Ludwig Doppler (Kaufmann)

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Ludwig Doppler (* 1866 in Salzburg[1]; † 5. November 1914 in Wien[2]) stammte aus einer Salzburger Familie, möglicherweise aus der Doppler-Familie.

Bisher bekannte Daten

1900 war er Oberleutnant, sattelte aber dann um auf Kaufmann und Fotograf. In dieser Tätigkeit geriet er 1906 auch mit Karl Hintner, einem bekannten Salzburger Fotografen, in Konflikt. Er schien Geschäfte in dessen Namen in einer Salzburger Kaserne gemacht zu haben.[3]

Im Juni 1908 wurde Doppler verhaftet. Im 1909 stand er dann wegen Veruntreuung zusammen mit einer zweiten Person vor Gericht. Obwohl er vermögenslos war, wollte er ein Armeebelieferungsinstitut aufmachen. Dieses sollte in Innsbruck aufmachen. Zu diesem Zweck überredete Doppler einen Geldgeber, der ihm 7.000 Kronen Startkapital gab. Da in Innsbruck das Geschäft schlecht verlief, verlegten die beiden ihr Unternehmen nach Wien. Dort ergaunerten sie nochmals 4.100 Kronen und fanden einen weiteren Komplizen, Polster. Doppler wurde bei der Gerichtsverhandlung zu acht Monaten Kerker verurteilt.

Plötzlich wollte Polster eine Pistole ziehen, seine Gattin hatte den Saaldiener Sekunden vorher auf die Pistole ihres Mannes aufmerksam gemacht und der Saaldiener griff im selben Moment wie Polster in dessen Tasche, wo sich die Pistole befand und war schneller. Justizwachebeamte nahmen Polster fest. Er hätte sich selbst umbringen wollen, gab er zu Protokoll.[4]

1912 taucht Doppler wieder unter Firmenprotokollierungen in Wien auf.[5]

Quellen

  1. Quelle ANNO, Illustrierte Kronen-Zeitung, Ausgabe vom 5. Juni 1908, Seite 14
  2. Quelle ANNO, Wiener Zeitung, Seite 24, Verlassenschaftsaufruf
  3. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 22. Oktober 1906, Seite 12
  4. Quelle ANNO, Illustrierte Kronen-Zeitung, Ausgabe vom 9. Jänner 1909, Seite 12
  5. Quelle ANNO, Wiener Zeitung, Ausgabe vom 12. Oktober 1912, Seite 32