Unternberg

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Karte
Karte 5585.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Lungau (TA)
Fläche: 18,95 km²
Geografische Koordinaten: 47° 7' N, 13° 44' O
Höhe: 1 028 m ü. A.
Einwohner: 1 035 (1. Jänner 2018)
Postleitzahl(en): 5585
Vorwahl: 0 64 74
Gemeindekennziffer: 50 513
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 5585 Unternberg
Am Dorfplatz 12
Offizielle Website: www.unternberg.at
Politik
Bürgermeister: Peter Sagmeister (ÖVP)
Gemeinderat (2019): 13 Mitglieder:
7 ÖVP,
4 FPÖ,
2 SPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 637
1880 646
1890 612
1900 646
1910 700
1923 686
1934 702
1939 723
1951 814
1961 851
1971 891
1981 926
1991 955
2001 984
2011 1 001
2018 1 035
Karte
Schloss Moosham

Unternberg ist eine Gemeinde im mittleren Lungau.

Geografie

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt südwestlich des Bezirkshauptorts, der Marktgemeinde Tamsweg.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Das Gemeindegebiet erstreckt sich nördlich und südlich längs der Mur. Im Südosten erhebt sich der Hochkopf.

Ortsgliederung

Das Gemeindegebiet umfasst die zwei Katastralgemeinden Unternberg (1 002 ha) und Voidersdorf (893 ha) und entspricht der Ortschaft Unternberg mit ihren Ortsteilen Flatschach (9), Illmitzen (23), Mitterberg (1), Moosham (15), Neggerndorf (38), Pichl (12), Pischelsdorf (14), Spitzing (10), Unternberg (203) und Voidersdorf (10).

Anmerkung: Die in Klammern angeführte Zahl ist die Anzahl der Haushalte nach dem Stand des Jahres 2012.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind St. Margarethen im Lungau, St. Michael im Lungau, Mauterndorf, Mariapfarr, St. Andrä im Lungau, der Bezirkshauptort Tamsweg, Ramingstein und Thomatal.

Religion

Pfarrkirche der Pfarre Unternberg ist die Pfarrkirche zum heiligen Ulrich. Sie gehört zum Pfarrverband Tamsweg 1. Pfarrprovisor ist seit 2015 Manfred Josef Thaler.

Geschichte und Etymologie

Mit Urkunde vom 1. Dezember 1003 schenkte König Heinrich II. dem Salzburger Erzbischof Hartwig ein Gut im Lungau, aus dem sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte die heutige Gemeinde Unternberg entwickelte. Die erste urkundliche Erwähnung als „Ernbrechtsdarf“ bzw. „Ernprechtstorff“ – der Name bezeichnet einen hochmittelalterlichen Siedlungspionier – in einem Nonnberger Urbar stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert.

Im Laufe der Zeit änderte sich der Ortsname mehrmals. Die Bezeichnung „St. Ulrich“ bezieht sich auf den Kirchenpatron Unternbergs, den heiligen Ulrich, und findet sich noch im Franciszäischen Kataster des 19. Jahrhunderts. Sie dürfte damals jedoch nicht mehr gebräuchlich gewesen sein. Die kirchlichen Generalvisitationen von 1613 und 1671 gebrauchten den Namen „Endtersberg“. Diese Fremdbezeichnung setzte sich im 19. Jahrhundert in der Form „Unternberg“ durch.

Der Name der Katastralgemeinde Voidersdorf, im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, bezieht sich auf den slawischen Personennamen „Bogodan“.

Pischelsdorf in der Katastralgemeinde Voidersdorf taucht im 15. Jahrhundert erstmals als „Bischofsdorf“ urkundlich auf.

Der Ortsname Neggerndorf, im 12. Jahrhundert als „Neccartisdorf“ bezeichnet, bezieht sich auf den Personennamen „Neckhart“.

Eine Besonderheit stellen die beiden Ortsnamen „Moosham“ und „Flatschach“ dar, die, wenn auch auf den ersten Blick nicht erkennbar, die selbe Bedeutung haben. „Flatschach“ ist slawischer Herkunft, gebildet aus dem slawischen Wort für „Sumpf, Moor“. Das gleichbedeutende „Moosham“ ist bairischer Herkunft, worauf die Endsilbe „‑ham“ hinweist. Der Lungau war im Frühmittelalter ein zwischen Baiern und Slawen umkämpftes Gebiet, weshalb es umso mehr verwundert, dass zwei gleiche Ortsnamen verschiedener Herkunft erhalten geblieben sind.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Musik

Sport

Fit und gesund in Salzburg

Gemeinsam mit der Sportunion Salzburg hat sich die Gemeinde Unternberg entschlossen, mehr Angebote für gesunde Bewegung für Jugendliche und Ältere nach Unternberg zu bringen. Im Mai 2007 starteten die Gemeinde, die Sportunion Unternberg und die Sportunion Salzburg das Gemeinschaftsprojekt „Fit und Gesund in Salzburg“. Zielgruppen sind Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sowie Senioren. Maßgeschneiderte Sportprogramme werden dazu im Auftrag der Sportunion von Barbara Machreich ausgearbeitet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternberg entwickelte sich auf Grund seiner zentralen Lage im Lungau und einer guten Mischung an betrieblicher Struktur zu einer gewerblich orientierten Gemeinde. Dominiert wird die Wirtschaft des Ortes vom Holzhandel und holzverarbeitenden Betrieben.

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsorganisationen

Bildung

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Unternberg

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Gemeinde Unternberg

Wappen

Am 16. Dezember 1971 wurde der Gemeinde Unternberg durch die Salzburger Landesregierung das folgende Wappen verliehen:

In schwarzem Schild ein schmaler silberner Wellenbalken, begleitet oben von einer goldenen Krone, rechts und links davon je eine goldene Kugel, unten von den gekreuzten goldenen Schlägel und Eisen, beide oben eine goldene Kugel einschließend.

Die Gemeinde Unternberg geht auf eine Schenkung des Königs Heinrich II. an Erzbischof Hartwig im Jahr 1003 zurück, der die Ländereien dem Kloster Nonnberg vermachte. Daran erinnern die Krone und die drei Kugeln. Schlägel und Eisen erinnern an den Bergbau der Region, der Wellenbalken an den Ursprung der Mur im Gemeindegebiet.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Gemeinde

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Gemeinde

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Bilder

 Unternberg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Weblinks


Gemeinden im Lungau
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Über dieses Bild

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