Schaubergwerk Arthurstollen

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Das Schaubergwerk Arthurstollen befindet sich an der ältesten Fundstelle von Kupfererz in den Ostalpen zwischen Mühlbach am Hochkönig und St. Johann im Pongau im Pongau.

Geschichte

Der 1907 angeschlagene Arthurstollen, der den Höhenrücken des Einödberges zwischen Mühlbach und St. Johann im Pongau durchquert, ist für die Wissenschaft wegen den prähistorischen Abbauspuren im Stollen von von großer Bedeutung. Untersuchungen von Holzproben ergaben ein Alter von rund 3700 Jahren. Durch die konservierende Wirkung der Kupferverbindungen haben sich Holzeinbauten - Stempel, Bühnen - ausgezeichnet erhalten.

Der Stollen von 1907 diente zur Erschließung der Kupfererzvorkommen im Südrevier des Mitterberger Kupfererzbergbaues sowie zum Transport des Erzes von Mühlbach zum Hüttenbetrieb in Mitterberghütten. Die geförderten Mineralien waren Kupferkies (Chalkopyrit) und Pyrit, auch goldhaltiger Tetraedrit und kobalthaltiger Gersdorffit. Als Nebengesteine (Gangarten) gibt es vor allem Quarz und Karbonate. Eine Umlaufseilbahn beförderte die Erze vom ostseitigen Stollenmund direkt in die Schmelzhütte.

1928 bekam der Stollen noch eine dritte Funktion: In einer Rinne an der Sohle des Arthurstollens wurde Wasser des Mühlbaches für die Stromgewinnung in das Salzachtal übergeleitet. Auf Grund dieser Wasserführung blieb der Arthurstollen auch nach der endgültigen Schließung des Kupferbergbaues in den Jahren 1975 bis 1977 erhalten. Erst nach dem Bau eines neuen Druckstollens zwischen Mühlbach und dem Salzachtal 1988 verlor der Arthurstollen auch diese Funktion. Man wollte ihn verschließen.

Durch die Gründung des Vereines "Montandenkmal Arthurstollen", der sich die Erhaltung der historischen Bergbauanlagen am Einödberg zum Ziel gesetzt hat, konnte die drohende Verschließung verhindert werden. Nach umfassenden Sanierungs- und Sicherungsarbeiten zwischen 1992 und 1995 konnte ein Stollenabschnitt von rund einem Kilometer Länge für Besucher zugänglich gemacht werden.

Schaubergwerk

Im Stollenverlauf werden Einblicke in Bergbautechnik und Abbaumethoden am Beginn unseres Jahrhunderts vermittelt. Das ehemalige Wasserschloss des Arthurwerkes, ein interessanter Industriebau aus den zwanziger Jahren, dient als Informations- und Sammelraum für Besuchergruppen.

Öffnungszeiten

Der Besuch des Stollens ist derzeit behördlich aus Sicherheitsgründen untersagt. Besichtigung des "Wasserschlosses" im Sommer nach rechtzeitiger Voranmeldung möglich, mindestens jedoch ein Monat vorher.

Auskünfte

SMCA: Telefon 06 62 - 62 08 08 - 133 oder 06 64 - 1 60 65 30
Tourismusverband: Telefon 0 64 12 - 60 36
Gemeindeamt: Telefon 0 64 12 - 80 01

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Weblink

Quelle