Pfannhauserplatz (Hallein)

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Bild
Pfannhauserplatz (Hallein).jpg
Pfannhauserplatz (Hallein)
Länge: ca. m
Startpunkt: Schiemerstraße (Hallein)
Endpunkt: Pflegerplatz (Hallein)
Karte: Googlemaps
Karte

Der Pfannhauserplatz ist ein Platz in der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein.

Beschreibung

Der Pfannhauserplatz befindet sich in der Halleiner Altstadt neben dem Keltenmuseum und der Schiemerstraße. Über den Pfannhausersteg im Osten des Pfannhauserplatzes gelangt man über die große Salzach, weil es noch eine Kleine Salzach gibt, hinüber zur Pernerinsel.

Am Pfannhauserplatz stehen der denkmalgeschützte Reifwichbrunnen und die Bronzeplastik "Mädchen" von Josef Zenzmaier, aufgestellt um 2017. Um den Platz herum befinden sich die denkmalgeschützten Gebäude Saigerhaus und Hundshaus. Weiters befindet sich hier der Eingang in das Keltenmuseum, das sich im ebenfalls denkmkalgeschützten Gebäude des ehemaligen Pflegamtsgebäudes befindet, das allerdings unter der Adresse Pflegerplatz 5 geführt wird.

Geschichte

Früher hieß er Salinenplatz, Magazinsplatz und wurde auch Pfleggasse genannt. Der Name des Platzes ist auf den Beruf der "Pfannhauser" zurückzuführen. Das waren Salinenarbeiter, die nach den "Zwölfsiedern" (Fürsterzbistum, Domkapitel und Klöster), sogenannte "Mitsieder" waren.

Die Pfannhauser waren gelernte Arbeiter, die im Pfannhaus (Saline) arbeiteten, mit einem Pfannmeister an der Spitze. Es gab Schürer, Pehrer, Zu- und Überzieher, und Pößler, die das feuchte Salz in die Kufen pressten.[1] Bei Prozessionen und Umzügen erkannte man die Pfannhauser an den mit geführten Werkzeugen, die rot-weiß angestrichene Peerschaufel, Krücke und Stößel.[2]

Die Salzsudhäuser wurden Pfannhäuser genannt. Im Durchschnitt waren in Hallein neun in Betrieb, bis 1860 ein zentrales Sudhaus auf der Pernerinsel errichtet wurde. Die Pfannhausarbeiter hatten entsprechend ihren Arbeitsverrichtungen die verschiedensten Bezeichnungen. Wenn Pfannhäuser sich etwas zuschulden hatten kommen lassen, konnten sie nur durch den Salinenamtspfleger abgeurteilt werden, da weder Stadtrichter noch Bürgermeister ein Recht über sie hatten.

Ein eigener „Pfannhausereid“ verpflichtete sie dem Landesherrn. Dabei wurden ihnen in besonderen Instruktionen ihre Pflichten und Rechte mitgeteilt. Bei jeder Pfanne waren 14 Pfannhauser tätig: ein Pöhrer (Perer), ein Zuepöhrer, zwei Schöringer, zwei Überzuecherer, zwei Zuezieher, zwei Helfer, zwei Salzmayr und zwei Schierer. Nach Lorenz Hübner bestand das Salinenpersonal 1790 aus 2 140 Personen, im Vergleich dazu des Bevölkerung des Stadtgerichtes Hallein von 5 563 Personen.

Bildergalerie

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. Rudi Palla, Verschwundene Arbeit.: Ein Thesaurus der untergegangenen Berufe, 1994, Seite 297
  2. Franz Gruber: Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung, Seite 30