Eisenbahner-Musikverein Salzburg

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EMV Salzburg
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Voller Name Eisenbahner-Musikverein Salzburg
Vorsitzender Carl Pfliegler
Adresse Elisabethstraße 34
5020 Salzburg
Homepage *Offizieller Webauftritt "Eisenbahner-Musikverein Salzburg"
E-Mail info@emv-salzburg.com

Der Eisenbahner-Musikverein Salzburg hat mehrere Ensembles wie das große Blasmusikorchester, die kleine Partie, die Salzburger Eisenbahner Musikanten, die Prellbockmusi sowie mehrere kleinere Bläsergruppen.

Vereinsstruktur

Vereinsvorstand

Veranstaltungen und Aktivitäten

Obmänner

Kapellmeister

Chronik des Eisenbahner-Musikvereines Salzburg

1920er-Jahre

Der Vereins wurde durch Obmann Paul Schmied und Kapellmeister Franz Hulan gegründet. Die Idee, die Eisenbahner in das Kulturleben der Stadt Salzburg einzubinden, entsprang wohl aus der allgemeinen Stimmung, einem nach den Wirren des Ersten Weltkrieges nach Kultur lechzenden Salzburger Publikum nicht nur die Hochkultur der Festspiele, sondern auch volksnahe Kunst und Musik darzubieten. Dass es gerade den durch den Bahnbau in Salzburg zahlreich sesshaft gewordenen Eisenbahnern gelang, eine eigene Musikkapelle auf die Beine zu stellen, mag damals erstaunt haben. Der neue Klangkörper wurde jedoch bereits bei seinem Gründungsfest vom Publikum gut angenommen.

Der Mirabellgarten bot den Salzburger Stadtkapellen im Sommer eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich einem breiteren Publikum vorzustellen. Die sonntäglichen Promenadenkonzerte, an denen sich seit 1921 auch die Eisenbahner beteiligten, und später auch die abendlichen Leuchtbrunnenkonzerte wurden bald ein beliebter Treffpunkt für die Salzburger und deren Gäste. Diese sommerliche Konzertreihe hat sich genauso wie die im November 1924 erstmals veranstaltete Gedenkmesse für die verstorbenen Mitglieder und Berufskollegen bis heute erhalten.

Das Aufgabengebiet des Klangkörpers wurde ständig erweitert. Für die Mitglieder und Freunde wurden eigene Mitgliederkonzerte organisiert und im Fasching der Eisenbahnerball veranstaltet. Dazu kamen immer öfter auch Verpflichtungen in anderen Städten und auch schon im benachbarten Ausland. Im Jahre 1928 wurde mit großem Aufwand eine Neuuniformierung des Klangkörpers vorgenommen.

1930er-Jahre

Auch in anderen Städten Österreichs hatten sich inzwischen Eisenbahnermusikkapellen formiert. Sie alle wurden 1932 zu einem großen Auswahlspiel in den großen Saal des Wiener Musikvereines geladen, wo dem Klangkörper von einer hochkarätig besetzten Jury der sehr ehrenvolle 2. Preis verliehen wurde. Im gleichen Jahr gelang es auch noch, das Notenarchiv durch Ankauf der Notenbestände der ehemaligen Radetzky-Musik erheblich zu erweitern.

Neben der Blasmusik wurde auch ein Streichorchester aufgestellt, welches unter anderem 1934 bei einem Großkonzert in Wels erfolgreich eingesetzt wurde.

1940er-Jahre

Mit Kriegsende im Mai 1945 wurde die Werkskapelle und somit der EMV Salzburg aufgelöst. Die Eisenbahner ließen sich jedoch nicht unterkriegen. Mit Zustimmung der amtierenden Militärbehörde wurde der Verein neu gegründet und der in aller Eile wieder zusammengestellte Klangkörper spielte bereits am 2. September 1945 wieder ein Promenadekonzert im Mirabellgarten.

Es war jedoch äußerst schwierig, die Musikkapelle und auch den Verein wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Die Musiker waren zum Teil aus dem Krieg nicht mehr zurückgekehrt oder anderswo untergekommen. Der Mitgliederstand musste neu aufgebaut werden. Mit vereinten Kräften gelang es jedoch, die schwere Nachkriegszeit zu überwinden.

Als dann im Jahre 1949 Kapellmeister Leopold Huemer sein Amt antrat und ein Jahr später Oskar Bieder zum Obmann bestellt wurde, begann für den EMV eine neue Ära.

1950er-Jahre

Zunächst wurde für den Klangkörper die neue Dienstuniform der ÖBB angeschafft (Uniform 1950). Obmann Bieder war es gelungen, mit Unterstützung der Stadt Salzburg und des Fremdenverkehrsbüros große Konzerttourneen in das europäische Ausland wie Frankreich, Italien, Belgien u. a. zu organisieren und dabei den EMV Salzburg als Werbeträger für Salzburg einzusetzen. Eine große Aufgabe für den Klangkörper.

Aus Anlass des 35-jährigen Bestandes des EMV wurde 1955 eine vollständige Neuinstrumentierung des Klangkörpers vorgenommen und ein großes Jubelfest gefeiert. Unter den zahlreichen teilnehmenden Musikkapellen aus dem In- und Ausland war auch die Kapelle aus Bühlertal im Schwarzwald, zu der noch bis heute enge freundschaftliche Verbindungen bestehen.

Für das nach dem Krieg wiederbelebte Streichorchester des EMV wurde nach einer größeren Betätigung gesucht. Nach einer Idee von Kapellmeister Huemer wurde das Neujahrskonzert im großen Saal der Arbeiterkammer Salzburg am 1. Jänner 1956 erstmals aufgeführt. Die Veranstaltung, bei der zeitweise auch der Chor der Kärntner Landsmannschaft mitwirkte, musste aus Platzgründen einige Jahre später in die große Aula der Universität Salzburg verlegt werden. Seit Auflösung des Streichorchesters in den 1970er-Jahren wird das Neujahrskonzert vom großen Blasorchester des EMV bestritten.

Im Jahr der Weltausstellung in Brüssel (Expo 58) in Belgien wurde der EMV Salzburg als Vertreter Österreichs zu den 60. Internationalen Musikfestspielen in Antwerpen nominiert. Konzerte in Luxemburg, Ostende, vor allem aber in Antwerpen standen auf dem Programm. Eine Gruppe des Trachtenvereines Alpinia war mit von der Partie und konnte ihrerseits mit ihren Tanz- und Gesangseinlagen begeistern. Auf Einladung des österreichischen Botschafters wurde auch auf der Expo 58 im Österreichpavillon ein Konzert gespielt.

Der nach Kriegseinwirkung schwer zerstörte Salzburger Dom wurde nach seiner Wiederherstellung im Frühjahr 1959 mit einem großen Fest neu eröffnet. Der EMV Salzburg erhielt vom Domkapitel den ehrenvollen Auftrag, an einem der Festtage, der den Arbeitern gewidmet war, die musikalische Umrahmung zu übernehmen. Erzbischof Andreas Rohracher bedankte sich dafür herzlich mit einer Widmung.

1960er-Jahre

Eine der bedeutendsten Auslandsreisen war die im Jahr 1964 durchgeführte Reise nach Paris und Orleans. Der EMV war wiedereinmal als Vertreter Österreichs unterwegs. Diesmal, um an der Jeanne d´Arc-Feier in Orleans in Frankreich teilzunehmen. Ein erhebendes Erlebnis für die Musiker, Seite an Seite mit der Musikkapelle der französischen Fremdenlegion, französischen Militärkapellen und zahllosen anderen Kapellen und Gruppen aus ganz Europa aufzumarschieren und das historische Fest einer ganzen Nation mitzuerleben.

Konzertreisen nach Deutschland, Frankreich, Dänemark und Ungarn waren Highlights in den folgenden Jahren. Viele Freundschaften wurden geschlossen und nicht selten kam es auch zu Gegenbesuchen ausländischer Kapellen in Salzburg.

1970er-Jahre

Zum 50-jährigen Bestandsjubiläum im Jahre 1970 wurde ein großes Fest mit mehr als 20 teilnehmenden Musikkapellen aus dem In- und Ausland gefeiert. Einer der Höhepunkte dabei war ein Gemeinschaftskonzert aller Eisenbahnerkapellen des damaligen Direktionsbereiches Linz, welches auf dem Residenzplatz stattfand.

