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Der Salzburger Stadtteil Morzg
Morzg, Luftbild 17.07.2017
Bliemhof an der Morzger Straße in Morzg
Denkmalgeschütztes Maria-Theresien-Schlössl
Blick nach Morzg von der Hellbrunner Allee
Pfarrkirche Morzg, Ansicht: Nord nach Süd
Morzgerhof an der Morzger Straße in Morzg
Morzg; gesehen vom Gaisberg
v.l.n.r. Hellbrunn, Keltenallee, Morzger Eichetwald, Hellbrunner Allee, Morzg, Flurwegsiedlung, Gneis; Ansicht: Ost nach West
Nonnberghof-Panorama von Morzg
Blick über Nonnberghof Wiesen auf den Gaisberg
Hellbrunner Allee, Morzg, Gneis, Ansicht vom Gaisberg aus

Morzg ist ein Stadtteil im Süden von Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerung

In Morzg leben etwa 2 200 Bewohner.[1]

Geografie

Der Stadtteil und seine Teile

Morzg

Der Stadtteil entwickelte sich, vom historischen Siedlungskern in Morzg [2] ausgehend, zur Morzger Straße hinunter und stadteinwärts nach Norden entlang der Gneiser Straße. Morzg zugehörig ist Kleingmain, ein Ortsteil, der entlang der Nonntaler Hauptstraße und der Hofhaymer-Allee an den Stadtteil Nonntal angrenzt. Im Osten des Siedlungskernes von Morzg liegt das Landschaftsschutzgebiet der Hellbrunner Allee, an deren Ende im Süden das Schloss Hellbrunn und der Landschaftsgarten von Hellbrunn liegen. Nördlich an Morzg anschließend befindet sich der Salzburger Kommunalfriedhof. Das Gebiet südlich davon - bereits in Morzg - sind Wiesen und Äcker, die als Friedhoferweiterungsgebiet geplant sind. Im Süden von Morzg liegen die Morzger Hügel und der Morzger Eichetwald, die eine natürliche Grenze zu den außerhalb der Stadtgrenze liegenden Gemeinden Anif und Grödig bilden.

Kleingmain

Hauptartikel: Kleingmain

Als Kleingmain [3] wird heute ein kleiner Siedlungskern bezeichnet, der im Westen von der Nonntaler Hauptstraße, im Norden von der Hofhaymer-Allee und im Osten und im Süden von der Hellbrunner Allee und den die Allee umgebenden freien Wiesen (als Teil des Hellbrunner Landschaftstraumes) begrenzt wird.

Der Name "Gmain" (althochdeutsch gimeini) bedeutet "allgemeiner wechselnder (gemeinschaftlicher) Besitz". In Kleingmain befanden sich (abseits der Hellbrunner Allee) einst jene freien Wiesen, auf denen die Bürger der Stadt Salzburg das Privileg besaßen, ihr Vieh gemeinsam weiden zu lassen.

Landschaftsraum Morzg

Der Landschaftsraum Morzg umgibt den gesamten Siedlungsraum von Morzg und gliedert sich in drei Teilbereiche

Katastralgemeinde

Die Katastralgemeinde Morzg umfasst neben Morzg auch Teile von Gneis, die Alpensiedlung und den Landschaftsraum Hellbrunn.

Geschichte

Der Name Morzg kommt aus dem lateinischen marciaco und bedeutet „Siedlung des Marcius“. Der Ort wurde erstmals 790 urkundlich erwähnt, als der Baiernherzog Theodebert dem Benediktinenstift Nonnberg "Marciago" schenkte.

Die ältesten Fundstätten der heutigen Katastralgemeinde Morzg liegen am Hangfuß des Hellbrunner Berges und zählen zu den bedeutendsten Fundstätten im Land Salzburg. Auch der Raum des heutigen Siedlungskernes von Morzg war jungsteinzeitlich, vor allem aber in der Bronzezeit und auch in der Römerzeit (Gut Marciago) teilweise besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Der Ort entwickelte sich aus einem bäuerlichen Haufendorf.

Das alte Herrengut Montfort (Golser Hof) im Süden von Morzg und südlich an den Morzger Hügel angrenzend, wird urkundlich seit 1334 genannt.

