Konkurs

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Ein Konkurs, auch Insolvenz genannt, ist die zwangsweise Beendigung der Tätigkeit eines Unternehmens aufgrund von Überschuldung. Sie werden auch im Bundesland Salzburg immer wieder beim Gericht angemeldet.

Spektakuläre Fälle

Der größte Konkurs im Bundesland Salzburg war 1993 mit der Insolvenz von Hallein Papier mit 211 Millionen Passiva. Allerdings konnte der endgültige Konkurs durch einen Ausgleich verhindert werden. Nicht mindern spektakulär war der WEB-Bautreuhand-Konkurs 1989, dem der WEB-Prozess folgte.

Es gab jedoch bereits schon 1935 einen Aufsehen erregenden Fall: Auguste Caroline Lammer, die bis heute einzige Bankgründerin Österreichs, brachte mit dem Konkurs ihrer Bank in Zell am See Baron Georg Ritter von Trapp um sein gesamtes Vermögen. Die Pleite 1995 von Konsum Union hatte auch in Salzburg spürbare Auswirkungen. Die Glockengießerei Oberascher bestand von 1618 bis 2009 in Salzburg, bevor sie nach einer Umgründung 2004 im Jahr 2009 endgültig den Konkurs anmelden musste. Für das Traditionsunternehmen Stranz & Scio, das von Lorenz Hagenauer schon im 18. Jahrhundert gegründet wurde, kam im Herbst 2010 das "Aus".

Die größten Pleiten in Österreich

  • Konsum-Firmengruppe, 1995, Ausgleich, 1,890 Milliarden Euro Passiva
  • Maculan-Konzern, 1995, Ausgleich, Konkurs, 799 Mill. Euro
  • A-Tec Industries, 2010, Sanierung mit Eigenverwaltung, 370 Mill. Euro, inkl. Haftungen jedoch rund 680 Mill. Euro (geschätzt)
  • Steiner-Gruppe, 2001, Konkurs, 342 Mill. Euro
  • LIBRO, 2001, Ausgleich, 305 Mill. Euro
  • Hallein Papier, 1993, Ausgleich, 211 Mill. Euro
  • Österreichische Klimatechnik, 1981, Konkurs, 203 Mill. Euro
  • Zellstoff Villach, 1989/92, Konkurs, 196 Mill. Euro
  • WEB-Bautreuhand, 1989, Konkurs, 196 Mill. Euro
  • BHI Bank, 1995, Konkurs, 189 Mill. Euro

Quelle