Als im Jahre 1973 bei den ÖBB neue Dienstuniformen eingeführt wurden, wurde auch dieser Klangkörper damit eingekleidet (Uniform 1973).

Im Herbst 1977 erlitt der langjährige Kapellmeister Leopold Huemer eine Herzattacke und musste 1978 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen. Huemer war 29 Jahre lang erfolgreicher Kapellmeister gewesen. Sein Nachfolger wurde Oskar Gruber.

Genauso wie die Uniformen unterlagen auch die Musikinstrumente einer ständigen großen Belastung, sodass im Jahr 1979 eine Generalüberholung des gesamten Bestandes erforderlich wurde. Finanziell eine große Belastung, die jedoch in gemeinsamer Anstrengung und mit Unterstützung durch die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft der Eisenbahner positiv erledigt und gerade rechtzeitig zum 60-jährigen Bestandsfest abgeschlossen werden konnte.

1980er-Jahre

Zahlreiche Musikkapellen aus dem In- und Ausland nahmen an den Feierlichkeiten des 60-jährigen Vereinsjubiläums teil, zu dessen Anlass eine neue Vereinsfahne eingeweiht wurde. Diese Fahne, die als Symbol Salzburg, die Eisenbahn und die Musik vereint, ist bis zum heutigen Tage in Verwendung.

Von Anbeginn an war für den Klangkörper die Frage eines geeigneten Proberaumes und Archivs schwierig zu lösen. In den ersten Jahren nach der Vereinsgründung und auch noch in den Vorkriegsjahren musste hier noch zeitweilig auf Gasthäuser ausgewichen werden. Später standen mehr oder weniger geeignete Diensträume zur Verfügung. Dank jahrelangen und intensiven Bemühungen unseres damaligen Vereinsobmannes Hanns Bayer und der Unterstützung der Gewerkschaft der Eisenbahner konnte der Musikverein im Jahre 1986 in das noch heute in Verwendung stehende Vereinsheim in der Elisabethstraße 34 einziehen.

1990er-Jahre

Beim großen Salzburger Landesfest, in dessen Rahmen auch ein Wertungsspiel der Musikkapellen durchgeführt wurde, erspielte unser Klangkörper unter der Leitung von Kpm. Oskar Gruber einen 1. Rang mit Auszeichnung.

Die Vereinsleitung, der seit 1991 Peter Grundbichler als Obmann vorstand, war ständig bemüht, für den Klangkörper neue Aufgaben zu erschließen und so auch dem Publikum und vor allem den Mitgliedern etwas Neues zu bieten. Neue Veranstaltungen wurden kreiert.

So wurde nach einer Idee des neuen Kapellmeisters Dr. Rudolf Weikl 1991 das "Konzert in der Werkstätte" mit großem Erfolg in den Werkshallen der Zugförderungsleitungen Salzburg und Linz aufgeführt und sollte an die Arbeiter-Symphoniekonzerte aus der Zeit der Jahrhundertwende erinnern. Mit den Proben für das Neujahrskonzert 1993 übernahm Kapellmeister Prof. Emil Rieder den Taktstock.

Mit im Programm die Uraufführung des Konzertstückes "Die Insel" von Professor Hermann Regner (Solist Ferenc Tornai). Ein Operettenabend im Zwergelgarten des Schlosses Mirabell war der Beginn einer neuen Konzertreihe. Weiters wurde mit einer Konzertreise nach Olten in der Schweiz eine alte Freundschaft wiederbelebt, welche bis in die 1950er-Jahre zurückreicht.

Zum 75-jährigen Vereinsjubiläum wurde erstmals eine CD aufgenommen und das Orchester in historische Dienstuniformen der k.u.k. Staatsbahnen aus 1891 eingekleidet. 34 in- und vier ausländische Musikkapellen waren die Gäste und Gratulanten. Aus privaten Gründen übergab Prof. Emil Rieder nach zweieinhalb erfolgreichen Jahren den Taktstock an Kapellmeister Peter Wesenauer.

Aufgrund einer bei diesem Fest neu geknüpften Verbindung kam es 1996 zu einer Reise in die Bretagne (Nordwestfrankreich)mit Auftritten in Rennes, Dinan und Saint-Malo. Ehrenvoll war für das Orchester auch ein Konzert zum Fest zur Eröffnung der Salzburger Festspiele auf der (Jedermann-Bühne vor dem Dom. Die Teilnahme an der 5. internationalen "Musikkonkurrence für Harmonieorkestre" in Nyborg (Dänemark) brachte dem Klangkörper bei großer internationaler Beteiligung einen 3. Platz ein. Konzerte im Raume Salzkammergut, der Heimat von Peter Wesenauer, ein Musical-Abend im Zwergelgarten des Mirabellgartens, ein Benefizkonzert zugunsten der Aktion "Licht ins Dunkel" sowie ein Gastkonzert in Hollabrunn folgten.

Nach vier Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit löste Peter Wesenauer den Kapellmeistervertrag vorzeitig auf.

2000er-Jahre

In diesem Jahr übernahm Kapellmeister Jan Steffen Bechtold die musikalische Leitung des Orchesters. Bechtold, der auch verschiedentlich als Chorleiter tätig ist, konnte sich durch eine lockere und sehr publikumsnahe Programmgestaltung bereits bei seinem ersten Neujahrskonzert die Herzen der Zuhörer erobern. Seine guten Beziehungen zu Salzburger Chören und zur Kirchenmusik ermöglichten dem EMV zunächst die Teilnahme am Chor- und Orchesterfestival "Cantus MM" in Salzburg und an verschiedenen kirchlichen Auftritten, wie etwa einer Messgestaltung in der Erlöserkirche in Bad Homburg und einem von Erzbischof Georg Eder im Salzburger Dom zelebrierten Hochamt.

In administrativer Hinsicht konnte im Jahr 2002 eine seit Jahren laufende Sanierung des Vereinsheimes zumindest im Außenbereich erfolgreich abgeschlossen werden. Außerdem wurde im gleichen Jahr ein gut erhaltenes Vereinsfahrzeug angeschafft.

Musikalische Höhepunkte waren 2002 ein Gemeinschaftskonzert in der großen Aula der Universität Salzburg mit einer Gastkapelle aus Hamamatsu (Japan), die Aufführung der Cäcilienmesse von Charles Gounod im Salzburger Dom mit über 150 Mitwirkenden sowie die in Linz im Auftrag unseres Sponsors Fa. ROCO Modellspielwaren GmbH musikalisch gestaltete und für "Licht ins Dunkel" gewidmete Roll-out-Feier der hundertsten Lokomotive der Reihe 1116.[1]

Vielfältig sind die Aufgaben, die der Musikverein seit seiner Gründung im Jahr 1920 zu erfüllen hatte. Zahllose Kontakte zu in- und ausländischen Kapellen, die teilweise schon seit mehreren Jahrzehnten und über Generationen andauern, beweisen es. Musik kennt keine Grenzen und Musik verbindet die Menschen.

Die Genugtuung, dass die Salzburger Eisenbahner einen Teil dazu beitragen können, ist der Lohn für alle, die sich in all den Jahren uneigennützig in den Dienst dieser guten Sache gestellt haben.

2010er-Jahre

Mit einem bestens gelungenen Neujahrskonzert startete der EMV Salzburg ins Jubiläumsjahr „90 Jahre EMV Salzburg“. Den über 1&nbps;000 Zuhörern wurde ein eindrucksvolles Konzert dargeboten. Insgesamt muss man betonen, dass der EMV Salzburg in den letzten Jahren musikalisch durch konsequente Probenarbeit des Kapellmeisters zu einem sehr starken Klangkörper herangereift war. Im Rahmen unseres Jubiläums hatte die Kapelle auch eine Einladung des Bürgermeisters der Stadt Salzburg, Dr. Heinz Schaden ins Schloss Mirabell.

Ein Projekt für Groß und Klein war das Musical „Freude“!

Anlässlich des Vereinsjubiläums wollte der Verein wieder einmal über den Tellerrand seiner musikalischen Tätigkeiten hinausschauen und das Märchen-Musical „Freude“ aufführen. Über 150 Mitwirkende von sechs bis 81 Jahren hatten den Besuchern einen hörens- und sehenswerten Abend bereitet. Die Stadthalle Oberndorf war bis auf den letzten Platz ausgefüllt, es mussten sogar Personen wieder weggeschickt werden, da es die Baupolizei nicht mehr zuließ, dass noch mehr Besucher in die Halle durften.

