Römerbrücke

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Eine historische Aufnahme der Römerbrücke noch vor dem Aufsetzen der Stützmauer 1904. Rechts die „Tauglmühle“, die damals noch in Betrieb war
Im Bild unterhalb des Brückenbogens der sogenannte „Teufelsstein“, der einer Vigauner Sage zufolge als letzter Stein der neuen Brücke vom Teufel in die Tiefe geschleudert wurde, nachdem er einen Pakt mit der Müllerin verloren hatte...

Die Römerbrücke überspannt den Tauglbach am Fuße des Langenberges (Oberlangenberg in St. Koloman, Unterlangenberg in Kuchl) zwischen den Gemeinden Kuchl und Bad Vigaun im Tennengau.

Geschichte

Die „Römerbrücke“, die rundbogenartig den Tauglbach zwischen Bad Vigaun und Kuchl überspannt, wurde am 7. November 2012 400 Jahre alt: Am 7. November 1613 wurde von den Vertretern der angrenzenden 19 Rotten in einer Art Bauverhandlung mit den Bauausführenden ein zwölf Punkte umfassender Vertrag geschlossen, die Gesamtkosten betrugen 190 Gulden.

Der Vertrag sah vor, die vorhandene „Pruggen über die Tauggl von Holzwerch gemacht und erfaullt“ zu beseitigen und durch eine „von Nagelstuckh gewölbte pruggen“ zu ersetzen. Tatsächlich war schon 1585 anstelle der weggerissenen (wohl steinernen?) Brücke eine Holzkonstruktion errichtet worden, die 1597 durch eine Brücke aus Lärchenholz ersetzt wurde.

Die Römerbrücke, im Volksmund auch „Teufelsbrücke“ genannt, dürfte eine der ältesten Brücken im Land sein: Es handelt sich um ein echtes Gewölbe, das über einer hölzernen Tragkonstruktion aufgerichtet wurde.

Ein unfreiwilliges Bad in der Taugl mag schon 1424 der spätmittelalterliche Tiroler Minnesänger Oswald von Wolkenstein auf dem Weg nach Ungarn genommen haben: In seinem Lied „Wie vil ich sing und tichte“ berichtet er unter anderem „…der tauggel ward ich vol….“ Ob Oswald im Winter 1424 die Taugl in Vigaun überschritten hat, möglicherweise über den Vorgängerbau der heutigen „Römerbrücke“, wird sich nicht endgültig klären lassen. Klar ist, dass die Brücke bis zum Neubau der St. Kolomaner Landesstraße 1974 eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Vigaun, St. Koloman und Kuchl darstellte.

2008 musste sie nach Bauschäden saniert werden.

Bildergalerie

Quellen