Alois Wölfler

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Alois Wölfler

Mag. pharm. Alois Wölfler (* 31. Oktober 1882 in St. Johann im Pongau; † 5. Februar 1971 in Graz)[1] war Apotheker und Politiker, insbesondere Abgeordneter zum Nationalrat und Mitglied des Salzburger Gemeinderates (ÖVP).

Leben

Als Sohn einer sehr kinderreichen Familie wuchs Wölfler in denkbar einfachen Verhältnissen auf. Mit seinen guten Zeugnissen wurde er in das erzbischöfliche Knabenseminar und Privatgymnasium Borromäum aufgenommen. Nach der 5. Klasse musste er jedoch, da er nicht mehr Priester werden wollte, die Schule wechseln und absolvierte das Salzburger Akademische Gymnasium. Seine Studienwahl fiel aus auf die Pharmazie, die (bezahlte) praktische Arbeit verlangte, was ihm die Finanzierung des Studiums ermöglichte. Er absolvierte es an der Universität der steirischen Landeshauptstadt Graz.

In der Steiermark, genauer in der weststeirischen Stadt Köflach, heiratete Wölfler und kaufte eine Apotheke in der Stadt Köflach, wo er sein weiteres Berufsleben verbrachte. Hier auch entfaltete er auf Gemeinde- und Bezirksebene eine politische Tätigkeit, die ihn letztlich in den Nationalrat führte. Diesem gehörte er von 1945 bis 1949 für die ÖVP an; er schied wegen Unstimmigkeiten mit der Partei aus.

Im Jahr 1950 übergab er die Köflacher Apotheke seinem einzigen Sohn Kurt und übersiedelte mit seiner Frau in die salzburgische Heimat. Gemäß einem Wunsch von Landeshauptmann Josef Klaus war Wölfler von 1953 bis 1959 Mitglied des Salzburger Gemeinderates. 1953 schlug der Verband der Unabhängigen der ÖVP sogar vor, Wölfler gemeinsam zum Bürgermeister zu wählen, was dieser jedoch ablehnte.

Nach dem Tod seiner Frau kehrte Wölfler im Jahr 1959 nach Graz zurück, wo er die letzten zwölf Jahre seines Lebens verbrachte.

Quellen

Einzelnachweis