Das Festkonzert „90 Jahre EMV Salzburg“ war ein musikalischer Rückblick der Musikgeschichte und zusammen mit japanischen Gästen, der Stadtkapelle Hamamatsu, ein Ohrenschmaus. Die Freunde aus Japan besuchten bei dieser Reise auch die Bundeshauptstadt Wien sowie auch das Weingut der Fam. Schleinzer in Retz. Der EMS konnte auch die Stadt Salzburg ausführlich präsentieren, auch ein Besuch im Festzelt in Feldkirchen bei Mattighofen stand auf dem Besuchsprogramm, wo die japanischen Musiker bayrisches Brauchtum erleben könnten.

Zum Anlass „150 Jahre Bahn in Salzburg“ (damals Kaiserin-Elisabeth-Westbahn) veranstaltete die ÖBB Produktion (Traktion – Zugförderungsleitung) gemeinsam mit der Personenverkehrs AG einen Tag der offenen Tür in der Lokremise Salzburg-Itzling. Das Orchester spielte die Eröffnungsfeier und danach einen Frühschoppen. Die Vorstandsprecherin der ÖBB, Mag.a[2] Gabriele Lutter, hielt die Festrede und Bürgermeister Dr. Heinz Schaden freute sich, dass nun auch der Hauptbahnhof Salzburg umgebaut wird. Mit musikalischen Klängen ging der Tag zu Ende.

Wie jedes Jahr waren auch in diesem Jahr wieder unsere Weihnachtsbläser unterwegs. Um den Kontakt zwischen Mitglied und Musikverein zu intensivieren wurde im Jahre 1989 vom damaligen Obmann Peter Grundbichler das Weihnachtsblasen eingeführt. Seit 1993 werden die Weihnachtsbläser von einem Hirtenjungen begleitet, der das Friedenslicht aus Bethlehem in der Laterne mit hat.

2011

Das Neujahrskonzert 2011 zählte 1 100 Besucher.

Nach intensiven Probenvorbereitungen war es dem EMV Salzburg gelungen, die Erwartungen des zahlreichen Publikums zum diesjährigen Neujahrskonzert nicht nur zu erfüllen, sondern auch zu übertreffen. Mit dem Programmschwerpunkt Blasmusik und Chor hatte Kpm. Igor Oder eine gute Wahl getroffen. Der Kirchenchor St. Margaret aus München-Sendling unter der Leitung von Karl-Heinz Vater war beim EMV gern gesehen, zumal schon eine mehrjährige Zusammenarbeit zu den verschiedensten Anlässen bestand. Bei diesem Konzert konnte von Hauptsponsoren auch ein neues Instrument (Horn) der Kapelle überreicht werden.

Ein Benefizkonzert im April unter dem Motto „wir singen und musizieren für ein Schulprojekt in Nigeria“ begeisterte über 200 Zuhörer in der Stiftskirche St. Peter. Das Orchester musizierte gekonnt, ohne die Solisten oder den Chor einzuschränken. Mit dabei waren der Salzburger Volkliedchor unter der Leitung von Burgi Vötterl sowie die nigerianische Trommlergruppe „Agidigbo“.

Am Sonntag, 22. Mai 2011, zu einer ganz und gar unchristlichen Zeit (06:00 Uhr früh), fanden sich die Musiker des EMV ein, um zu einer christlichen Ausrückung aufzubrechen. Nachdem der EMV nach Angaben einer bayrischen Zeitung schon deutsche Hilfe beim Neujahrskonzert benötigt, drehte der EMV den Spieß um, denn der Kirchenchor St. Margareth benötigte die österreichische musikalische Unterstützung bei der Eröffnung des Pfarrzentrums in München-Sendling. Dort wurde die „Missa Brevis“ gespielt. Der Höhepunkt war sicher die im Auftrag von Karl-Heinz Vater zur Gabenvorbereitung gespielte Westernmusik „Moments for Morricone“. So mancher Messebesucher kam aus dem Staunen nicht heraus. Danach ging es vor der Kirche mit einem fröhlichen Pfarrfest weiter .

Bei der Veranstaltung 125 Jahre Salzburger Lokalbahn mit ORF Frühschoppen (Live) spielte der EMV im Oktober 2011 im Lokschuppen der SAG in Itzling. Das gerade der Eisenbahner-Musikverein Salzburg zur musikalischen Gestaltung angesprochen wurde, hatte wohl darin seine Ursache, dass die Qualität stimmt und dass die Lokalbahner schon 1920 zu den Gründungsmitgliedern des EMV gehörten.

In diesem Jahr war der EMV auch noch bei seine bayrischen Musikfreunden in Ainring. Dort feierte man „125 Jahre Musikkapelle Ainring“ und der neue Stabführer Sebastian Lankes hatte sein Debüt.

2012

Zur Jahreshauptversammlung des Eisenbahner-Musikvereines Salzburg am 23. Jänner 2012 wurde der Obmannwechsel durchgeführt. Obmann Peter Grundbichler übergab seinen Stellvertreter Carl Pfliegler das Amt des Vereinsobmannes. Carl Pfliegler ist bereits sechs Jahre im Verein als Musiker (Baritonsaxofonist) tätig und nun neuer Vereinsobmann. Er war zuletzt als Stellvertreter aktiv und kannte bereits den Jahresablauf und die besonderen Veranstaltungen des Vereines. Die jahrzehntelange Schriftführerin Irmgard Huber, sie fuhr extra aus St. Valentin (.) zu den Sitzungen, bat um Entlassung. Als neuer Schriftführer konnte ÖBB-Kollege Thomas Rosenauer gewonnen werden. Die Mitglieder freuten sich, dass sich wieder ein Eisenbahner bereit erklärt hatte, im Verein mitzuwirken, damit der Name und Stellenwert des EMV im Kulturleben der Stadt Salzburg und den Österreichischen Bundesbahnen erhalten bleibt. „Ich bin froh, die neue Herausforderung mit einem erfahrenen und engagierten Team in Angriff nehmen zu können”, betonte Carl Pfliegler.

EMV „Nachwuchs“: Wie Besuchern vielleicht schon beim Neujahrskonzert aufgefallen war, hatte der Verein seit einiger Zeit sehr viele junge Musiker, die bereits bestens in das Orchester integriert sind. Es waren dies

  • Degenhard-Lukas Reichberger (Trompete)
  • Oliver Dragovic (Trompete)
  • Felix Ursin (Trompete)
  • Valentin Vötterl (Schlagwerk)
  • Johanna Reichenfelser (Flöte)
  • Hannah Oder (Horn)

„Drent & Herent“ hieß es am Freitag, dem 30. März 2012 um 20 Uhr im Kur- und Kongresshaus in Berchtesgaden. Es gab ein Gemeinschaftskonzert mit dem Eisenbahner-Musikverein Salzburg und der Marktkapelle Berchtesgaden. Die Salzburger Musiker, Stabführer und beliebter Moderator Sebastian Lankes führte gekonnt durch ein abwechslungsreiches Programm. Eng jedoch war es auf der Bühne, nahmen doch an die 80 Musiker beider Kapellen gemeinsam auf der Bühne Platz. Die Kapellmeister Igor Oder und Erhard Moldan schwangen abwechselnd den Taktstock. Der Abend wurde mit zwei gemeinsamen Stücken musikalisch beendet.

Kein Aprilscherz war das Benefizkonzert des Eisenbahner-Musikvereins Salzburg, am Palmsonntag, in der Stiftskirche St. Peter in der Stadt Salzburg. Wie im letzten Jahr war das Konzert eine Gemeinschaftsproduktion des Eisenbahner-Musikvereins Salzburg und des Salzburger Volksliedchores. Als Besonderheit des Konzertes lässt sich nicht nur anführen, dass das Konzert am 1. April 2012 stattfand, sondern auch, dass nur ein Stück aufgeführt wurde: Die Passion nach Matthäus von Werner Brüggemann. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Stiftskirche und so kam auch ein nicht kleiner Spenden-Betrag von € 1.426,- zusammen. Die Spenden gingen an den „Waisen- und Unterstützungsverein des ÖBB-Konzerns“. Dies zeigte die nach wie vor vorhandenen Bande zwischen der ÖBB und dem Eisenbahner-Musikverein Salzburg.

