FC Salzburg gegen FK Roter Stern Belgrad

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FC Salzburg gegen FK Roter Stern Belgrad war das Rückspiel im Play-off der Champions-League-Qualifikation 2018/19.

Allgemeines

Das Spiel fand am 29. August 2018 vor 26 500 Zuschauern (darunter 9 000 Anhängern Roter Sterns) statt und endete mit einem 2:2.Das erste Spiel in Belgrad endete 0:0 und so stieg Roter Stern aufgrund der Auswärtstorregel in die Gruppenphase der Champions-League auf. Salzburg scheiterte damit zum elften Mal an der Qualifikation für die Gruppenphase der Champions-League.

Die Kosten des Fußball-Polizeieinsatz betrugen rund 600.000 Euro, wovon den Großteil der Steuerzahler bezahlen muss.‎‎

Aufstellung

Spielbericht

Enttäuschung pur

Unsere Burschen starteten überaus energisch in diese Partie, pressten früh drauf und ließen den Serben kaum Zeit für einen geordneten Spielaufbau. So erspielten wir uns gleich von Beginn an ein Chancenplus und hatten bereits nach 10 Spielminuten die Großchance auf die Führung. Nach einem perfekten Zuspiel von Stefan Lainer in die Spitze verschätzte sich Roter Stern Belgrad-Goalie Milan Borjan beim Hinauslaufen, Patson Daka kam völlig frei stehend zum Abschluss, doch Kapitän Vujadin Savic warf sich in allerletzter Sekunde in den Schuss und verhinderte so den frühen Gegentreffer. In der 19. Minute sahen dann die 26.500 Zuschauer im ausverkauften Stadion gleich die nächste Top-Möglichkeit für uns. Patson Daka mit dem Zuspiel auf Munas Dabbur, der mittels No-Look-Pass auf seinen Sturmpartner zurückprallen ließ. Der nahm sich das Spielgerät in weiterer Folge jedoch nicht optimal mit und scheiterte so am serbischen Schlussmann. Nach einer halben Stunde gelang dann den Gästen zum erst zweiten Mal in einem klar von uns dominierten Spiel ein Vorstoß nach vorne, doch Cican Stankovic hatte mit diesem Angriff nicht die geringsten Probleme. Kurz vor dem Pausenpfiff machte sich dann unser attraktiver Powerplay-Fußball bezahlt und Munas Dabbur sorgte nach perfekter Ulmer-Flanke für die hochverdiente Führung. Pausenstand somit 1:0.

Die zweite Halbzeit war noch keine drei Minuten alt, da bebte das Stadion Salzburg erneut. Hannes Wolf wurde bei einem Angriff im Strafraum von Roter Stern Belgrad von dessen Kapitän Vujadin Savic zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Munas Dabbur staubtrocken und für die Salzburg-Fans gab es kein Halten mehr (48.). Nur eine Viertelstunde später schlug die Stimmung im Stadion aber leider völlig um. Hannes Wolf verlor das Spielgerät am rechten Flügel leichtfertig, Milos Degenek brachte die Flanke zur Mitte und El Fardou Ben Nabouhane nickte am zweiten Pfosten dankend ein (65.). Nur eine Minute später passierte dann das, was sich wohl keiner vorstellen hatte können. Nach einem Freistoß nahe der Mittellinie legte der vorherige Assistgeber Milos Degenek ziemlich frei stehend per Kopf zur Mitte ab und erneut war es El Fardou Ben Nabouhane, der für das 2:2 sorgte und die Gäste zum Jubeln brachte (66.). Unsere Burschen ließen sich von der Tatsache, dass sie zu diesem Zeitpunkt ausgeschieden gewesen wären, jedoch nicht unterkriegen und spielten beherzt weiter nach vorne. Ein Fernschuss von Amadou Haidara (74.), ein nicht ganz perfekt platzierter Freistoß von Ray Yabo (79.) und ein zu zentraler Kopfball von Andre Ramalho (94.) fanden leider nicht den Weg ins Tor. In der Schussphase versuchten wir noch einmal alles, nach 95 Minuten war das Ausscheiden aus der UEFA Champions-Leaguee dann aber leider amtlich. (Spielbericht Vereinshomepage)

Stimmen zum Spiel

Marco Rose: Es ist ein herber Schlag und tut jetzt richtig weh. Es war unser großes Ziel, und die Mannschaft hat dafür auch vieles getan bzw. viel investiert. In zwei Minuten haben wir mehr oder weniger die Führung aus der Hand gegeben. Wir hätten es uns heute wirklich verdient, da wir auch nach dem 2:2 noch Torchancen gehabt haben. Aber es ist jetzt einfach ein extrem bitterer Abend.

Christoph Freund: Es ist schwierig zu realisieren bzw. zu erklären. Wir haben heute ein richtig gutes Spiel abgeliefert und waren die klar bessere Mannschaft. Wenn man 2:0 führt, darf man das nicht mehr aus den Händen geben. Die beiden Gegentreffer sind aus dem Nichts gefallen, und solche Fehler werden auf diesem Niveau bestraft. Jetzt herrscht natürlich eine große Leere.

Nach dem Spiel

Nach dem 2:2 im Rückspiel in der Red Bull Arena stürmten Belgrad-Fans euphorisch den Platz, weshalb die UEFA ein Verfahren gegen beide Klubs eröffnete. Die Bullen müssen eine Geldstrafe in Höhe von 23.000 Euro bezahlen. Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA begründet dies neben dem Platzsturm der serbischen Fans auch mit blockierten Stiegen. Dadurch seien Sicherheitskriterien der UEFA verletzt worden. Roter Stern Belgrad muss in den ersten beiden Auswärtsspielen in der Fußball-Champions-League gegen Paris St. Germain und Liverpool auf die Unterstützung der Fans verzichten.

Bilder

 FC Salzburg gegen FK Roter Stern Belgrad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • FC Salzburg Wiki
  • Homepage FC RB Salzburg