Franz Karl Eusebius von Waldburg-Friedberg und Trauchburg

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Wappen des Bischofs

Franz Karl Eusebius Graf von Waldburg-Friedberg und Trauchburg (* 23. August 1701 in Dürmentingen; † 6. Juli 1772 in Salzburg) war 1746 bis 1772 Fürstbischof von Chiemsee.

Leben

Er entstammte dem schwäbischen Adelsgeschlecht Waldburg. Sein Vater bestimmte ihn für die geistliche Laufbahn. Ab 1719 war er Domherr in Salzburg und von 1719 bis 1727 Mitglied des Basler Domkapitels. Nach einem Studium an der Benediktineruniversität Salzburg und eventuell auch in Rom wurde er 1728 Präsident des Salzburger Kriegsrats und 1730 des Hofrats. 1739 wurde er zum Dekan des Salzburger Domkapitels gewählt. Im selben Jahr wurde er vom Fürsterzbischof zum Geheimen Rat ernannt. Im Auftrag des Fürserzbischofs Leopold Anton von Firmian war er mehrere Male im diplomatischen Auftrag unterwegs, so auch in München, wo er über Wiedergutmachung der Schäden des Österreichischen Erbfolgekriegs verhandelte.

Nach dem Tod des Chiemseer Bischofs Joseph Franz Valerian von Arco wurde er von Fürsterzbischof Jakob Ernst von Liechtenstein-Kastelkorn am 1. Mai 1746 zu dessen Nachfolger ernannt. Nach der Bestätigung vom 13. Mai wurde er am 14. Mai 1746 durch den Fürsterzbischof in Salzburg zum Bischof geweiht. Am 18. August 1746 erfolgte seine Amtseinführung in Herrenchiemsee.

Als Bischof berief er 1748 eine Diözesansynode nach St. Johann in Tirol, auf der die Synodalstatuten neu geregelt wurden. 1752 visitierte er den bayerischen Anteil seines Sprengels, 1763 die gesamte Diözese. In seinem Testament verfügte er mehrere Stiftungen an die Kirche. So stiftete er für den Chiemseehof, seinem Sitz in Salzburg, eine zweite Kaplanei.

Quelle

  • de. wikipedia.org
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