Hans Koppler

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Hans Koppler (* unbekannt; † 1475) war ein Salzburger Bürgermeister zur Mitte des 15. Jahrhunderts.

Biographie

Abstammung und Familie

Koppler übte den Beruf eines Schmieds aus und erkaufte sich 1453 das Bürgerrecht der Stadt Salzburg. Seine Familie lässt sich bereits vorher in der Stadt nachweisen, auch er selbst wurde schon 1449 „als Bürger zu Salzburg“ als Zeuge einer Urkunde genannt. Dass seine Familie schon des Längeren in Salzburg ansässig gewesen sein dürfte, geht auch aus seinem Testament hervor, in dem er verfügt, im Grab seines Vaters auf dem Domfriedhof beigesetzt zu werden.

Er war der Schwager des vormaligen Bürgermeisters Wilhelm Stumpf und des Wenzel Weygl zu Passau, dessen Tochter Anna 1457 kurz in seinem Dienst gestanden hat. Über seine erste Gattin Agate finden sich keine näheren Angaben. Seine zweite Frau war die Tochter des Christian Lunz. Er hatte einen Sohn namens Hans, der 1470 verstarb.

Weitere Nennungen

Hans Koppler erhielt am 27. Jänner 1455 einen Wappenbrief d. d. Neustadt von Kaiser Friedrich III.[1]

1458 erwarb er von den Geschwistern Georg, Martin und Scolastica Schaurer das Leibgedinge auf dem Haus Getreidegasse 43/Sigmundsplatz 3, das er 1468 an den Spitalmeister Andre Swaiger veräußerte. Daneben scheint er noch als Besitzer des Hauses Judengasse 10 und des 1466 von Anna Lampotinger erworbenen Gutes Khindhausen bei Tittmoning auf.

In seinem Testament bedingte er Hans Elsenheimer, Kaspar Laubinger und Wolfgang Faust mit einer festgelegten Summe von vier bis fünf Pfund zur Stiftung eines Jahrtages für sein und seiner Vorfahren Seelenheil. Drei Jahre nach seinem Ableben wurden diese Bestimmungen erfüllt. Für den Jahrtag und wohltätige Zwecke wurden Gülten (Pfandrechte) auf die Häuser Judengasse 10 und Getreidegasse 43 und die Einnahmen des Gutes Khindhausen an das Spital gegeben, wobei das Pfandrecht auf dem Haus in der Getreidegasse erst nach dem Tod seiner Witwe fällig wurde.

1455 und 1466 wurde er weitere Male als Zeuge zweier Urkunden genannt, 1458 musste er Streitigkeiten mit anderen Schmieden vor dem Stadtgericht austragen, wo er auch einmal als Geschworener tätig war. 1460 verklagte er die Witwe seines Bruders, 1469 die Erben des Jorg Aichinger und 1473 die Erben seines Sohnes Hans wegen Schulden. 1471/72 trug er ein weiteres Mal eine Auseinandersetzung mit einem Schmiedegesellen vor dem Stadtgericht aus.

Amtszeiten als Bürgermeister

Aus heute im Salzburg Museum verwahrten Urkunden geht seine Ernennung zum Salzburger Bürgermeister in den Jahren 1466, 1468 und 1469 hervor. Pezolt nennt Koppler hingegen nur 1468, gemeinsam mit Jakob Schönberger (Schönperger) als Bürgermeister.

Fußnoten

Quellen

Zeitfolge