Ulrike Lienbacher

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Urike Lienbacher (* 1963 in Oberndorf bei Salzburg, Flachgau) ist Künstlerin und Irma-von-Troll-Borostyáni-Preisträgerin 2009.

Leben

Lienbacher studierte am Mozarteum Bildhauerei und hat sich seit 1990 einen wichtigen Platz in der österreichischen Kunstszene erarbeitet. 2001 wurde sie für eine Funktionsperiode zur Präsidentin des Salzburger Kunstvereins gewählt.

Zu ihren Medien zählen Zeichnung, Fotografie, Objekt und Installation. Lienbachers Werk geht fundamental vom menschlichen Körper aus, auch vom eigenen, speziell in der Zeichnung. Von diesem ästhetischen, fragilen, in einer durchgehenden Linie angedeuteten Körper, der im Raum zu schweben scheint, geht eine Irritation und Faszination aus, die den Betrachter zu vertiefendem Schauen verführt. "In der Skulptur arbeite ich seriell, die Formen sind perfekt, als formaler Kontrast zu den Zeichnungen, die brüchig sind und Störungen abhandeln." Anders in der Fotografie, die sie im Vergleich zu den Zeichnungen als "wissenschaftliche Arbeit" bezeichnet, deren Hauptmerkmal ebenfalls im Seriellen liegt. Sie betrachtet die Fotografie als technisches Medium, "mit dem sich vergleichen und beobachten lässt". Lienbacher untersucht in der Kunst das Abhängigkeitssystem von gesellschaftlichen Normen und Vorschriften. Ihr Untersuchungsgegenstand ist der menschliche Körper. An ihm spiegelt sich das gesellschaftliche System.

Seit 1999 sind Einzelausstellungen von Ulrike Lienbacher unter anderem im Museum Rupertinum in Salzburg, der Galerie Krinzinger in Wien, in Linz, Graz und Innsbruck zu sehen gewesen. International war sie in Turin und bei Gruppenausstellungen in Manchester, Nordhorn oder Passau vertreten.

2009 wurde sie von der Stadt Salzburg für ihre feinen und lebendigen Darstellungen mit dem Irma-von-Troll-Borostyáni-Preis ausgezeichnet.

Bücher

  • Ulrike Lienbacher, Stella Rollig: Rapunzel, Rapunzel, 2004

Auszeichnungen

Quellen