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Wilhelm Fazokas

Technischer Rat Ing. Wilhelm Fazokas (* 14. Dezember 1917 in Wien; † 1990 in Kaprun) war Tauernkraftwerke-Werksgruppenleiter und von 1961 bis 1969 Bürgermeister der Pinzgauer Gemeinde Kaprun.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Fazokas war ein Ski-Pionier und Erfinder. Von ihm stammte die Idee zum Ganzjahres-Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn am Schmiedingerkees.

Der in Wien Geborene legte die Ingenieursprüfung für Maschinenwesen mit Auszeichnung ab. Anschließend studierte er ein Jahr an der Technischen Hochschule Wien. Dann musste er in den Zweiten Weltkrieg einrücken. Nachdem er in Russland in der Schlacht um Stalingrad verletzt worden war, kam er als Funker zu einer Winterkampfschule. Im Sommer war diese Truppe zur Ausbildung auf dem Schesaplana-Gletscher im Süden Vorarlbergs.

Nach dem Krieg arbeitete Fazokas zunächst in Linz bei der Post. Ab 1946 war er zunächst als Betriebsassistent beim Bau der Tauernkraftwerke in Kaprun. Dabei kam ihm die Idee, den Schmiedingergletscher als Skigebiet zu nutzen. Als er dann 1961 Bürgermeister wurde, setzte er diese Idee um. Im gleichen Jahr begann die Planung für die Seilbahn. Errichtet wurde sie von Ingenieuren der Tauernkraftwerke. Im Dezember 1965 ging sie in Betrieb. Auch die Idee, mithilfe der 1981 errichteten, mit 113,6 Metern höchsten Seilbahnstütze der Welt den Gletscher zu überspannen, stammte von Fazokas.

Wilhelm Fazokas wurde Vorstandsvorsitzender der Gletscherbahnen Kaprun AG und war von 1968 bis 1978 Werksgruppenleiter bei den Tauernkraftwerken.

Privat

Wilhelm Fazokas war seit 1958 mit Hanna verheiratet. Gemeinsam hatten sie drei Kinder.

Ehrungen

In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm die Gemeinde Kaprun 1978 ihre Ehrenbürgerschaft.

Nach Wilhelm Fazokas ist unter den Straßen der Gemeinde Kaprun die Wilhelm-Fazokas-Straße benannt.

Quelle

Zeitfolge