Pfannhausersteg

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Der neue Pfannhausersteg in Hallein

Der Pfannhausersteg ist eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Salzach in der Tennengauer Stadt Hallein.

Geografie

Der Pfannhausersteg verbindet die Pernerinsel mit dem Pfannhauserplatz in der Halleiner Altstadt beim Keltenmuseums bei Flusskilometer 80,99.

Geschichte

Zu Zeiten, als noch die Salzburger Erzbischöfe bei ihren Visitationen im Pflegamtsgebäude der Saline Hallein residierten, führte ein Steg, Plegersteg genannt, in den Pfleggarten (die heutige Pernerinsel), der nur den (Fürst)Erzbischöfen vorbehalten war. Im 19. Jahrhundert wurden die verschiedenen einzelnen Salinen auf der Pernerinsel in der Saline Hallein vereint. Daher wurde 1900 die sogenannte „Salinenwerksbrücke" errichtet (oder erneuert).

Die als Pfannhausersteg bezeichnete Brücke wurde dann 1965 errichtet und befindet sich im Eigentum der Stadtgemeinde Hallein. Der Pfannhausersteg über die Salzach ist eine stark frequentierte Verbindung im Altstadtraum Hallein. Nach über 50 Jahren und aufgrund baulicher Mängel hat sich die Stadtgemeinde nun entschieden den Steg komplett zu erneuern.

Neubau

2018 fand ein Architekturwettbewerb für den Neubau des Pfannhausersteges statt. Bürgermeister Gerhard Anzengruber und der Vorsitzende der Jury, Architekt Gunther Koppelhuber präsentierten die sieben eingereichten Projekte und stellten das Siegerprojekt vor. Das Siegerprojekt stammt von dem Team Marte.Marte Architekten Zt-Gmbh und M+G Ingenieure, Josef Galehr Zt-GmbH, jeweils aus Feldkirch in Vorarlberg. Hierbei handelt es sich um eine integrale Brücke. Das bedeutet, man benötigt keine Brückenlager, das Stahltragwerk ist fix eingespannt und reguliert selbst sämtliche klimatisch bedingte Ausdehnungen.

Der neue Pfannhausersteg wird von 3,75 auf 4,55 m verbreitet. Somit können Radfahrer aneinander vorbei fahren und ist die Brücke auch für Einsatzfahrzeuge befahrbar. Die Bauarbeiten dauern von Mitte Jänner bis Ende Juli 2019. Der Neubau kostet rund 1,4 Millionen Euro. Davon entfallen 990.000 Euro auf den Steg, 280.000 Euro auf eine rollstuhlgerechte Rampe und je 60.000 Euro auf den Abriss des alten Steges und den Architektenwettbewerb.

Am 10. April 2019 wurde das Bauwerk eindrucksvoll in zwei Teilen angeliefert, je 49 Tonnen schwer.

Weblink

Quellen