Weiterbildung wird auch beim EMV groß geschrieben und so machten sich acht fortbildungshungrige Holzbläser (Carl, Astrid, Michi, Conny, Magdalena, Elisabeth, Johanna und Gerti) am letzten Märzwochenende auf nach Saalfelden am Steinernen Meer zum Holzbläserseminar. Dort wurden die Spieler in Instrumentengruppen (Saxophon, Klarinette, Oboe, Querflöte) aufgeteilt und konnten mit den Gruppenlehrern verschiedene Literatur ausprobieren.

Auch beim „Festival der Blasmusik“ am Residenzplatz waren die Zuhörer von der Blasmusik begeistert. Diese Aufführungen waren sicher auch eine zusätzliche Motivation und ein kleiner Auftrieb für die Kapelle.

Das Gemeinschaftskonzert in Ainring war sehr gut besucht. Die Gastkapelle Ainring stand unter dem 1. Vorsitzenden, Reinhard Dusch.

Nach den Mirabellgarten-Konzerten im Mai, Juni und Juli stand die Konzertreise nach Markgröningen im baden-württembergischen Landkreis Ludwigsburg vom 17. bis 19. August auf dem Programm. Es waren wohl die heißesten Tage in diesem Jahr. Der EMV begeisterte bei der Abendunterhaltung mit schmissiger und traditioneller Blasmusik und hatten das Publikum nach wenigen Stücken auf seiner Seite. Aber auch die Hitze forderte Opfer. Beim Festzug konnten einige Musiker aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmarschieren. Vorbildlich war die Organisation der Stadtkapelle Markgröningen: sehr gute Unterkunft, fantastische Verpflegung, Stadtführung und sogar Zwangspausen (Wasserausschank!) beim Festzug. Diese Reise wird dem Verein wohl in bester Erinnerung bleiben.

Seit langer Zeit gab es wieder einmal einen Vereinsausflug. Heuer ging es nach Unterretzbach, Gemeinde Retzbach in Niederösterreich, zum Kürbisfest 2012 und zur Familie Schleinzer, dem Weinlieferanten des EMV. Diesmal wollte der Wettergott leider nicht mitspielen. Wind, Regen und Schnee hatten die Ausflügler durch die Weinfelder Niederösterreichs begleitet. Besucht wurde auch die mährische Stadt Znaim, in der der EMV übernachtete. Die Ausflugsteilnehmer ließen sich aber nicht unterkriegen und so kam es am Sonntag dann auch noch zu einem Standkonzert in Unterretzbach, wo die Musiker von der Familie Schleinzer bestens umsorgt wurden. Die Weingläser wurden immer wieder fleißig nachgefüllt und der Hunger konnte gar nicht groß genug sein, um alles zu verzehren, was da angeboten wurde. Hier galt ein großes Dankeschön an die Familie Schleinzer und vor allem an unsere Susi.

2013

In der Woche vom 18. bis 24. Februar 2013 fand der Landeswettbewerb Prima La Musica in der Stadt Salzburg statt. Bei diesem Wettbewerb treten Musikschüler in verschiedenen Altersgruppen in einer Instrumentengruppe an. Hierbei sind je nach Altersgruppe mindestens zwei oder drei Originalwerke aus verschiedenen Stilepochen, jedenfalls ein Werk aus der Musik des 20. Jahrhunderts gefordert. Die Besten ihrer Gruppe haben dann die Ehre das Bundesland Salzburg beim Bundesmusikwettbewerb zu vertreten. Auch vom EMV-Salzburg stellten sich fünf Musiker der Jury. Das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen. Der EMV wurde von drei Musikern beim Bundeswettbewerb vertreten sein.

Am 29. und 30. Juni war der EMV zum Jubiläum 85 Jahre Trachtenkapelle Mallnitz eingeladen. Wir fuhren mit dem Bus nach Böckstein und weiter durch die Tauernschleuse nach Mallnitz. Beim Festakt am Dorfplatz waren neun Musikkapellen angetreten. Nach den Ansprachen dirigierte der Salzburger Kapellmeister Igor Oder den Schladminger WM Marsch zum Gesamtspiel. Anschließend ging es in den Tauernsaal zur Abendunterhaltung. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Salzburger unermüdlich bis weit nach Mitternacht. Ein großes Lob bekamen die Salzburger vom Landeskapellmeister Prof. Christoph Vierbauch, der zum Deutschmeister Regimentsmarsch den Taktstab schwang.

Am Sonntag war um 09:00 Uhr Treffpunkt in der Christkönigskirche. Um 10:00 Uhr begann die Gedenkmesse für alle Vereinsmitglieder der TK Mallnitz mit Pfarrer Charles-Lwanga Mubiru. Auch hier konnten begeisterten die Salzburger alle wieder mit Kirchenmusik. Der Höhepunkt war die Gesangseinlage von Sebastian Lankes, der gekonnt das „Hallelujah“ von Leonhard Cohen vortrug.

Auf Initiative der Pressereferentin, Klarinettistin und Ersatzmarketenderin Astrid Karnutsch-Zeitelhofer, wurde der EMVzum 70. Villacher Kirchtag eingeladen. Der Villacher Kirchtag beginnt schon am Sonntag davor mit der Brauchtumswoche. Am Dienstag wird am Rathausplatz die Kirchtagssuppe der Villacher Gastwirte prämiert und ab Mittwoch beginnt das fröhliche Treiben in der Altstadt mit kulinarischen Köstlichkeiten an den Ständen am Hauptplatz und in den Seitengässchen. Der westliche Altstadtteil ist mit Fahrgeschäften und Tingeltangel voll. Unter der Leitung von Kapellmeister-Stellvertreterin Conny Reichholf und unter glühender Hitze wurden dem Publikum auf der großen Bühne auf dem Rathausplatz von 12:30 bis 14:00 Uhr „Kirchtagsklänge“ präsentiert. Um 17 Uhr startete der Trachtenumzug. Über 3 500 Trachtenträger in Brauchtumsgruppen und Musikkapellen aus allen Tälern Kärntens, aus Österreich und Europa nahmen am Festzug durch die Innenstadt teil. Zwei Kilometer Marsch in voller Ausrüstung brachten wohl viele der Teilnehmer an ihre Grenzen. Schweißgebadet und völlig erschöpft kamen sie nach eineinhalb Stunden Anstrengung wieder zum Rathausplatz.

Rupertikirtag ohne Eisenbahnermusi – das wär nicht schön! Daher hieß es: Rein in die Uniform und auf zum Rupertikirtag. Der EMV Salzburg spielte am 21. September 2013 am Nachmittag im Zelt. Die Stimmung war super, das Zelt voll, die Gläser auch.

Am 8. Oktober 2013 wurde das alljährliche Erntedankfest im Salzburger Dom bei herrlichem Wetter gefeiert. Für die musikalische Umrahmung war der EMV Salzburg verantwortlich. Viele Brauchtumsvereine von Stadt und Land Salzburg waren bei dieser Veranstaltung vertreten. Der EMV geleitete die Vereine zum Dom, wo die feierliche Messe stattfand, die vom EMV Salzburg musikalisch umrahmt wurde.

Ein schöner Abschluss in diesem Jahr war die Gedenkmesse in der Stadtpfarrkirche Salzburg-Gnigl.

2014

Wie zu jedem Jahresbeginn lud auch dieses Jahr wieder der EMV Salzburg um 16 Uhr ins Salzburg Congress zum mittlerweile schon 58. Neujahrskonzert ein. Das Neujahr wurde mit der tongewaltigen „Fanfare Festive“ von Michael Geisler musikalisch eröffnet.

Ende Jänner 2014 starb der Bassisten Alois Gratzer völlig überraschend und hinterließ eine große musikalische Lücke. Es war stets ein zuverlässiger und ehrgeiziger Musikkamerad.

Mir zwei Kirchenkonzerten (Stadtpfarrkirche St. Andrä und in der Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau in Großgmain) ging es weiter in diesem Jahr. Es war dies wieder einmal eine Kooperation mit dem Salzburger Volksliedchor.

Bei der 100-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Itzling spielte der EMV den Umzug und danach gab es einen Nachmittagsschoppen im Zelt, beim dem der EMV eine einmalige Stimmung mit seiner Musik verbreitete.

Im Juni, Juli, August spielte der EMV wieder einige Mirabellgarten-Konzerte, wobei das Publikum von der Musik sehr angetan war.

