Pius Züger

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Pius Züger (* 3. November 1938 in Kuchl, Tennengau), Mühlpointbauer in Weißenbach und Sägewerksbesitzer, war von 1987 bis 2004 Bürgermeister der Marktgemeinde Kuchl.

Leben

Unter Züger als Bürgermeister wurden das Gewerbegebiet Brennhoflehen und eine Bahnunterführung eingerichtet sowie die soziale Infrastruktur mit der Erweiterung des Kindergartens und der Hauptschule, der Sanierung der Volksschule und der Errichtung eines neuen Seniorenheimes verbessert. In der Amtszeit Zügers wurde die Gemeindepartnerschaft mit San Giovanni al Natisone (Friaul, Italien) geschlossen. Die treibende Kraft dieser Partnerschaft war der Sägewerksbesitzer Rupert Wimmer, Zügers Schwager.

2004 erhielt Pius Züger die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Kuchl.

Vorgestellt

Am 3. Juli 1987 wurde der damals 48-jährige Sägewerksbesitzer und Landwirt angelobt. Die Zeremonie fand mitten in der Funktionsperiode statt, weil Zügers Vorgänger Josef Eichriedler nach einem Herzinfarkt kurzfristig nicht mehr zur Verfügung stand. Der heutige Langzeit-Ortschef galt zuvor schon als "Kronprinz". Er habe damals nicht damit gerechnet, dass er so lange im Amt bleiben wird, erinnert sich Züger zurück. "Ich habe mir zwei Perioden vorgenommen."

Inmitten seiner dritten sitzt der nunmehr pensionierte Unternehmer und Bauer noch immer fest im Sattel. Im Gegensatz zu manchen seiner Kollegen ist er kein "Drüberfahrer", kein "Dorfpascha". Seinen Hang, manche Dinge lieber einmal mehr als zu wenig zu besprechen, legen manche als Schwäche aus. Viele schätzen aber die ruhige Art, mit der Züger sein Amt ausübt, auch wenn er hin und wieder schon fast zu ruhig wirkt.

Im Großen und Ganzen sei er gerne Bürgermeister, erzählt der Jubilar. "Die negativen Dinge werden durch die positiven aufgehoben." Die vergangenen 15 Jahre seien eine sehr erfüllte Zeit gewesen, "eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte". Die Erfahrung sei es auch, die es heute leichter mache, der Gemeinde vorzustehen, als früher. "Man bekommt eine gewisse Routine. Und das ist ein großer Vorteil."

Erlebt und durchzustehen hatte Züger während seiner politischen Tätigkeit einiges. Viele Tiefpunkte habe er vor allem im Zusammenhang mit dem Brennhoflehen erlebt. Heute seien viele damalige Kritiker froh über die Betriebe, glaubt er zu wissen. "Die Gegner von damals sind verstummt." Mit den meisten habe er heute wieder ein gutes Verhältnis.

Als Höhepunkte seiner Politikerlaufbahn nennt der Kuchler Ortschef drei Eröffnungen: jene des Hauses der Musik 1991, der Bahnunterführung 1993 und des Seniorenheimes 1997. Die Daten hat er übrigens genau im Kopf.

Besonders stolz zeigt er sich auf das blühende Vereinsleben in Kuchl: 52 Organisationen sind angemeldet. Inoffiziell gibt es wesentlich mehr vereinsähnliche Gruppen. Züger weist in diesem Zusammenhang auf die finanzielle und materielle Unterstützung durch die Gemeinde hin. So seien erst im Vorjahr ein Kletterturm für den Alpenverein und ein Pfadfinderheim gebaut worden.

Quelle