Barbara Machreich

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Barbara Machreich

Die Pinzgauerin Barbara Machreich soll im Auftrag der Sportunion Salzburg Jugendliche und Senioren für den Sport begeistern. Derzeit arbeitet sie für fünf Salzburger Gemeinden maßgeschneiderte Sportprogramme aus - von Wassergymnastik bis zu Streethockey.

Machreich ist in Bruck an der Großglocknerstraße aufgewachsen – auf dem Hof ihrer Eltern Elisabeth und Josef Machreich, dem Obmann von Bio Austria in Salzburg. Sie besuchte die Handelsakademie Zell am See, absolvierte ein Studium an der Fachhochschule für Gesundheitsmanagement im Tourismus in Bad Gleichenberg und verdiente sich als Mitarbeiterin an verschiedenen Projekten.

Ihre persönlichen Interessen sind Bergsteigen, Tanzen, Laufen, Nordic-Walking und Lesen. Als bevorzugte Berge nennt sie „Die drei Brüder.“ Essen: „Das, was gerade Saison hat.“

Vorgestellt - "Eine Frau bewegt das Land"

Sie liebt den Wald, meidet Fernreisen und will keinen Drill beim Turnen: Barbara Machreich hat den Auftrag, die Salzburger zum Sport zu bewegen. Nein, eine Ilse Buck Salzburgs will sie keinesfalls genannt werden. Barbara Machreich (25) sieht sich nicht als neue „Vorturnerin“ für das Land. „Das klingt für mich so nach zwangsverpflichteter Animation nach dem Motto: ,Und hoch das Bein.‘“

Trotzdem hat Machreich ein ähnliches Ziel wie einst „die Buck“: das Land zum Sport zu bewegen. Die Pinzgauerin wurde von der Sportunion Salzburg mit der Aufgabe betraut, Jugendliche und Senioren für den Sport zu begeistern. Derzeit ist Machreich dabei, für fünf Salzburger Gemeinden maßgeschneiderte Sportprogramme zu entwickeln – von Wassergymnastik bis zu Streethockey.

Zu tun gibt es für die studierte Gesundheitsmanagerin genug. Glaubt man Experten, bewegen sich 60 Prozent der Salzburger zu wenig. Doch wie motiviert man Bewegungsmuffel? Jedenfalls nicht mit von oben verordneten Arm-hoch-Arm-runter-Übungen, sagt Machreich. „Es geht einfach darum, dass man etwas gemeinsam macht und man Spaß dabei hat.“

So befragte Machreich mit ihren Mitarbeitern die Einheimischen in den Sport-Modellgemeinden Hof, Hallein, Flachau, Rauris und Unternberg nach ihren Wünschen. Prompt meldeten sich Junge und Alte. „Die waren sofort Feuer und Flamme. Das brauchte keine Animation.“

Dass die Einheimischen von den neuen Sportangeboten angetan sind, liegt gewiss auch am sonnigen Gemüt der Projektleiterin – und ihren unkonventionellen Ideen. Gesundheit ist für Machreich nicht nur regelmäßiger Sport. „Dazu gehört auch Essen, das mir behagt, und unter Leuten zu sein.“ Überhaupt sollte man nur dann sporteln, wenn der Zeitpunkt passe. „Wenn ich merke, dass mir das Laufen jetzt nicht behagt, lese ich lieber ein Buch.“

Für sie persönlich hat sie entschieden, dass sie weiterhin nicht mehr als 30 Stunden pro Woche als Sport-Organisatorin arbeiten will. Ihre Freizeit verbringt sie dann damit, am elterlichen Biobauernhof in Bruck Gras zu mähen und Kürbisse anzupflanzen. Dort findet die Pinzgauerin, die „vor allem wegen der CO2 -Bilanz“ auf weite Fernreisen verzichtet, das, was sie sucht: „Ich will Zeit haben, um in den Wald zu gehen. Wenn ich Glück habe, bringe ich dann auch noch das Mittagessen heim, wenn ich Schwammerl finde.“

Vom großen Geschäft mit dem Gesund- und Schönsein hält die „Gesundheitsmanagerin“ im Übrigen nichts. Den Wellness-Hotels und -thermen wirft sie vor, gestressten Menschen das Gefühl zu geben, dass sie sich nur noch dort auskurieren könnten. „Das kann es nicht sein. Man sollte dem Kunden das Werkzeug mitgeben, dass er selbstständig Stress abbauen kann.“

O-Ton

„Viele Menschen haben kein Gefühl mehr für sich selbst. Die Asiaten nehmen sich viel mehr Zeit für ihren eigenen Körper“.
„Bei uns ist alles zu sehr am Kranksein und zu wenig an der Gesundheitsförderung orientiert. Das sieht man schon daran, dass es bei uns Krankenkassa heißt und nicht Gesundheitskassa.“
„Was kann dir Besseres passieren, als beim Spazieren Walderdbeeren zu finden? Ich brauche nicht viel, damit es mir gut geht.“

Quelle

Salzburger Nachrichten (Thomas Hödlmoser) vom 4. August 2007. Machreich, Barbara