Krimmler Wasserfallweg

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am Krimmler Wasserfallweg
Staubige Reib, 1 330 m ü. A.
Erinnerungstafel an die Errichtung des Wasserfallweges in Krimml in den Jahren 1900-1901

Der Krimmler Wasserfallweg ist ein Weg entlang der Krimmler Wasserfälle.

Allgemeines

Das Naturschauspiel ist entlang des vier Kilometer langen Wasserfallwegs zu erleben. In zehn Minuten erreicht man vom Parkplatz an der Gerlos Alpenstraße den untersten Wasserfall, in 30 Minuten den mittleren Fall und nach etwa einer weiteren dreiviertel Stunde den obersten Achenfall.

Im Sommer 2009 wurden erstmals seitdem vor über 100 Jahren die Wege errichtet wurden, Sitzgelegenheiten im Nahbereich des Naturdenkmals errichtet. Diese Entscheidung traf der Alpenverein aufgrund der Forschungsergebnisse, dass der Aufenthalt bei den Wasserfällen Asthma und Allergien lindert. Aufgestellt durften aber nur Bänke aus Naturstein aus der unmittelbaren Umgebung der Wasserfälle, die sozusagen mit der natürlichen Umgebung verschmelzen.

Im Sommer 2010 wurden 366 000 Besucher gezählt.

Geschichte

Der unter der Leitung von Albert Schett errichtete Weg wurde 1879 eröffnet, 1900 von der Sektion Warnsdorf des Alpenvereins dann der heutige Weg. Aus den Einnahmen der Eintrittspreise finanziert die Sektion heute unter anderem die Instandhaltung des stark frequentierten Weges.

Wegdetails

Insgesamt gibt zehn Aussichtskanzeln:

Benannt nach Ignaz von Kürsinger, einem Beamten, Schriftsteller und Topografen. Er errichtete den ersten Wasserfallweg um 1835.
  • Riemann Kanzel, 1 110 m ü. A.
Rudolf Riemann war Obmann der Sektion Pinzgau des Oesterreichischen Alpenvereins und treibende Kraft beim Bau des heutigen Wasserfallweges 1879.
  • Sendtner Kanzel 1 170 m ü. A.
Theodor Sendtner aus München war Vorsitzender des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins (DuOeAV). Er hatte die Finanzierung des Wasserfallweges von 1879 durchgesetzt.
  • Jung Kanzel 1 210 m ü. A.
Ernst Jung aus Kirchen an der Sieg war Vorsitzender des DuOeAV. Auch er hatte sich im Gesamtverein sehr für die Finanzierung des Wasserfallweges eingesetzt.
  • Jaga Sprung 1 220 m ü. A.
...zwei Felsencapitäler stehen sich hier gegenüber, sie trennt nur ein Abgrund von wenigen Klaftern, der einst nur bei 5 Schuh soll betragen haben. Jahrhunderte, .... haben diese Felsenrinne erweitert und ....ausgewaschen. Ein von einem Jäger verfolgter Wildschütze soll darüber den gefährlichen Sprung gewagt, und so, bei der grossen Strenge der damaligen Gesetze gegen Raubschützen, Freiheit und Leben gerettet haben. Ich möchte diese schauerliche Kluft lieber den Wildschützensprung nennen.“ (Kürsinger, 1838)
Ein Klafter = ca. 1,90m = sechs Schuh [= Fuß)
  • Bergersteig 1 245 m ü. A.
Friedrich Ernst Berger war von 1887 bis 1943 erster Vorsitzender der SektionWarnsdorf.
  • Gasthaus Schönangerl 1 306 m ü. A.
  • Staubige Reib 1 330 m ü. A.
  • Bergerblick 1 390 m ü. A.
Friedrich Ernst Berger - siehe Bergersteig
  • Schettkanzel 1 460 m ü. A.
Albert Schett aus Neukirchen am Großvenediger, Postmeister und Leiter des Baus des Wasserfallweges 1879.

Quelle