Ernst Lothar

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Ernst Lothar (eigentlich: Ernst Lothar Müller) (* 25. Oktober 1890 in Brünn; † 30. Oktober 1974 in Wien) war ein österreichischer Erzähler, Regisseur, Theaterdirektor und Kritiker.

Lothar und Salzburg

Lothar hatte in Wien studiert und dort Kontakt zu Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal geknüpft. Er wirkte an der in Wien eingeleiteten Gründung der Salzburger Festspiele mit und siedelte sich 1928 in Morzg an und verbrachte seine Sommer dort in einem Landhaus. 1938 musste er vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen, nach dem Zweiten Weltkrieg kam er als amerikanischer Kulturbeauftragter nach Österreich zurück.

Ab 1948 arbeitete Lothar als Theaterregisseur am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. Hier inszenierte er Franz Grillparzers Trauerspiel Des Meeres und der Liebe Wellen und läutete mit der Premiere am 29. Juli 1948 die Ära Ernst Lothar im Schauspiel der Festspiele ein. Von 1951 bis 1962 gehört er dem Kunstrat der Salzburger Festspiele an.

Am 27. Juli 1952 feiert sein Jedermann Premiere, den Lothar im Sinne Max Reinhardts und nur mit moderaten Neuerungen inszeniert. In der Titelrolle überzeugt Will Quadflieg. Bis 1959 führt Schauspielchef Lothar neben dem Jedermann meist noch bei einer zweiten Schauspielproduktion Regie (u.a. Kabale und Liebe, Egmont, Emilia Galotti), doch nachdem seine Jedermann-Inszenierung 1959 als "antiquiert" abgestempelt wird, zieht sich Ernst Lothar als Schauspielchef zurück und gibt den Jedermann ab.

Weiterführend

Für Informationen zu Ernst Lothar, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema


Quellen

  • Archiv der Salzburger Festspiele [1]