erbsünde) den Kopf zertretend dargestellt. Als Entstehungszeit der barocken Statue wird die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts. angenommen. In den 1980er-Jahren wurde sie geraubt und konnte durch glückliche Umstände wieder in die Kirche zurückkehren.

Das dekorativ gerahmte Bild der Ährenkleid-Madonna stammt aus dem 17. Jahrhundert und zeigt Maria in einem langen blauen Kleid, das mit Ähren geschmückt ist.

Quellen