Salzburger Bildungswerk

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Das Salzburger Bildungswerk ist ein Verein der Erwachsenenbildung im Bundesland Salzburg.

Allgemeines

Träger ist das Land Salzburg. Das Salzburger Bildungswerk hat seinen Sitz in der Stadt Salzburg und erstreckt seine Tätigkeit auf Land und Stadt Salzburg sowie bei grenzüberschreitenden Kooperationen mit ähnlichen Einrichtungen auf Österreich und das Ausland.

Das Salzburger Bildungswerk ist eine überparteiliche und überkonfessionelle Einrichtung der Erwachsenenbildung. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Bundesabgabenordnung. Die Tätigkeit ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Das Salzburger Bildungswerk ist Mitglied des Dachverbandes „Ring Österreichischer Bildungswerke“.

Aufgaben und Angebote

Das Salzburger Bildungswerk ist in rund 115 Gemeinden des Bundeslandes Salzburg mit einem örtlichen Bildungswerk vertreten. Ein örtliches Bildungswerk, bestehend aus BildungswerkleiterIn, BürgermeisterIn und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, plant und entwickelt autonom niederschwellige Bildungs- und Kulturprogramme für seine jeweilige Gemeinde. Themenschwerpunkte sind Elternbildung, Frauenbildung, Seniorenbildung, Politische Bildung, Gemeinde- und Regionalentwicklung, Internationale Solidarität, Gesellschaft und Kultur, Ökonomie und Ökologie, Gesundheitsthemen sowie Orts-, Regional- und Landesgeschichte.

Jährlich werden die mehr als 1 000 Angebote von rund 90 000 Teilnehmern genutzt. Das Salzburger Bildungswerk will Menschen dazu anregen, Fragen zu stellen, Probleme zu erkennen und an deren Lösung im Sinne der Gemeinschaft aktiv mitzuarbeiten.

Das Salzburger Bildungswerk wird von Dipl. Ing. Richard Breschar geleitet, dem Verein steht ein Kuratorium mit Landesrätin Andrea Klambauer als Präsidentin an der Spitze vor (2018).

Inhaltliche Schwerpunkte

Neben der Aus- und Weiterbildung von freiwillig Tätigen - Ehrenamtlichen, zahlreichen Lehrgängen, Seminaren, Exkursionen, Workshops, Vorträgen, Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen bietet die Direktion des Salzburger Bildungswerkes örtlichen Bildungswerken vor allem Beratung und Service.
Folgende Schwerpunkte werden gesetzt:

  • Lebensraum & Gesellschaft gestalten
  • Generationen & Kulturen verbinden
  • Engagement & Bildung verknüpfen

Schwerpunkt Bildungswoche

Die Bildungswerkstatt – die Bildungswoche
Salzburg ist das Land der Bildungswochen. Jährlich werden bis zu zehn davon mit beachtlichem Erfolg durchgeführt. Bildungswochen bilden einen "Klassiker" im Angebot des Salzburger Bildungswerkes. Im Jahr 2017 fand in Berndorf bei Salzburg bereits die 850. Bildungswoche im Land Salzburg statt. Die Bildungswoche ist in ein mittelfristiges Projekt – die Bildungswerkstatt – eingebettet. Das ergibt ein anspruchsvolles pädagogisches, inhaltliches und organisatorisches Gefüge. In der etwa einjährigen Vorbereitungszeit wird die intensive Einbeziehung möglichst vieler Gruppen und Kräfte in der Gemeinde angestrebt. Der Bildungswerkstatt kommt mindestens gleiches Gewicht zu, wie der Phase der "sichtbaren" Durchführung der Woche. Die Bildungswerkstatt und das häufig sehr dichte Angebot während der Woche machen das Projekt zu einem Ereignis für die gesamte Bevölkerung einer Gemeinde.

Geschichte

Das Salzburger Bildungswerk wurde am 13. September 1956 gegründet. 1961 findet die erste Bildungswoche in Goldegg statt, 1976 und 1985 folgen die Meilensteine 200. bzw. 500. Bildungswoche im Land Salzburg.

1964 startet die Reihe der "Salzburger Singwochen". 1980 wird der Museumsführer "Heimatmuseen im Land Salzburg" verlegt, 1986 eine überarbeitete und erweiterte Auflage des "Schulhandbuches für Elternvertreter". 1992 wird die "Schule der Dorf- und Stadterneuerung" dem Salzburger Bildungswerk angeschlossen, die 2003 in "Gemeindeentwicklung Salzburg" umbenannt wird. 2002 gibt das Salzburger Bildungswerk die Mundartanthologie "Salzburger Dialektmosaik" heraus. 2011 feiert das Salzburger Bildungswerk bereits 50. Jahre Bildungswochen.

Aktuelle Projekte

  • Calendula [1]
  • Otelo [2]
  • Repair Café [3]
  • Zeitbank 55+ [4]
  • Flucht, Asyl, Integration [5]
  • Querbeet [6]
  • Jung trifft Alt [7]
  • Zeitspuren [8]
  • Altern in guter Gesellschaft [9]
  • Freiwilligenarbeit [10]

Frühere Aktivitäten

Zeitzeugenprojekt

Zeitzeugenprojekt - eine Generation erinnert sich, Beginn Sept. 2012

Ehem. Landesrätin Dr. Tina Widmann: Der Arbeitskreis Seniorenbildung des Salzburger Bildungswerkes startet Zeitzeugenprojekt[11]

Ein Sprichwort besagt: Wenn ein alter Mensch stirbt, dann ist es, als ob eine ganze Bibliothek verbrennt. Traditionen, Rituale, Sitten und Bräuche verblassen. "Es ist daher wichtig, Erlebtes zu erhalten und zu dokumentieren, im konkreten Fall besonders jenes der Jahrgänge vor 1933", betonte Dr. Tina Widmann am Donnerstag, 13. September 2012 bei einem Informationsgespräch. Mit Unterstützung des Ressorts startete das Salzburger Bildungswerk im Herbst 2012 das umfangreiche Projekt "Das war unsere Zeit! Eine Generation erinnert sich". Im ganzen Land Salzburg werden im Laufe des nächsten Jahres Geschichten, die das Leben schrieb, in Form von Interviews und Videoaufzeichnungen zusammengetragen.

"Der Fokus liegt auf den Geburtsjahrgängen vor 1933. Keine Generation davor hat so viele Veränderungen miterlebt wie die der jetzt über 80-Jährigen", so der Initiator des Projektes, Dr. Alfred Berghammer, Leiter des Arbeitskreises Seniorenbildung. Wie sah es in der Gemeinde aus? Welchen Schulweg mussten Kinder um 1935 zurücklegen? Was erlebten sie im Unterricht? Wie wurde Weihnachten gefeiert? Und was hat sich in den vergangenen siebzig Jahren verändert? Antworten auf diese Fragen liefern subjektive Erinnerungen, die ein besonderes Stück Salzburger Geschichte dokumentieren und für nachkommende Generationen Identität stiftend sind.

Kontakt

Strubergasse 18/3
5020 Salzburg
Telefon: (06 62) 87 26 91
E-Mail: office@sbw.salzburg.at

Man kann sich auch an das örtliche Bildungswerk in seiner Gemeinde wenden.

Weblinks

Quelle

  • Homepage des Salzburger Bildungswerkes

Einzelnachweise