EMV-Obmann und Wirt Ernst Bründler begann nun die Gaststube im Vereinshaus zu renovieren. Erneuert wurden die Tische und Stühle und vor allen die Theke. Auch die Wände bekamen einen neuen hellen Anstrich, die Küchenzeile wurde neu adaptiert, sodass der ganze Raum nun freundlicher und heller wurde. Die neue Theke wurde von Bassspieler Josef Dresch neu gemacht und dazu musste er sein ganzes Werkzeug aus Erl (Tirol) mitbringen.

Am 16. Oktober 2014 um 17:30 Uhr begannen Aufnahmen im ORF Landesstudio Salzburg in Nonntal. Der EMV hatte sich vorgenommen drei Stücke aufzunehmen, um dem Radiohörern auch einmal mit aktuellen Aufnahmen einen Hörgenuss zu ermöglichen. Nach ca. einer Stunde hieß es dann vom Aufnahmeleiter Martin Fuchsberger: „Bahn frei – Take 1, Band läuft“. Hochkonzentriert spielte die Musikere mehrere Male die Polka und hofften, dass viel Brauchbares dabei sei. Das Stück „Freeliner“ konnte in nicht eimmal einer halben Stunde aufnehmen werden. „Take 49, Band läuft!“ Nach dem Schlussakkord noch einmal hohe Konzentration um ja keinen Mucks von sich zu geben … ausatmen … „OK danke, wir sind fertig!“ Martin und die beiden ORF-Techniker kamen dann freudestrahlend ins Tonstudio und bedankten sich für die tolle Disziplin. Drei Stücke in dieser kurzen Zeit mit so wenigen Takes schaffen nicht sehr viele Kapellen und darauf durften die Musiker des EMV stolz sein! Sie waren dann schon gespannt, wann es bei der Blasmusikzeit im Radio Salzburg heißt: „Nun hören wir den EMV-Salzburg mit ‚Bahn frei‘, ‚General Cederschöld Marsch‘ oder ‚Freeliner‘.

2015

Kapellmeister Igor Oder verstorben – seit dem 2. März 2015 war die Welt ein Stück leerer. Dieser Montag hatte die Welt des Orchesters massivst erschüttert. Es trauerte um ihren langjährigen Kapellmeister Igor Oder, der plötzlich und völlig unerwartet verstorben war. Sein Tod ist ein Verlust, der nicht nur im musikalischen Sinne eine sehr große Lücke hinterlässt.

Im September 2004 hatte Igor die musikalische Leitung des Orchesters übernommen und er hatte es in diesen gut zehn Jahren mit seiner Arbeit als Kapellmeister geschafft, das Orchester auf ein Niveau zu heben, das es selbst nicht für möglich gehalten haben. Jeder einzelne von ihnen hatte sehr viel von Igor gelernt, nicht nur im musikalischen Sinne. Er hatte immer auch sehr großen Wert darauf gelegt, dass das gegenseitige Verständnis und die Kameradschaft im Orchester sich so entwickeln, wie es ihm aufgrund seiner außerordentlich engagierten Art und Weise in der Tätigkeit als Kapellmeister im musikalischen Bereich gelungen war. Er war ein begnadeter Pädagoge für uns alle und er hatte es geschafft, über alle im Orchester vertretenen Altersstufen hinweg Zusammenarbeit und Zusammenhalt zu fördern. Es ist nicht nur die musikalische Qualität eines Orchesters der Ansporn für Musiker in einem Orchester zu spielen, es sind auch der Zusammenhalt und die Kameradschaft unter den Musikern ausschlaggebend dafür, dass sich alle in diesem Orchester wohl fühlen. Igor hatte das in beispielhafter Weise gefördert. Musiker, die seit Jahrzehnten schon in verschiedenen Orchestern tätig waren, sagen, dass sie nie unter einembesseren Kapellmeister gespielt hatten.

In der Vereins- und Orchesterleitung hätten sich die Mitglieder keine bessere Kooperation vorstellen können. In einem Verein wie dem EMV, in dem viele Menschen an der Erreichung eines gemeinsamen Ziels arbeiten, kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit nur dann geschehen, wenn nicht jeder jedes Wort eines anderen auf die Goldwaage legt. Igor hatte das sehr gut verstanden. Danke Igor, wir werden Dich vermissen!

Seit vielen Jahren hat die Raiffeisenbank Salzburg-Itzling unter ihrem Geschäftsstellenleiter Wolfgang Car als einer der Sponsoren das Blasorchester des EMV Salzburg unterstützt. Auch im heurigen Jahr konnte dieser Sponsorenvertrag um zwei Jahre verlängert werden. Der EMV Salzburg bedankte sich für die freundliche Aufnahme in der Geschäftsstelle in Itzling, wo im Mai 2015 die Vertragsunterzeichnung im Beisein von Herrn Car vom Raiffeisenverband Salzburg sowie Obmann Carl Pfliegler und Musikerobmann Ernst Bründler vom EMV erfolgte.

Hier möchte der EMV nun Martin Fuchsberger vorstellen, der sich zur Begeisterung aller bereit erklärt hatte, die musikalische Leitung des Orchesters zumindest solange zu übernehmen, bis ein passenden Kapellmeister gefunden wurde. Kennengelernt hatte Martin Fuchsberger das Orchester anlässlich der Aufnahmen im ORF-Landesstudio Salzburg im Oktober letzten Jahres, die auch dank seiner Aufnahmeleitung sehr gut gelungen waren. Auch Martins Verhältnis zum verstorbenen Kapellmeister Igor war von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Mit der Übernahme der musikalischen Leitung des Orchesters durch Martin Fuchsberger konnte die musikalische Entwicklung im Sinne Igors weitergeführen werden. Martin Fuchsberger, Jahrgang 1980, studierte nach der Matura am Musischen Gymnasium Salzburg Horn, Gesang, Kirchenmusik und Orchesterleitung am Mozarteum in Salzburg, an der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst, sowie an der Privatuniversität Konservatorium Wien. Er war Chorleiter und Dirigent unter anderem am Schauspielhaus Wien, bei der Johann Strauß Operette Wien, bei den Herbsttagen Blindenmarkt und am Musiktheater Schönbrunn. Von 2005 bis 2007 leitete er Rundfunkaufnahmen mit dem RSO Bratislava, 2006 bis 2010 war Martin künstlerischer Leiter der Chor- und Orchesterwoche Bayrischer Wald.

Im Juni machte der EMV einen Ausflug nach Bischweier im deutschen Baden-Württemberg. Eine achtstündige Busfahrt führte die Musiker in die Gemeinde am Rande des Schwarzwaldes, wo sie unter dem Dirigat unserer Kapellmeister-Stellvertreterin Conny den dortigen Saal bei unserem Auftritt zum Kochen brachten.

In Bad Vigaun feierte Ende Juni die dortige Trachtenmusikkapelle ihr 175jähriges Jubiläumsfest und der EMV spielte nach dem Festumzug im riesigen Zelt den Frühschoppen.

Bartlmä-Fest in Piesendorf – ein Frühschoppenkonzert mitten in der Sommerpause. Muss das sein? Und dann noch an einem Sonntag bis Piesendorf im hintersten Pinzgau fahren? Diese Fragen stellten sich einige der Aktiven als sie Vizekapellmeisterin Conny zusammen mit Vereinsobmann Ernst Bründler vor der Sommerpause darum baten, in möglichst starker Besetzung am 23. August dort im Rahmen des Bartlmä-Festes aufzutreten. Und die Reaktionen danach waren durchwegs gleich: Ein einmaliges Konzert, ein „super“ Auftritt, ein besonderes Event und Conny, aufgewachsen in Piesendorf, dirigierte hervorragend. Sie kehrte mit dem Blasorchester des Eisenbahner-Musikvereins somit musikalisch in ihre Heimat zurück.

2016

Bereits seit 60 Jahren veranstaltet der Eisenbahner-Musikverein Salzburg jeweils am 1. Jänner ein Neujahrskonzert. Die Aufführung, eine der ältesten dieser Art in der Stadt Salzburg, hatte sich im Laufe der Jahre zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt und musste bereits vor mehreren Jahren aus Platzgründen in das Kongresshaus Salzburg verlegt werden. Für den Klangkörper ist das Konzert eine der wichtigsten Auftritte im Jahresprogramm und somit alle Jahre wieder eine große Herausforderung, diese lange Tradition auf hohem musikalischem Niveau fortzusetzen.

