Karl Weitenthaler

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Karl Weitenthaler (* 14. Jänner 1896 in Graz; † 12. April 1945 im Konzentrationslager Mauthausen, Außenlager Kommando Linz III (ermordet)) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Weitenthaler war ab 1915 im Land Salzburg, anfangs in Mitterberghütten, anschließend in Böckstein in Bad Gastein wohnhaft, wo er sich seinen Lebensunterhalt als Bergmann und Mineur verdiente. Zunächst gehörte er der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, später der Kommunistischen Partei Österreichs an, welche 1933 verboten wurde.

1939 wurde Weitenthaler zum ersten Mal aufgrund seiner offen verkündeten Abneigung gegen das Nationalsozialistische Regime verurteilt und erhielt zehn Wochen Gefängnis. Doch es sollte noch schlimmer kommen.

Ab Frühsommer 1941 wohnte Weitenthaler, gemeinsam mit seiner Frau und seinem Kind in der Stadt Salzburg und arbeitete als Vorarbeiter bei einer Baufirma. Im Herbst desselben Jahres wurde Weitenthaler ein weiteres Mal aufgrund seiner regimekritischen Aussagen verhaftet. Er erhielt zehn Jahre Zuchhaus und zehn Jahre "Ehrverlust", weil er "kommunistische Mundpropaganda" verbreitet habe.

Am 8. Jänner 1944 kam Weitenthaler ins Konzentrationslager Mauthausen und von dort aus in das Außenlager Kommando Linz III wo er am 12. April 1945 starb.

Zum Andenken an Karl Weitenthaler wurde am 18. August 2016 in der Klessheimer Allee Nr. 35 ein Stolperstein verlegt.

Quelle