Albert Schett

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Albert Schett (* 1847 in Mittersill; † 1933 in Piesendorf-Fürth) war k.k. Postmeister und Postwirt sowie Fremdenverkehrspionier.

Leben

Albert Schett war der Sohn des k.k. Postmeisters Bartlmä Schett aus Mittersill und kam 1869 nach Neukirchen am Großvenediger. Dort heiratete er die Walder Wirtstochter und Neukirchener Postmeisterin Elisabeth Bachmaier und wurde damit Postwirt und k.k. Postmeister in Neukirchen.

Die zum Postwirtshaus gehörende Postalm, die Bergsteigern auf dem Weg zum Großvenediger als Basislager diente, baute er zur Gaststätte aus.

An zahlreichen Erschließungsprojekten für den Fremdenverkehr im Oberpinzgau war er maßgeblich beteiligt, so

am Bau des Weges ins Obersulzbachtal,
an der Wiedererrichtung der Kürsingerhütte (1875),
am Bau des Krimmler Wasserfallweges (1879),
am Bau der 1891 eröffneten Warnsdorfer Hütte,
am Bau des Wildkogelhauses (1898),
am Bau eines Besichtigungsweges zum Untersulzbachfall sowie
am Bau zahlreicher Beherbergungsbetriebe.

1877 gründete er die Feuerwehr Neukirchen, war 1878 Mitbegründer der Trachtenmusikkapelle Neukirchen und initiierte 1899 den Bau der neuen Wasserleitung sowie eines Elektrizitätswerkes in Neukirchen.

Als einer der ersten Pinzgauer war er mit einem Veloziped, einer Vorform des Fahrrades, unterwegs.

Allerdings musste er 1912 Konkurs anmelden, aus dem er nach Verlust aller Immobilien mit dem Erwerb der Bahnhofsrestauration in Fürth-Kaprun hervorging, wo er seinen Lebensabend verbrachte.

Ehrung

In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm die Gemeinde Neukirchen ihre Ehrenbürgerschaft.

Die Schettkanzel (auf 1.460 m ü. A.) am Krimmler Wasserfallweg ist nach ihm benannt.

Quelle

  • Lahnsteiner, Josef: Oberpinzgau von Krimml bis Kaprun. Eine Sammlung geschichtlicher, kunsthistorischer und heimatkundlicher Notizen für die Freunde der Heimat. Selbstverlag, Hollersbach 1956.