Ludwig Steindl (Firma)

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Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Geschichte des Unternehmens Steindl. Einen Artikel über das gleichnamige Gebäude findest du im Artikel Steindl-Haus.


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geschlossen  Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.

Die Firma Ludwig Steindl ist ein nicht mehr existierendes Geschäft am Alten Markt in der Altstadt der Stadt Salzburg, das Damenbekleidung in Manufaktur und Damenmode in Konfektion herstellte und damit handelte.

Geschichte

Inserat, 16. April 1894, Geschäftseröffnung

1894 eröffnet Ludwig Steindl der Ältere am damaligen Ludwig-Viktor-Platz, Hausnummer 13 ein Geschäft.[1]

1896 wird die Einzelfirma als Handelsunternehmen im Handelsregister eingetragen.[2]

1918 stirbt Ludwig Steindl im 54. Lebensjahr und seine Frau Johanna Steindl übernimmt die Geschäftsführung der Firma.[3]

1926 wird das Geschäft am damaligen Ludwig-Viktor-Platz um die Hausnummer 14 erweitert und neu eingerichtet.[4]

1938 stirbt die Witwe Johanna Steindl im 67. Lebensjahr und der Sohn Ludwig Steindl der Jüngere übernimmt die Geschäftsführung der Firma.[5]

1938 stirbt auch Karl Kühn, der ab 1918 als Teilhaber in der Firma seiner Schwiegereltern tätig war.[6]

1939 feiert die Firma das Jubiläums des 47-jährigen Bestands.[7]

1946 wird die Handelsfrau Anna Steindl als persönlich haftende Geschäftsinhaberin in die Firma Ludwig Steindl aufgenommen.[8]

1975 stirbt Ludwig Steindl der Jüngere im 75. Lebensjahr.

2012 wurde das Unternehmen noch in der vierter Generation der Familie Steindl betrieben, zuletzt von Sabine Steindl. Mit den Marken Alberta Feretti, Brunello Cucinelli, Talbot Runhof, Iris von Arnim, Unützer, Mabrun, Habsburg, Akris und Akris punto und anderen Marken bot das Modehaus ein dem Zeitgeist entsprechendes Sortiment.

Sortiment

Inserat, 4. Mai 1900

Das Waren- und Stoff-Sortiment umfasste: [9][10][11][12][13][14]

  • Reisemäntel, Manteaux femme (Übermantel)
  • Regenmäntel (Derby), Radmäntel, Kindermäntel
  • Paletot (dreiviertel-lang)
  • Capes, gefüttert, wattiert oder verbrämt, Double-Capes
  • Jackets, schwarz, glatt oder gemustert, Jackets für junge Fräuleins
  • Krägen aus Pelz, wattierten Stoff, Astrachan, Sammt oder Seide, Ramage-Kragen, englische oder französische Fasson
  • Schossen, angesetzte (Hüft)-Teile für Röcke und Jacken, englische Fasson
  • Kostüme, für Promenade und Reise; Lodenkostüme; Pepitakostüme
  • Sportkleider
  • Seiden- und Wollblusen, neueste Fasson (Machart, Schnitt)
  • Schlafröcke, Unterröcke
Stoffe für Kleider und Blusen (bunt, weiß oder schwarz)
  • Chevoit, englischer Modecheviot
  • Crepp
  • Flanell
  • Jacquard, färbig oder schwarz
  • Kammgarn
  • Loden und echte Tiroler Loden
  • schwarze Kleiderstoffe glatt oder gemustert
  • Barchent, modisch, in großer Auswahl und schönen Mustern
  • Damentuch, Diagonale
  • Waschstoffe
  • Trauerkleider binnen 24 Stunden
  • Atelier, Anfertigung von Kostümen und Kleidern auf Maß und Bestellung
  • eigene Werkstatt im Hause
  • Versand

Quellen

Einzelnachweise

  1. ANNO, Salzburger Volksblatt, 16. April 1894, Seite 5
  2. ANNO, Salzburger Chronik, 15. Mai 1896, Seite 3
  3. ANNO, Salzburger Chronik, 4. Mai 1918, Seite 6 (Parte)
  4. ANNO, Salzburger Chronik, 10. April 1926, Seite 12
  5. ANNO, Salzburger Volksblatt, 18. März 1938, Seite 23 (Parte)
  6. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, MGSLK, Gesellschaftliche Angelegenheiten, 1938, Seite 205
  7. ANNO, Salzburger Volksblatt, 4. Februar 1939, Seite 19
  8. ANNO, Salzburger Tagblatt, 3. Juli 1946, Seite 5
  9. ANNO, Salzburger Volksblatt, 29. September 1894, Seite 5
  10. ANNO, Salzburger Volksblatt, 5. März 1898, Seite 7
  11. ANNO, Salzburger Volksblatt, 14. März 1899, Seite 7
  12. ANNO, Salzburger Volksblatt, 4. Mai 1900, Seite 9
  13. ANNO, Salzburger Volksblatt, 12. April 1902, Seite 21
  14. ANNO, Salzburger Volksblatt, 4. März 1903, Seite 7