Höhlen im Sonntagshorn

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Die Höhlen im Sonntagshorn sind ein Höhlensystem in den Chiemgauer Alpen.

Geografie

Dieses Höhlensystem befindet sich nordöstlich des Heutals im Norden der Gemeinde Unken im Pinzgau im Bereich des Sonntagshorns (1 961 m ü. A.). Es befindet sich im Grenzbereich Österreich - Deutschland (Bayern). Der Eingang zum Höhlensystem liegt auf bayerischer Seite unterhalb des Gipfels.

Geschichte

In einer Ausgabe der Salzburger Nachrichten im Oktober 1949 wurden von den Bergwachtmännern Toni Dürnberger aus Lofer und Hans Herbst, dem „Brand Hans“ aus Unken berichtet. Die beiden hatten versucht, das längst bekannte aber kaum erforschte Höhlensystem im Sonntagshorn zu befahren. 16 Stunden verbrachten sie im Höhlensystem.

1959 waren dann Alois Uhl und Jakob Jury von der Bergrettung aus Unken noch einmal bis zum Endversturz vorgedrungen. Dort brachten sie eine vom Dorfschmied Hans Sinzinger angefertigte Tafel an.

Am 28. Juli 1979 musste unter schwierigsten Bedingungen ein 25 jähriger Vorarlberger Student aus dem Höhlensystem geborgen werden. Er war beim Abseilen in einer Tiefe von 90 Metern acht Meter abgestürzt. Gewitter und Dunkelheit erschwerte die Bergung des Verletzten.[1]

In der Nacht vom 17. auf 18. März 1991 saßen drei Schüler im Alter von 17 und 18 Jahren in der Höhle fest. Sie konnten an einer Steilstufe nicht mehr vor oder zurück. Nachdem sie zum vereinbarten Zeitpunkt nicht zu Hause waren, wurde die Höhlenrettung verständigt, die die drei gegen 04 Uhr früh am Montag, dem 18. März, bargen.[2]

Weblink

  • Lage des Sonntagshorns auf AMap

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 30. Juli 1979, Seite 5
  2. www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 19. März 1991, Seite 13