Halleiner Altstadt

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Die als Ganzes unter Denkmalschutz stehende Halleiner Altstadt ist ein Kleinod mittelalterlicher Baukunst. Sie bildet das Zentrum der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein.

Die Halleiner Altstadt

Kommt man von Kaltenhausen und biegt vor der Brücke über die Salzach rechts in die untere Altstadt, in die Colloredostraße (Hallein) ein, kommt man am Colloredo-Sudhaus vorbei, erbaut 1798 von Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo. Ihm gegenüber steht das Bürgerspital mit Bürgerspitalskapelle. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1427. 1708 wurde es dann zweistöckig ausgebaut und die Kapelle erweitert. Der Turm kam erst 1798 hinzu. Seit der Renovierung 2003 werden die Räume als Probenräume für Musikkapellen und als Konzertsaal verwendet.

Folgt man der Colloredostraße, kommt man am Keltenmuseum Hallein, dem ehemaligen Salinenverwaltungsgebäude, vorbei und erreicht den Pflegerplatz mit alten Bürgerhäusern mit ihren sich von unten nach oben verjüngenden Wänden. Eine typische Bauweise entlang der Salzach bis ins oberösterreichische Innviertel.

Vorbei am Stadtkino Hallein erreicht man die Stadtbrücke an der Sigmund-Thun-Straße. Diese Brücke war von 1900 bis 1966 als Eisenkonstruktion über die Salzach. Heute ist sie eine moderne Verkehrsbrücke, die in die Fußgängerzone führt, die es in Hallein seit 1991 gibt. Am Ende der Sigmund-Thun-Straße, vor der Stadtbrücke, stand bis 1857 das Gollinger- oder Fleischerbrückentor beim 1876 demolierten Kuffergassenhaus. In der Brückenmitte befand sich von 1533 bis 1813 das Brückenmauttor und beiderseits der Salzach waren von 1398 bis 1830 16 Fleischerbänke zu finden.

Durch die Sigmund-Thun-Straße gelangt man auf den Bayrhamerplatz, dem Mittelpunkt der unteren Altstadt. Die bergwärts führende Straße mit alten Häusern heißt Unterer Markt. Am Beginn des Unteren Markts, Ecke Bayrhamerplatz stand einst das Sudhaus Raitenau. Geht man die Straße hinauf, findet sich etwas versteckt auf der rechten Seite in einer Hausecke, eine Gedenktafel an Gotthard Guggenmoos (er war der Gründer der Heilpädagogik und lebte in Hallein). Nur wenige Meter weiter weist auf der linken Seite eine Tafel darauf hin, dass sich in diesem Gebäude von 1338 bis 1345 der St. Petrischer Stiftshof, der Amtssitz der Erzabtei St. Peter, befand.

Nun erreicht man den Schöndorfer Platz. Die ältesten Bürgerhäuser stammen aus dem 13. Jahrhundert. 2008 wurden sieben renovierte Bürgerhäuser als Kolpinghaus Hallein eröffnet. Im Inneren dieser Gebäude sind Marmortreppen und -säulen, Deckeninschriften in Spiegelschrift und das so genannte Altdeutsche Stübl zu finden (nicht der Öffentlichkeit zugängig, ausgenommen bei Veranstaltungen). Am Schöndorfer Platz befindet sich auch das Rathaus Hallein.

Die Gassen werden enger und führen stetig den Berg hinauf in das Zentrum des Stille-Nacht-Bezirks, wo sich das Halleiner Stille-Nacht-Museum im ehemaligen Wohnhaus des Komponisten Franz Xaver Gruber befindet. Am Weg sieht man rechter Hand einen alten kirchlichen Pranger aus Stein.

Leider stürzte die erstmals 1206 erwähnte Stadtpfarrkirche 1945 bei einem Brand ein und der prachtvolle romanische Kirchturm wurde 1965 durch einen modernen ersetzt. Aber an den Außenwänden der Stadtpfarrkirche befinden sich noch alte Marmorgrabtafeln. Umrundet man die Stadtpfarrkirche auf der Pfarrgasse, kommt man an der kleinen, aber sehenswerten Peterskapelle vorbei. 1384 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt und besitzt Altäre aus Adneter Marmor.

Nun hat man bald den oberen Rand der Altstadt erreicht und kann entweder weiter nach Bad Dürrnberg gehen oder biegt nach links über einen kleinen Bach ab und folgt den Wegen, die einen wieder hinunter in die untere Altstadt führen.

Quelle

  • Eigenbericht von Peter auf der Basis der vorhandenen Salzburgwiki-Informationen