Saison-Verein Mattsee

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Der Saison-Verein Mattsee[1] war eine Verein zur Förderung der Sommerfrische in Mattsee in Mattsee.

Geschichte

Er war ein Vorläufer des Tourismusverbands Mattsee. Er war zur Erhaltung des Wallmann-Bads in Mattsee und zur Verschönerung des Ortes 1882 gegründet worden. Die Gründer waren Dr. Heinrich Wallmann, August Radnitzky und Kajetan Rottmaier.

1892 zählte der Verein 50 Mitglieder, in Mattsee genossen in jenem Jahr 260 Gäste die Sommerfrische in Mattsee. Aus Anlass des zehnjährigen Gründungsfeierjubiläum wurde eine Gedenkschrift herausgebracht.[2]

Im Februar 1910 trat der Verein an die Salzburger Landesregierung mit der Bitte heran, zur unentgeltlichen Abtretung zweier kleiner Seegrundstücke in der Länge von etwa 1 250 m zur Errichtung einer Seepromenade und eines Seepromenaden-Weges. Der Verwaltungsausschuss der Landesregierung genehmigte das Ansuchen.[3]

Der Verein war einer der ersten Verschönerungsvereine im damaligen Herzogtum Salzburg. Lediglich der Verschönerungsverein Zell am See war noch älter. Er war bereits 1875 gegründet worden.

Statuten

§ 1: [...] im Interesse des Ortes Mattsee und Umgebung nach Maßgabe der Mittel und lokalen Verhältnissen alle jene Einrichtungen und Veranstaltungen anzuregen, zu fördern und zu schaffen, welche geeignet sind, den Mattsee besuchenden Sommergästen den Aufenthalt daselbst möglichst angenehm zu machen und eben dadurch den Verkehr derselben zu steigern...

Ehrenmitglieder

Neben Dr. Wallmann waren noch der Notar Alberg Hasl, der Salzburger Arzt Roman Wiesthaler aus Salzburg, sowie Ludwig Sauter, der Bezirkshauptmann für Salzburg-Umgebung und der Wiener jüdische Schriftsteller Balduin Groller, alias Adalbert Goldschneider Ehrenmitglieder des Vereins.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Quellen der Schreibweise: Wo Dollfuß baden ging sowie mehrere Quellen in Zeitungen, u. a. ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe im Gründungsjahr 1882
  2. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. Mai 1892, Seite 3
  3. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. Februar 1910, Seite 2