Das Neujahrskonzert 2016 unter der Leitung von Martin Fuchsberger stand natürlich im Zeichen dieses 60-jährigen Jubiläums. Nachdem zu den Klängen der Fanfare „Seekirchner Festklang“ von Martin Fuchsberger die Fahnenabordnung des EMV feierlich in den Saal einmarschiert war, begrüßte Obmann Carl Pfliegler die Ehrengäste, das Publikum und die Sprecherin Gabi Lankes, die auch dieses Jahr wieder in gekonnter Weise durch das Programm führte. Das diesjährige Konzert war auch dem verstorbenen Kapellmeister Igor Oder gewidmet. Besonders die beiden Stücke „Amal da Wind sein“ von Günther Mittergradnegger und der dritte Satz aus der Tanzsuite „Rikudim“ von Jan van der Roost wurden in Memoriam Igor Oder gespielt. Am Ende war es einmal mehr klar – das Neujahrskonzert des EMV Salzburg war und ist eine Erfolgsgeschichte.

Kirchenkonzert in Waging am Palmsonntag

Die Idee wurde beim Sommerausflug nach Waging am See im vergangenen Jahr geboren, als Obmann Ernst Bründler in der wunderschönen Pfarrkirche St. Martin in die Hände klatschte und sofort feststellte: „Hier sollten wir einmal ein Kirchenkonzert spielen!“ Am Palmsonntag um 18:00 Uhr wurde der Gedanke in die Tat umgesetzt und das großes Blasorchester spielte in voller Besetzung in der gut besuchten Kirche ein einmalig schönes Konzert, das die Zuhörer mit Standing Ovations minutenlang belohnten. Dabei hatte der Auftritt eine ganz besondere Note: Zum einen war es das erste Gastspiel des Orchesters in der „Perle des Rupertiwinkels“ (wie sich die Marktgemeinde Waging bezeichnet, die bis vor 200 Jahren noch zum Fürsterzbistum Salzburg gehörte), und zum anderen beendete unser „Noch-Dirigent“ Martin Fuchsberger mit Studierenden seines Master-Lehrgangs „Blasorchesterleitung“ seinen Workshop in Kooperation mit der Universität Mozarteum. Unter seiner Gesamtleitung dirigierten und spielten abwechselnd auch im Orchester: Markus Daxer aus Tirol, Manuel Epli aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg, EMV-Flötistin Melinda Hole aus Sydney in Australien, Edoardo Pirozzi aus Italien, Andreas Rauscher aus Niederösterreich und Florian Wageneder aus Oberösterreich. Am Vortag des Konzertes wurde die Feinabstimmung in den Dirigaten der einzelnen Stücke vorgenommen, sodass es für beide Seiten ein interessantes Experiment war, das man als sehr geglückt bezeichnen kann.

Einigkeit herrschte bei den Meinungen der Zuhörer und auch der 3. Bürgermeisterin von Waging: „Dieses Konzert war ein ganz besonderes Erlebnis und der EMV Salzburg muss wieder in Waging auftreten“.

Der neuer Kapellmeister: Andrzej Kucharski. Die Zeit des Überganges beim großen Blasorchester war beendet: seit 1. April hieß der neue Kapellmeister Andrzej Kucharski. Er wurde von vier Anwärtern von den Musikern einstimmig zum Kapellmeister gewählt.

Kein „Sommerloch“ beim EMV Sommer und Pause? Nicht für die Musikanten des Blasorchesters in den drei Sommermonaten. Einer der wärmsten Sommerabende und ein heißer Sommersonntag brachten die Musiker beim Leuchtbrunnenkonzert Ende Juli und beim Promenadenkonzert zu Beginn des Monats August ordentlich ins Schwitzen. Kapellmeister Andrzej Kucharski hatte für beide Auftritte aus der musikalischen Literatur ausgewählt und traf damit genau den Geschmack der unüberschaubar vielen Zuhörer im Mirabellgarten. Auch zwischen beiden Konzerten war „Pause“ ein Fremdwort: Am 22. Juli war zur Eröffnung der diesjährigen Salzburger Festspiele ein Sternmarsch auf den Residenzplatz angesetzt und die Musikanten zogen mit klingendem Spiel zusammen mit drei weiteren Musikkapellen unter dem Beifall von tausenden Zuschauern ein. Anschließend erfüllte der gemeinsame Auftritt mit Festhymne und verschiedenen Märschen das weite Rund.

Am am Sonntag, 24. Juli, machte sich eine große Gruppe in den blauen Shirts des EMV auf den Weg ins tirolerische Passionsdorf Erl, wo der vom EMS hochgeschätzte Tubist Sepp Dresch am Erlerberg ein sogenannte „Joggas Fest“ veranstaltete. Ein Fest für den heiligen Jakob auf 1 200 Höhenmetern? Die Fragen und Zweifel im Vorfeld beantwortete Sepp mit seinem verschmitzten Lächeln und ließ die Musiker beim Eintreffen auf seinem „Festgelände“ nur staunen.

Am 11. September beteiligte sie der EMV mit 44 Orchestermitglieder beim Treffen der Blasmusikkapellen der Eisenbahner-Musikvereine aus ganz Österreich in Wels in Oberösterreich. Zwölf EMV-Kapellen formierten sich in praller Sonne zur gemeinsamen musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes am Vormittag auf dem Welser Stadtplatz, um anschließend durch die Stadt zum Gelände der Welser Messe zu marschieren.

2017

Mit dem Neujahrskonzert sowie zwei Kirchenkonzerte begann das Jahr 2017.

Das große Blasorchester des Eisenbahner-Musikvereins Salzburg bot unter fachmännischer Leitung von Martin Fuchsberger in der Laufener Stiftskirche wieder eine breite Palette bläserischen Könnens. Mit der Wiederholung des Programms aus der Stadtpfarrkirche Laufen kam es zum ersten Auftritt des großen Blasorchesters in der Kirche St. Vitalis. Der moderne, zweckmäßige Kirchenbau überraschte mit seiner klaren Akustik, was Tubaspieler Kurt Krenn zu einer erstaunlichen Aussage führte: „Heute haben wir sogar einmal die Klarinettisten gehört!“ Ob das nun an der erhöhten Sitzordnung im tiefen Blech oder der besonderen Spielstärke der Holzbläser lag, kann im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden.

Im Juli wurde der EMV zur Festspieleröffnung am Residenzplatz eingeladen. Als einzige Musikkapelle aus der Stadt Salzburg, die vor 3 000 Zuhörern auf den Residenzplatz, gab sie ihr Bestes.

Das nächste Highlight war das Konzert im Schloss Ort in Gmunden. Leider hatte die Veranstaltung dann Wetterpech und musste in den Schlosssaal ausweichen – klein aber fein.

Ein weiterer Ausflug führte den EMS zum Kürbisfest nach Niederösterreich. Geschlafen wurde in Znaim an der tschechischen Grenze und aufgespielt wurde in Unterretzbach bei Regen, Wind und Kälte. Da konnte nur der warme Punsch helfen. Auf der Heimreise fuhren die Musiker noch mit der MS Austria von Krems nach Melk auf der Donau. Es war wieder ein gelungener Saisonabschluss für alle.

2018

Mit einem Kurzkommentar eines Zuhörers beim Neujahrskonzert beginnt die Chronik für das Jahr 2018:

Als langjähriger Besucher des Neujahrskonzertes des EMV Salzburg ist man schlichtweg von der Qualität des Dargebotenen verwöhnt. Übers Jahr hin, wenn man sich beim Promenade- oder Leuchtbrunnenkonzert erinnert, fragt man sich unwillkürlich: „Ist eine Steigerung möglich? Wird es noch schöner, schwieriger, besser, ausgefeilter?“ Die Spannung steigt mit der Zeit und am 1. 1. um 16.00 Uhr wird es Gewissheit. Die Erwartung wird wieder übertroffen! Kapellmeister Andrzej Kucharski legte ein Programm auf, das alle fordert, aber das Orchester als Gesamtes nicht überfordert. Jedes einzelne Stück war für den Zuhörer ein Genuss und für das Orchester eine Herausforderung. Das „Concerto for Clarinet“ von Artie Shaw, gespielt von Andrzej, war eines Solisten würdig und die Vizekapellmeisterin bändigte das Orchester bravourös. Herzliche Gratulation hierzu an den Solisten. Dass ein Kapellmeister seine liebe Not mit dem Orchester haben kann und auch die Musiker vielleicht schier verzweifeln, fand am Ende des Konzertes eine sehr amüsante Darstellung im Stück „Il Presidente“ von Thomas Doss. Beim Radetzkymarsch spürte man dann die Erleichterung und Freude, dass alles gut gegangen war und das Publikum dankte mit tosendem Applaus. So nebenbei sei auch erwähnt, dass erstmals über eintausend Zuhörer im Konzertsaal waren und die können sich nicht alle irren. Herzliche Gratulation und ein kräftiges Glückauf dem EMV Salzburg.