1825 wurde Morzg vom Landschaftsmaler Johann Michael Sattler auf dessen Salzburg-Panorama dargestellt[4].

Von 1865 bis 1882 befand sich die Erste österreichische Centralanstalt für künstliche Fischzucht auf dem Gelände des heutigen Maria-Theresien-Schlössls.

1902 - Ansichtskarte von Morzg mit Rote Elektrische [5]

1915 Ansichtskarte von Cafe & Restaurant Karl Geissler in Morzg [6]

1935 wurde die selbständige Gemeinde Morzg in kleinen Teilen, in ihren wesentlichen Teilen aber mit 1. Jänner 1939 in das Stadtgebiet von Salzburg eingemeindet. Zur Katastralgemeinde Morzg gehören die einst weitläufigen Auwaldflächen, deren Namen (Grafenau, Herrenau) noch an ehemalige Herrensitze erinnern. Sie sind heute großteils als Gewerbegebiet genutzt und von der Alpenstraße aufgeschlossen. Dieser salzachnahe Siedlungsraum hat sich dabei heute zum eigenen Stadtteil Salzburg Süd weiterentwickelt.

Sehenswürdigkeiten

Stadtpfarrkirche Morzg

Hauptartikel: Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus

Die Stadtpfarrkirche Morzg ist urkundlich erstmals 1139 erwähnt. An die Stelle des ursprünglichen romanischen trat später ein gotischer Kirchenbau mit dem erhaltenen polygonalen Chorabschluss. 1683 wurde diese Kirche zu einer barocken Staffelkirche umgebaut. Der Zwiebelturm stammt von 1764. Die Kirche ist heute mit bemerkenswerten Fresken geschmückt, die Anton Faistauer 1922/1923 − teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch Wilhelm Kaufmann und Theodor Kern − schuf und die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen. Der gotische Flügelaltar stammt von 1480. Die Außenwand der Kirche schmückt ein römischer Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, der aus dem 2./3. Jahrhundert stammt.

Bauten und Gebäude

Verkehr

Öffentlicher Personennahverkehr

Der Stadtteil ist durch die Obuslinien  5  und die Buslinie 25 mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Straßen

wichtige Straßen

Morzger Straße, Gneiser Straße, Kleingmainer Gasse, Dossenweg und Dr.-Sylvester-Straße;

alle Straßen und Wege

(alphabetisch)
Angerweg, Benevolistraße, Bernardigasse, Biberngasse, Bliemhofweg, Buchholzhofstraße, Caldarastraße, Diabellistraße, Dossenweg, Dr.-Sylvester-Straße, Dr.-Viehauser-Straße, Flurweg, Gneiser Straße, Hellbrunner Allee, Ignaz-Eigenherr-Weg, Jakob-Hacksteiner-Weg, Johnweg, Joseph-Wölfl-Straße, Keltenallee, Kleingmainer Gasse, Kreuzhofweg, Lasserhofweg, Malerweg, Montforterweg, Morzger Straße, Offingerweg, Quellenweg, Thierweg;

sonstige Wege

Kühweg, Mesnerwegerl

Betriebe und Unternehmen

Gesellschaft und Soziales

Kultur

Geschützte Landschaftsteile und Naturdenkmäler

Der Grünraum von Morzg ist im Wesentlichen Teil des Landschaftsschutzgebietes Salzburg-Süd. Der Landschaftsgarten Hellbrunn bezieht wesentliche Teile des Morzger Grünraumes mit ein. Auch der Morzger Eichetwald mit den beiden Morzger Hügeln gehört zu diesem Schutzgebiet und begrenzt den Landschaftsgarten.

Gewässer

Fauna

Am 19. Juli 1906 wird der einzige Nachweis einer Archips crataegana (Schmetterlingsart) aus der Stadt Salzburg in Morzg von Karl Philipp Mitterberger erbracht.

Persönlichkeiten

Lebende:
Verstorbene:

Ehrenbürger

Die Ehrenbürger aus der Zeit vor der Eingemeindung in die Stadt Salzburg findest du im Artikel Gemeinde Morzg.

Politik

Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Morzg

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Morzg

Bildergalerie

weitere Bilder

 Morzg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Morzg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Fußnoten