Ernst Christian Reindel

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Prof. Ernst Christian Reindel (* 3. Oktober 1893 in Wien9. März 1970 in der Stadt Salzburg) war ein Salzburger Musiker.

Leben

Der gebürtige Wiener Ernst Christian Reindel gehörte als Fagottist viele Jahre dem Mozarteum Orchester an und war gleichzeitig Lehrer am Mozarteum Salzburg für Fagott und Klavier. Er trat in seiner Wahlheimat Salzburg auch als Komponist von melodiösen, einfallsreichen und durchwegs schwungvollen Märschen in der österreichischen Tradition hervor, die vor allem von Blasmusik-Orchestern im Land Salzburg, aber auch darüber hinaus, häufig gespielt wurden. Es sind dies: “Auf geht’s“, „Salzburger Stierwascher-Marsch“, „Wlasak-Marsch“ „ Made in Austria“, „Fesche Mädel“ und der „Bühlertäler-Marsch“, welchen er zu Ehren dieses in Baden-Baden/Deutschland gelegenen Ortes komponiert hat.

Im Rahmen der Salzburger Festspiele war Reindel als Solo-Fagottist in Mozarts c-Moll-Messe am 11. August 1937 und am 13. August 1938 zu hören.[1]

"Er hatte den Schmäh, zu Notenwerten und rhythmischen Stellen Texte zu sagen oder zu singen. Man musste an seine Texte denken, wie zum Beispiel bei „Lohengrin“ „Doppelte Gaasch, Herr Direktor, doppelte Gage“, und schon hatte man den richtigen Rhythmus im Spiel."[2]

Er wirkte von 1956 bis 1961 einige Jahre auch als Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle Obertrum am See und des Eisenbahner-Musikvereins Salzburg. Die Märsche von 'Ernst Christian Reindel wurden von seinem früheren Orchester-Kollegen und Freund, dem späteren Leiter der Militärmusik Tirol, Oberst Prof. Siegfried Somma, instrumentiert.

Weiters hat Prof. Reindel die Musik-Werke „Der Rundfunkgeist“, eine Burleske für Fagott und Orchester, das Orchesterwerk „Theresianische Serenade“ und „Ich bin so gern eine Frau“ (Streicher-Septett) sowie Lieder (u.a. „Das Lied vom Regenbogen“) geschaffen.

Quelle

Der Text stammt von Georg Weigl, Ziehsohn von Ernst Christian Reindel

Einzelnachweis

Zeitfolge
Zeitfolge
Vorgänger

Leopold Huemer

Kapellmeister des Eisenbahner-Musikvereins Salzburg
1961
Nachfolger

Leopold Huemer