Arno Buschmann

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Em. o. Univ.- Prof. Dr. phil. et iur. Arno Buschmann (* 25. Jänner 1931 in Krefeld, Deutschland; 29. November 2019 in Salzburg) war ein deutsch-österreichischer Rechtshistoriker.

Leben

Buschmann besuchte die Volksschule in Krefeld und von Herbst 1941 bis Ostern 1951(mit kriegsbedingter Unterbrechung) das Gymnasium Fabritianum in Krefeld-Uerdingen.

Dann absolvierte er eine Schriftsetzerlehre und die Werkkunstschule Krefeld (heute: Fachhochschule für Gestaltung und Design), die Schriftsetzergehilfenprüfung legte er im Jahr 1953 ab.

Die Jahre 1953 bis 1958 füllten ein Jusstudium an den Universitäten von Marburg an der Lahn und Münster in Westfalen aus; 1958 legte er das Referendarexamen ab. Nun arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft, danach Verwalter einer Assistentenstelle (Vertragsassistent) an der Universität Münster/Westfalen bei Prof. Dr. Rudolf Gmür. Zugleich betrieb er an dieser Universität von 1958 bis 1963 ein Studium der Philosophie und Geschichte (Promotion 1963). Mit der Dissertation „Ursprung und Grundlagen der geschichtlichen Rechtswissenschaft“ erlangte er auch das juridische Doktorat und den Dr.-Dyckerhoff-Fakultätspreis der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster/Westfalen. Von 1963 bis 1965 war er als Staatsarchivreferendar am Staatsarchiv Münster/Westfalen tätig und absolvierte das Zweite Staatsexamen zum Assessor des Archivwesens im Jahr 1965. 1966/67 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Kiel bei Prof. Dr. Hans Hattenhauer beschäftigt. Er erhielt ein Forschungsstipendium (Habilitationsstipendium) der Deutschen Forschungsgemeinschaft und erlangte mit der Habilitationsschrift "Frührezeption und Urkundensprache" (Kiel 1970) die Lehrbefugnis. Nun war er besoldeter Dozent für Deutsche Rechtsgeschichte, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit und Bürgerliches Recht an der Universität Kiel.

Im Jahr 1972 wurde er als Ordentlicher Universitätsprofessor auf die Lehrkanzel für Deutsche Rechtsgeschichte, Deutsches Privatrecht und Bürgerliches Recht der Universität Salzburg berufen. Dieser Hochschule blieb er treu und diente ihr unter anderem als Dekan (1973/74), Prodekan (1974/75) sowie Vorstand des Instituts für Deutsches Recht und Österreichische Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte (1972 bis 1982) und Vorstand des Institut für Europäische und Vergleichende Rechtsgeschichte (1986 bis 1999), bevor er mit 30. September 1999 emeritierte.

Arno Buschmann war verheiratet mit Ingrid Buschmann, die ihm drei Kinder schenkte. Er verstarb am 29. November 2019 in Salzburg.

Werk

Buschmann ist Verfasser oder Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, u. a.

  • Ursprung und Grundlagen der geschichtlichen Rechtswissenschaften (1963)
  • Textbuch zur Privatrechtsgeschichte der Neuzeit (1967/2008) gemeinsam mit H. Hattenhauer
  • Von Horch zu Audi (1982)
  • Kaiser und Reich (1984/1994),
  • Textbuch zur Strafrechtsgeschichte der Neuzeit (1998)
  • NS-Weltanschauung und Gesetzgebung (2000)
  • Landfrieden – Anspruch und Wirklichkeit gemeinsam mit E. Wadle (2002 Olenschlager),
  • Selbstbiographie (2012)

Er war Herausgeber (seit 1973) des Jahrbuches der Universität Salzburg und der Salzburger Universitätsreden.

Quellen

Zeitfolge