Christoph Andreas von Spaur

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Christoph Andreas Freiherr von Spaur (* 30. November 1543; † 10. Jänner 1613 in Brixen) war Bischof des Bistums Gurk und Brixen.

Leben

Großen Einfluss auf seine Erziehung nahm sein Onkel Kardinal Christoph von Madruz, Bischof von Trient und Brixen. Dieser nahm ihn mehrmals mit nach Rom, wo er ihn auch Papst Pius vorstellte. Er wurde Schüler der Jesuiten in Löwen. 1558 wurden ihm in Trient die niederen Weihen erteilt. 1559 wurde er Domherr in Brixen und Trient, 1565 machte ihn sein Onkel zum Generalkommissar für die Reform von Klerus und Volk und 1570 wurde er Dekan des Brixener Domkapitels. Am 2. April 1570 wurde er zum Priester geweiht. Am 13. November 1573 wurde er zum Bischof ernannt und am 14. November in Salzburg zum Bischof von Gurk geweiht.

Am 30. April 1575 wurde er in Audienz bei Papst Gregor XIII. empfangen. Nach der Teilung der österreichischen Länder nach dem Tod von Ferdinand I. fiel Kärnten an an Erzherzog Karl. Dieser berief am 6. August 1577 den Gurker Bischof Spaur als Regierungspräsidenten oder Statthalter in die Residenzstadt Graz. Das Amt bekleidete Spaur bis 1584. Sein Hauptanliegen war dabei die Verteidigung des katholischen Glaubens gegen den protestantischen Adel.

Bei einer Romreise wollte Papst Klemens VIII. Spaur zum Kardinal ernennen, was dieser jedoch ablehnte. Im Jahr 1601 wurde er zum Bischof von Brixen gewählt. 1603 trat er darum als Bischof von Gurk zurück. Er starb am 10. Jänner 1613 in Brixen und wurde in der Krypta der Kathedrale beigesetzt.

Quelle

Zeitfolge