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Vogelhaus im Mirabellgarten

Das Vogelhaus auf der Lodronschen Wehrmauer nach der Renovierung, 2011
Pegasusbrunnen mit dem Vogelhaus im Hintergrund

Das Vogelhaus im Mirabellgarten ist als Teil dieses Gartens ein historisches Vogelhaus in der rechtsufrigen Altstadt der Stadt Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das heute bestehende Vogelhaus, das zwischen dem Kleinen Bastionsgarten, der Kleinen Gartenachse des Mirabellgartens und dem Rosenhügel am nördlichen Ende einer historischen lodronschen Wehranlage steht, wurde vielleicht erst von Anton Danreiter um 1730 unter Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian errichtet. Die ältesten bekannten Ansichten nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, die nach 1710 unter Matthiaa Diesel entstand, zeigt allerdings bereits ein sehr ähnliches Vogelhaus. Die Adler auf der Balustrade deuten ebenfalls auf Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun als Bauherrn hin und legen die Anlage durch den Architekten Johann Fischer von Erlach nahe. Der Entwurf zum Vogelhaus von Anton Danreiter stammt unstrittig aus der Zeit um 1730.[1] Die Altersbestimmung der frühen Anlagenteilen des Mirabellgartens ist vielfach schwierig. Wahrscheinlich ist eine vorgesehene oder eine ausgeführte geänderte Gestaltung des Vogelhauses durch Danreiter am gleichen Ort wie das ältere Vogelhaus. Auch eine neue Innenraumgestaltung ist denkbar. Eine Titulierung von Umbauten als "Neubau" ist historisch auch in Salzburg nicht selten. Sicher ist, dass ein geplanter Entwurf Danreiters für ein sehr großes neues Vogelhaus im Mirabellgarten nicht ausgeführt wurde.

In dem offenen, hohen Raum hielten die Fürsterzbischöfe exotische Vögel und Kleintiere. In der Folge diente das Vogelhaus bis in die Zeit vor 1940 weiter der Schaustellung von Großvögeln und anderen Tieren. Ein 1926 erstelltes Inventar zählt noch immer 170 Vögel, sechs Schildkröten und 17 Säugetiere, darunter Füchse, Bisamratten, Marder, Siebenschläfer und Rhesusaffen auf. Immer lautere Proteste von vielen Salzburger Bewohnern und von seiten des Hauses der Natur unter E. P. Tratz gegen die extrem tierschutzfeindliche Haltung von Großtieren in diesem Vogelhaus führten zur Schließung der verschiedenen Volieren im Vogelhaus.

Museumspavillon

Der Großteil der Volieren im Süden des Vogelhauses wurde im oder nach dem 2. Weltkrieg abgetragen. Die größter Voliere im Vogelhaus reichte ursprünglich bis Erdboden. Seit 1952 wird das ehemalige Vogelhaus als Museumspavillon genutzt. Seither ist die einstige mittige Voliere für Großvögel nur mehr auf dem Dach des Vogelhauses sichtbar, die einstigen Treppe auf das Dach wurde damals ebenfalls entfernt.

Bilder

  Vogelhaus im Mirabellgarten – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quelle

Einzelnachweis