Josef Girzinger

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Josef Girzinger (* 14. Juni 1897 in Geinberg, Bezirk Ried im Innkreis; † 14. April 1943 in Gusen (ermordet)) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Girzinger gehörte dem katholischen Glauben an, war verheiratet und verdiente seinen Lebensunterhalt als Viehhändler, Fuhrwerker und Kutscher. Gemeinsam mit seiner Gattin und zwei Kindern aus deren erster Ehe wohnte er ab 1930 in Parsch, das damals zu Aigen gehörte. Als der Krieg ausbrach, meldete sich Girzinger nicht ganz freiwillig zur Deutschen Wehrmacht, da dort Kraftfahrer benötigt wurden. Der Militärdienst verlief kurz, da Girzinger bereits im September 1942 aufgrund Disziplinlosigkeit und Respektlosigkeit gegenüber Vorgesetzten für wehrunwürdig erklärt und aus der Wehrmacht ausgeschlossen wurde.

Viel Freiheit hatte er allerdings nicht, da nur wenige Tage später die Gestapo vor der Türe stand und ihn verhaftete. Im Oktober desselben Jahres kam Girzinger in das Konzentrationslager Mauthausen. Von dort aus im Dezember des gleichen Jahres in das Außenlager Gusen, wo er im April 1943 starb.

Zum Andenken an Josef Girzinger wurde am 19. August 2016 am Judenbergweg Nr. 15 ein Stolperstein verlegt.

Quelle