Hauptmenü öffnen

Kuno-Brandauer-Medaille

Kuno Brandauer-Medaille

Die Kuno-Brandauer-Medaille war die höchste Auszeichnung des Landes Salzburg für Verdienste im Bereich der Volks- und Heimatpflege. Sie ist nach Regierungsrat Kuno Brandauer benannt. Sie wird nach einer öffentlichen Diskussion seit 2011 vorerst nicht mehr verliehen.

Inhaltsverzeichnis

Verleihungsbedingungen

Die Kuno-Brandauer-Medaille ist die höchste Auszeichnung der Salzburger Landesverbände. Sie wird vom Landesverband Salzburger Heimatvereine, vom Landesverband der Salzburger Schützen und dem Salzburger Blasmusikverband für ein besonders verdienstvolles Wirken im Bereich der Volks- und Brauchtumspflege, des Schützenwesens und der Blasmusik verliehen, durch das wertvolles Volksgut erhalten und das volkskulturelle Leben im Ort, im Bezirk oder im Land entfaltet und gefördert wurde. Mit der Verleihung der Kuno-Brandauer-Medaille soll vor allem die vorbildliche Arbeit der leitenden Kräfte in den Vereinen eine besondere Anerkennung finden.

Die Kuno-Brandauer-Medaille kann in drei Stufen verliehen werden:

Kuno-Brandauer-Medaille in Bronze

Für besondere Verdienste im örtlichen Bereich.

Kuno-Brandauer-Medaille in Silber

Für besondere Verdienste im örtlichen Bereich, wenn sie sich über eine lange Zeit erstrecken und ihnen überregionale Bedeutung zukommt, oder für besondere Verdienste im Bezirksverband bzw. Landesverband.

Kuno-Brandauer-Medaille in Gold

Für Verdienste auf Landesebene bzw. für Leistungen, die für das ganze Land von besonderer Bedeutung sind.

Bekannte Träger der Medaille

Aussetzung der Verleihung

Im Sommer 2011 flammte die Diskussion auf, ob es zeitgemäß sei, die höchste Auszeichnung der Brauchtumsverbände noch immer nach einem Nationalsozialisten der ersten Stunde zu benennen. Literaturwissenschafter und Volksmusikant Karl Müller meint, man müsse die Medaille überdenken. Ein Kritiker wie der Historiker Gert Kerschbaumer meint, "... mit der Medaille wird ein Ideologie vergeben. und an dieser Person haftet die NS-Ideologie."

Die Kuno-Brandauer-Medaille wird vorerst nicht mehr verliehen. Darauf hatten sich dann im September 2011 die Obleute der Verbände verständigt. „Das Thema ist vorerst in unseren Reihen auf Eis gelegt, vor allem, was Ehrungen betrifft“, sagte Adolf Freudl, der Vorsitzende des Forums Salzburger Volkskultur. Volkskultur-Landesrätin Tina Widmann (ÖVP) hatte die Verbände nach einem SN-Bericht über die nationalsozialistische Vergangenheit Brandauers aufgefordert, die Medaille nicht mehr zu verleihen. Zugleich beauftragte Widmann die Leiterin des Landesinstituts für Volkskunde, Ulrike Kammerhofer-Aggermann, damit, ein Gutachten zu erstellen. Dabei sollten auch bislang nicht ausgewertete persönliche Unterlagen Brandauers herangezogen werden.

Weblink

Quellen