Das Sommerfest war wieder ein großer Erfolg. Bei diesem Fest konnte dem langjährigen Obmann Peter Grundbichler die Urkunde zum „Ehrenobmann des Eisenbahner-Musikvereins überreicht werden. Diese Ehrung kann nur als Würdigung von Peters Verdiensten im EMV verstanden werden und keiner hat sich diese mehr verdient als er.

  • Adventure Golf-Turnier in Waging. Bereits zum vierten Mal organisierteMundi (Manfred Mundel) den EMV-Golf-Cup während der probenfreien Sommerpause auf der Adventure Golfanlage in Waging. Diesmal folgte ein Dutzend Mitglieder seiner Einladung, erfrischte sich vor dem Wettkampf mit italienischem Eis und stärkte sich danach mit Pizza und Pasta.
  • Frühschoppen beim FISAIC-Festival in Wels.

Mit guter Frühschoppenlaune folgte eine starke Truppe des Orchesters per Bus der Einladung zum FISAIC-Festival (= Internationaler Kultur- und Freizeitverband der Eisenbahner) am 9. September auf das Messegelände nach Wels. Im dortigen Feststadl eröffnete sie den festlichen Vormittag mit flotter Stimmungs- und Unterhaltungsmusik. Ein gelungener Frühschoppen-Auftritt und ein paar Musiker nutzten auch die Gelegenheit, durch das Volksfest zu flanieren. Großer Dank auch an den mitgereisten Fanclub, der den EMS immer eisern begleitet.

  • Das Konduktmusik im Landestheater Salzburg auf der Bühne. Das Stück „Hamlet“ braucht eine Begräbnismusik, da es mit dem Tod von König Hamlet beginnt. Dazu wurde die Konduktmusik des EMS eingeladen und es kam zu 16 Aufführungen auf der Bühne. Ein toller Erfolg wiederum für den Eisenbahner-Musikverein.
  • Wieder einmal zu einer Konzertwertung.

Erstmals beteiligte sich das Blasorchester der Kategorie „Musik in der Kirche“ an der vom Blasmusikverband Salzburg ausgeschriebenen. Nach wochenlangen intensiven Proben stellten sich die Teilnehmer in der Werfener Pfarrkirche mit den Pflichtstück „Praise to the Lord“ und dem Selbstwahlstück „A Choral for a Solemn Occasion“ in der Stufe C der gestrengen Jury.

2019

Wie es schon liebgewordene Tradition geworden war, fand im Salzburg Congress das Neujahrskonzert des Eisenbahner-Musikverein Salzburg unter der Leitung von Kapellmeister Andrzej Kucharski statt. Die Auswahl der dargebotenen Stücke war sehr gut getroffen: schwungvoll und mitreißend. Souverän wie immer führte Gabriele Lankes durch das Programm.

Im ersten Teil des Konzertes wurden die Zuhörer von einem belgischen Komponisten mit auf die musikalische Reise genommen. Die Stücke von Jacques Offenbach (Die beiden Savojarden), Franz Lehár (Gold und Silber) und Johann Strauß(Tritsch-Tratsch-Polka) wurden von über 60 Musikern durch ihre Instrumente zu einem wahren Musikgenuss. Ein Highlight war das Zusammenspiel des Orchesters mit der GrödigerRampant Lion Pipe Band“, die in original schottischer Tracht auftrat. Beim Stück „Highland Cathedral“ brachten sie ihre Dudelsäcke zum Glühen.

Nach der Pause ging die Reise nach Arizona und Oregon (in Ton und Bild), dann in eine Welt der Fantasie (The Lord of the Rings) und endete schließlich in Kuba (Danzas Cubanas). Auch der traditionelle Rauchfangkehrer (Monika Schöne) überbrachte Glückwünsche an alle Anwesenden. Nach „Standing Ovations“ und nicht enden wollendem Applaus gab es noch eine mitreißende Zugabe mit der Pipe Band (Amazing Graze) und natürlich den obligatorischen Radetzky-Marsch.

Ein unglaublich tolles Konzert und eine herausragende Leistung des Kapellmeisters mit seinem Blasorchester.

Wie es bereits Tradition ist, spielt der EMV um die Osterzeit zwei Kirchenkonzerte mit verschiedenen Dirigenten. Die Idee stammte von Prof. Martin Fuchsberger, MA, der das Projekt 2016 ins Leben gerufen hat. Die Musiker konnten sich damals nicht wirklich viel darunter vorstellen, außer dass sie mehrere Dirigenten haben werden. Diese waren Studierende der Masterklasse für Blasorchesterleitung. Die Studenten probten aber nicht nur mit den Musikern des EMS, sondern hatten vorher schon die Aufgabe, die Stücke, welche es oft noch nicht für große Blasorchester gesetzt gab, zu arrangieren. Es gibt jedes Jahr neue Highlights mit Solisten (Gesang und Instrumental), sodass es für die Musiker jedes Mal eine Herausforderung ist, diese zu begleiten.

Im vergangenen Vereinsjahr war die Musikerfamilie wieder ein Stück gewachsen. Der EMV konnte acht neue Musiker begrüßen:

  • Andres Daschl, Horn
  • Manfred Poringer, Tuba
  • Elisabeth Reichberger, Trompete
  • Alexander Reichberger, Trompete
  • Serena Zhong, Trompete
  • Elisabeth Gabath, Querflöte
  • Annika Schubert, Querflöte
  • Valentin Nagl, Trompete

Also ist dem Verein um den Nachwuchs nicht bange.

  • Erfolgreiches Brüderpaar bei „prima la musica“.

„prima la musica“ ist der größte österreichische Jugendmusikwettbewerb und richtet sich an Kinder und Jugendliche, die Freude am Musizieren und am musikalischen Wettbewerb haben und etwas Besonderes in der Musik leisten wollen. Zwei junge Trompeter aus den Reihen des EMV, das Brüderpaar Alexander Tamrino (12 Jahre) und Degenhart „Degi“ Lukas (19 Jahre) Reichberger, hatten sich beim Landeswettbewerb 2019 der Herausforderung gestellt und waren höchst erfolgreich: Alexander erspielte sich in der Gruppe AGII einen 1. Platz mit der Weiterleitung zum Bundeswettbewerb, Degi erhielt in der Gruppe AGIVplus die Auszeichung „Gold“, wurde Landesmeister mit der höchsten Punktzahl (19,50) und erreichte selbstverständlich die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb.

  • Der neue „Musi-Bus“ ist da!

Viele Jahre war der VW-Bus, Baujahr 1995, der 2004 dank der Unterstützung des verstorbenen Walter Androschin von der Eisenbahner-Gewerkschaft günstig übernommen werden konnte, ein treuer Begleiter. Sei es für die Ausrückungen der Kondukt-Musik, zum Ausfahren der Plakate, für Ausflüge und Veranstaltungen aber natürlich vor allem zum Transport des Schlagwerks zu den Konzerten. Leider wurde es mit dem „Pickerl“ immer schwieriger und ob der Bus anspringt war auch immer ungewiss. Beim letzten Gedenkgottesdienst im November 2018 hat es den EMV kalt erwischt. Vollbeladen mit dem gesamten Schlagwerk hatte der Bus die Musiker im Stich gelassen. Er wollte einfach nicht mehr anspringen. Jetzt war guter Rat teuer. Sollte der Gedenkgottesdienst ohne Pauken, Glockenspiel und Röhrenglocken stattfinden? Zum Glück konnte Kapellmeister Andrzej kurzfristig einen riesengroßen Lieferwagen organisieren. Darin konnte nun alles auf einmal verladen und der Gedenkgottesdienst wie geplant musikalisch umrahmt werden.

