Luginger See

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Der See im Abendlicht.
Blick auf den Luginger See; Ballon OE-ZGS am 11. Mai 2019 (Morgenstart) beim Ballonmeeting Salzburg 2019
Ballon OE-ZGS am 11. Mai 2019 (Morgenstart) beim Ballonmeeting Salzburg 2019; Blick nach Norden v.l.n.r. auf Luginger See, Ragginger See und Winding.

Der Luginger See ist ein künstlich angelegter Fischteich (in der Literatur auch Weiher bezeichnet) im Flachgau. Umgeben ist er von einem Landschaftsschutzgebiet.

Geografie

Er befindet sich im Nordosten der Gemeinde Bergheim. Seine Fläche beträgt 115,41 ha und besteht aus zwei Teilen, die durch einen Bachlauf miteinander verbunden sind. Es ist heute moorig, umgeben von Laubmischwäldern und Wirtschaftsgrünland.

Geschichte

Bereits im 16. Jahrhundert bestanden zwischen dem Casperdinger (auch Gaspoldinger oder Gaspotinger) Gut und dem Windingergut vier Fischteiche.

Bei einem Besuch am 29. März 1888 stellte der Salzburger Landeskundler Eberhard Fugger fest, dass es sich bei diesem See um einen künstlich angelegten Teich handeln muss. Am 24. September 1890 unternahm die Gesellschaft für Salzburger Landeskunde eine Exkursion zu diesen drei Teichen. Dabei wurde ziemlich klar, dass es sich um künstlich angelegte Teiche handelt. Neben Gesprächen mit Bauern und der Besichtigung der (noch heute) vorhandenen Abflussvorrichtungen wurden Zweifel an der natürlichen Entstehung ausgeräumt. Dabei stellte man auch fest, dass es neben diesen drei Teichen möglicherweise auch noch weitere kleine Teiche dort gegeben hatte, deren Namen allerdings oft wechselten.

Alle vier — der Kleinperlinger Weiher und Großperlinger Weiher (beide heute nicht mehr existierend), sowie der der Reitbacher Weiher (= Luginger See) und der Ragginger Weiher — hatten mit dem Lehenbach einen gemeinsamen Zufluss. Die Besitzer der Güter Perling, Winding und Ragging hatten ihre sauren, in Mulden gelegenen Wiesen dem Salzburger Domkapitel zur Anlegung von Fischteichen überlassen. Um 1600 wurden sie erweitert und verbessert. Oft wurden sie im Winter abgelassen und zeitweise baute man Getreide in ihnen an.

Alle vier Teiche waren Laich- und Setzlingsteiche. Mit den darin halb herangewachsenen Fischen wurden die domkapitlischen Weiher vom Seehaus am Waginger See versehen. Gezogen wurde vorzügliche Karpfen und auch Schleihen.

1806 wurden sie inkameriert (vom Finanzamt eingezogen).

1854 und 1855 wurden alle vier Teiche versteigert.[1][2][3][4]

Tierwelt

Der See ist Heimat von verschiedenen Libellenarten, Fröschen, Wasserschlangen, Enten und Fischen.

Luginger See, westliche Ansicht, rechts ist der Gaisberg sichtbar.

Bilder

 Luginger See – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Einzelnachweise

  1. ANNO, Salzburger Zeitung, 19. Mai 1854, Seite 5
  2. ANNO, Salzburger Zeitung, 6. April 1855, Seite 3
  3. ANNO, Salzburger Zeitung, 13. April 1855, Seite 2
  4. ANNO, Salzburger Zeitung, 19. Oktober 1855, Seite 2