Lärche

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Lärche unterhalb der Peter Wiechenthaler Hütte
Lärchenzapfen
Lärchenzweig im Herbstnebel
Lärchenstammabschnitt mit 140 Jahresringen

Die Europäische Lärche ist ein heimischer Nadelbaum und zählt auch zu den Bäumen im Nationalpark Hohe Tauern.

Beschreibung

Die Lärche weist einen stumpfkegelartigen Wuchs auf und ihre Astspitzen sind nach oben gebogen. Ihre etwa 25 mm langen Nadeln sitzen in Büscheln auf den Trieben. Pro Büschel finden sich 15 bis 30 weiche, hellgrüne Nadeln. Sie weist tiefgehende und stark verzweigte Herzwurzeln auf. Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln verliert und mit der vorhergehenden goldgelben Färbung Wanderer, Fotografen und Maler erfreut. Die Rinde ist am jungen Baum grau und glatt, später wird sie innen karminrot und außen graubraun. Sie wirkt schuppig und weist Längsrisse auf. Lärchenbäume können in der Regel eine Höhe von bis zu 45 m erreichen.

Botanisches

Im Freistand wird die Lärche nach 15 bis 20 Jahren mannbar, in alpinen Lagen und geschlossenem Bestand jedoch erst mit 30 bis 40 Jahren. Die Blüten der Lärche erscheinen in den Monaten März bis Mai, sind einhäusig. Die Lärchenzapfen sind klein, eiförmig, aufgerichtet, anfangs hellbraun, später grau. Sie bleiben nach dem Samenausfall jahrelang am Baum. Die Keimlinge sind zart, bläulichgrün, ihre Erstlingsnadeln blaugrün. Sie stehen einzeln und ihr Stiel ist meist rot. Lärchen wachsen in den ersten Jahren sehr rasch, werden aber mit 20 bis 30 Jahren im Wuchs von Fichten eingeholt und auch überwachsen. Mit etwa 60 bis 150 Jahren erreicht sie eine Höhe von 20, 30 oder auch 40 Metern. Lärchen reinigen sich von ihren Ästen auch im Einzelstand bis hoch hinauf. Lärchenbäume bedürfen freier Lagen und bewegter Luft, sie benötigen frische, lockere und kräftige Böden und sind gegen Hitze und Frost wenig empfindlich. Eine Lärche kann letztlich unter guten Bedingungen bis zu 600 bis 700 Jahre alt und über 50 m hoch werden.

Verbreitung in Österreich

Lärchen sind Gebirgsbäume. Sie kommen in den Alpen bis in eine Höhe von 2 400 Metern vor. Etwa 5,2 % der Hochwaldflächen Österreichs bestehen aus Lärchen. Reine Lärchenwälder kommen nur in Tirol vor, überall sonst wächst sie gemischt mit anderen Bäumen. Osttirol und Kärnten weisen den höchsten Lärchenwaldanteil auf. Dort kommt sie bis zur Waldgrenze in einer Seehöhe von 2 200 m ü. A. vor.

Merkmale des Holzes

Das Kernholz ist intensiv rotbraun, der Splint schmal und gelblich bis rötlichweiß gefärbt. Obwohl die Lärche einen hohen Harzgehalt aufweist sind ihre Harzgänge interessanterweise nicht zahlreich und sehr klein. Das Holz weist sehr gute Festigkeitseigenschaften auf und verfügt über eine hohe Dauerhaftigkeit gegen Witterungseinflüsse. Diese sind bei der Lärche besser als bei Fichte, Tanne und Kiefer.

Verwendung des Holzes

Lärchenholz findet für hochbeanspruchte Baukonstruktionsteile und für den Innenausbau, der bei Verwendung von schlichten Lärchenfurnieren nicht rustikal wirkt, Verwendung. Weiters eignet sich Lärchenholz bei sorgfältiger Auswahl für den Fenster- und Türenbau, für Parkettriemen, Stabparkett und Mosaikparkett, sowie für Silos, Bottiche und Gefäße für chemische Flüssigkeiten.

Lärchen im Land Salzburg

Auf der Fallhausalm in Forstauwinkel befindet sich eine Lärche mit mehr als 40 Meter Höhe und einem Stammumfang von 620 Zentimeter. Das Alter des Baumes wurde von einem Forstmann auf mindestens 600 Jahre geschätzt[1].

Bildergalerie

weitere Bilder

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Quellen

  • Gottfried Amann: Bäume und Sträucher des Waldes, Neumann Verlag Melsungen, 13. Auflage 1980
  • Heimisches Holz, Furnier- und Holzartenmustermappe, Bundesholzwirtschaftsrat, Wien, 1975

Fußnoten

  1. Salzburger Woche, Ausgabe Pongauer Nachrichten, 24. Februar 2011