Jetzt war er endlich da, der neuer „Musi-Bus“! Er fährt sich super und hat ein riesiges Ladevolumen. Das gesamte Schlagwerk, Tonanlage, Notenständer und Noten, alles hat auf einmal Platz und die Musiker müssen nicht drei Mal zum Veranstaltungsort des Neujahrskonzerts fahren - was für eine Erleichterung!

Mit großen Schritten ging es wieder zum kleinen, aber feinen Sommerfest im Garten beim Musikerheim. Festwirt Ernst Bründler bekam zu diesen Zeitpunkt neue Knie und so musste sein Stellvertreter Marcus Mayr einspringen. Toll gemacht hatte er es mit den vielen Helferlein.

Natürlich dürfen auch die Promenaden und Leuchtbrunnenkonzerte nicht vergessen werden. Zwei Konzerte spielte der EMS im Mirabellgarten und eines war leider verregnet.

  • EMV-Golf-Cup in Waging

Heißes Sommerwetter und heiße Wettkämpfe erwarteten die 14 Teilnehmer beim 5. EMV-Golf-Cup auf der Minigolfanlage Waging in der unmittelbaren Nähe des Kurparks. Wie auch in den letzten Jahren wurde der Wettbewerb auf der sog. Adventure Golfanlage abgehalten, wo mit einem Putter und einem richtigen Golfball auf 18 Spielbahnen um das beste Ergebnis gekämpft wurde. Das bedeutet, mit möglichst wenig Schlägen die Kunstrasen-Fairways zu bewältigen, was durch Felsbrocken, Sandgruben (Bunker), Wasserhindernissen und unterschiedliche Bahnführungen erschwert wird. Das bedeutet, mit möglichst wenig Schlägen die Kunstrasen-Fairways zu bewältigen.

Zur Stärkung und Siegerehrung ging es anschließend nur wenige Schritte in die Pizzeria „Forum Italicum Nuovum“. So musste Fanny Reichl als eigentlich Beste als Vorjahressiegerin auf die Flasche Champagner als Damenpreis verzichten. Überraschend gewann bei ihrem ersten Antritt der „Gute Geist vom Musiheim“ Roswitha Richter, schlaggleich mit der Ehefrau von Obmann Christine Bründler. Gregi Reichl, Vorjahressieger, brauchte die gleiche Anzahl von Schlägen wie Ernst Bründler und musste somit dem Obmann den Wanderpokal für den EMV-GolfCup Gewinner überlassen. Doch keine Enttäuschung bei den EMVlern, sondern nur Freude über den Spaß am Turnier und dem geselligen Zusammensein.

  • Fest zur Festspieleröffnung

Am 19. Juli 2019 wurden die 99. Salzburg Festspiele eröffnet. Überall in der Stadt Salzburg verteilt konnte man verschiedenen Musikgruppen, Tänzern und Schauspielern über die Schulter schauen und die vielfältigen Darbietungen genießen. Der EMV wurde eingeladen eine Stunde zu konzertieren und so bei der Eröffnung mitzuwirken. Nach der Vorführung eines Alphornensembles marschierten die Musiker am Mozartplatz ein. Das Publikum bekam einen bunten, musikalischen Blumenstrauß zu hören und war sichtlich angetan. Auch das eine oder andere Schnapserl wurde von den vielen Touristen und Besuchern verkostet. Nächstes Jahr feiern die Festspiele ihr 100jähriges Jubiläum, ebenso wie der EMV.

Blasmusik und Wiener Philharmoniker. Kann das zusammenpassen? Bereits zum 14. Mal bewiesen junge Blasmusiktalente mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, dass das nicht nur zusammenpasst, sondern auch allen Mitwirkenden großen Spaß macht. Beim diesjährigen Sonderkonzert der Wiener Philharmoniker waren unter den Musikern aber nur wenige Philharmoniker zu finden.

Dieses Nachwuchsförderungsprojekt ist eine Zusammenarbeit zwischen den Salzburger Festspielen, den Wiener Philharmonikern und dem Salzburger Blasmusikverband. Es kamen dabei rund 70 junge Musiker aus dem Land Salzburg, Vorarlberg und Liechtenstein zusammen, um dieses außergewöhnliche Konzert in der Felsenreitschule zum Besten zu geben. Vom Eisenbahner-Musikverein waren Johanna Reichenfelser auf der Querflöte und ihre Schwester Elisabeth Reichenfelser auf der Oboe dabei. Wieder einmal eine große Auszeichnung für die Nachwuchsarbeit im Verein.

Am 5. Oktober 2019 fand zum ersten Mal eine Literaturvorstellung für die Konzertwertung 2020 statt. Das Orchester des Eisenbahner-Musikverein war gemeinsam mit der Marktmusikkapelle Grödig als Kursorchester für diese Veranstaltung eingeladen.

Zweimal im Jahr finden im Land Salzburg Wertungsspiele statt, jeweils im Frühjahr und im Herbst. Seit einigen Jahren werden diese Wertungsspiele abwechselnd zwischen Marsch- und Konzertwertung mit verschiedenen Schwerpunkten (Konzertante Literatur, Polka – Walzer – Marsch oder Musik in der Kirche) abgehalten. Das Jahr 2019 stand im Licht der Marschwertung, im Jubiläumsjahr des EMV Salzburg 2020 stand die Konzertwertung im Vordergrund. Als Referenten der Veranstaltung fungierten der Komponist Gerald Oswald und Landeskapellmeister Christian Hörbiger. Ziel des Kurses war es, den Interessenten einen Einblick in die jeweiligen Werke zu geben und Schwerpunkte in der Interpretation zu zeigen.

  • Landesauszeichnung für Musikerobmann Ernst Bründler

Am 12. November fand im Carabinierisaal der Salzburger Residenz ein würdiger Festakt für all jene statt, die sich durch ihre Tätigkeit in der Salzburger Volkskultur besonders verdient gemacht haben. Neben dem volkskulturellen Chorwesen sowie dem Volkstanz, bildet die Blasmusik ebenso eine wichtige, tragende Säule im Brauchtumswesen in Stadt und Land Salzburg. Zahlreiche Ehrengäste, wie Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer junior sowie der für Volkskultur ressortzuständige Landeshauptmann-Stv. Dr. Heinrich Schellhorn wohnten der Veranstaltung bei und verliehen die Preise in den einzelnen Kategorien.

Im Zuge dieses Festaktes erhielt Musikerobmann – liebevoll auch Musiobi genannt – Ernst Bründler von Landeshauptmann Haslauer das Verdienstzeichen des Landes für seine jahrzehntelange, ehrenamtliche Arbeit für das Blasmusikwesen in verschiedenen Funktionen.

  • Der EMV beim alljährlichen Totengedenken

Im Speziellen gedachte der EMV in diesem Jahr dem verstorbenen Ehrenmusiker und Klarinettisten Karl Watzinger. Besonders das letzte musikalische Stück passt zum allseits beliebten Musikkollegen: „Patria“ - die Heimat. Für Karl war der EMV sicherlich sein musikalischer Heimatbahnhof, wo er durch seine Musikalität und offene Art viele schöne Stunden verbringen konnte.

Und nun ging es ins neue Jahre 2020. Das Jubiläumsfest „100 Jahre Eisenbahner-Musikverein Salzburg“. Die Vorbereitungen warenim vollen Gange. Es sollte ein Fest für die ganze Stadt Salzburg werden, die die Coronapandemie machte der gesamten Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung.

Weblinks

Quellen

  • Josef Baumgartner, langjähriges Vereinsmitglied und Archivar
  • Peter Grundbichler, Obmann des EMV Salzburg von 1991–2012
  • Ernst Bründler, Musikerobmann des EMV Salzburg
  • der gesamte Artikel (in Originalschreibweise) befindet sich auch auf der Website des EMV Salzburg

Einzelnachweise

  1. Bilder und Texte auf der homepage unter "Unsere Kulturarbeit im Jahresablauf ist vielseitig"
  2. Bis 2006 war "Magister" (männlich) bzw. (seit 1993) "Magistra" (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. "Mag." ist die gesetzliche (§55 Universitätsgesetz 2002) Abkürzung sowohl für "Magister" als auch für "Magistra", wohingegen aber auch (aus gleichstellungspolitischen Motiven) die Abkürzung "Mag.a" für "Magistra" propagiert und verwendet wird.