Reiherente

Aus Salzburgwiki
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Ein häufiger Gast: Reiherentenerpel auf dem Zeller See
Das Bild zeigt zwei Reiherentenmännchen im Prachtkleid auf dem Zeller See. Links vorne schwimmt ein Reiherentenweibchen.
Zwei Reiherentenweibchen, ebenfalls auf dem Zeller See

Die Reiherente (Aythya fuligula) gehört zur Familie der Entenvögel.

Beschreibung

Die Reiherente ist im Vergleich zu anderen Entenarten eher klein. Sie verfügt über einen gedrungenen Körper mit schlankem Hals. Ihr Kopf ist eher groß und weist am Hinterkopf einen Federnschopf auf. Beim Männchen im Prachtkleid ist dieser lang und deutlich, im Schlichtkleid und bei den Weibchen ist er kürzer, aber immer deutlich vorhanden. Der Kopf weist eine ungleichmäßig gerundete Form auf. Die Stirn ist hoch und steil, der Scheitel flach, der Schnabel kurz und breit. Die Schnabelspitze ist glänzend schwarz, der Schnabel sonst hell blaugrau. Die Iris ist gelb. Das Reiherentenmännchen ist im Prachtkleid durch die Färbung des Gefieders unverwechselbar.

Lebensraum

In der Auswahl des Brutplatzes ist die Reiherente anspruchslos. Sie brütet in verschilften Gräben genauso wie an eutrophen Teichen und an nährstoffarmen Seen. Die Reiherente ist weit verbreitet und ihr Bestand nimmt zu. Auf dem Zeller See sind in den Wintermonaten Trupps mit bis zu 50 Exemplaren zu beobachten.

Vorkommen in Salzburg

Im Bundesland Salzburg ist sie vorwiegend ein Durchzügler und ein Wintergast und hält sich an Seen wie dem Zeller See und an größeren Fließgewässern auf. Die Zunahme dieser Winterbestände sieht die Ornithologin Christine Medicus vom Haus der Natur im Zusammenhang mit der Ausbreitung und der Vermehrung der Wandermuschel, die der Ente als wichtige Nahrung dient.

Als Brutvogel besiedelt die Reiherente das ganze Bundesland mit Ausnahme des Lungaus. Allerdings sind es nur 11 bis 100 Paare, sodass die Reiherente hierzulande in ihrem Bestand als stark gefährdet gilt. Brutnachweise liegen vom Zeller See, vom Grießensee, vom Luginger See und vom Ragginger See vor. Am Grießensee ist allerdings ein Rückgang zu bemerken, was durch Fischerei und Hechtbesatz bedingt sein könnte.

Ringmeldung

Es macht Sinn, beim Beobachten von Vögeln oder bei der Auffindung von toten Vögeln auch einen Blick auf eine eventuelle Beringung zu werfen. Ringfunde können jederzeit nach Radolfzell[1] gemeldet werden und sind ein aktiver Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung und zum Schutz der Vögel Europas. Wer einen Ringfund meldet, erhält nachfolgend einen Lebenslauf des betreffenden Vogels, was sehr interessant sein kann.

Quellen

Einzelnachweis