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Festung Kniepass

Festung Kniepass
Festung Kniepass
Festung Kniepass

Die Festung Kniepass ist ein denkmalgeschütztes Objekt am Kniepass im Pinzgau zwischen Lofer und Unken.

Die Festung

Der alte Weg zwischen dem Reichenhaller Becken und dem Pinzgau führte jahrhundertelang "über" den Kniepass an der Festung Kniepass vorbei. Diese kleine Sperranlage ist erstmals um 1350 urkundlich erwähnt.

Durch die Talenge und die erhöhte Lage der Festung war es einfach, unerwünschte Eindringlinge abzuwehren und den Warenverkehr zu kontrollieren bzw. die damit zusammenhängende Wegemaut kassieren zu können.

Heute liegt diese kleine Festungsanlage, die seit dem Dreißigjährigen Krieg nicht mehr umgebaut wurde, etwas abseits der durch die Kniepass-Schlucht führenden, nun ausgebauten Straße. Sie ist auch über einen schattigen Fußweg erreichbar, der vom Parkplatz am Fuße der Festung hinaufführt.

Durch den Torturm betritt man das von einer massiven Steinmauer umgebene kleine Festungsareal. Von hier hat man Aussicht auf das Unkener Becken und das Schloss Oberrain. Hier steht auch das Hauptgebäude, in dem einst die Wachmannschaft wohnte. Während der Franzosenkämpfe 1800 bis 1809 besetzten Tiroler und Pinzgauer Verteidiger dieses Sperrfort. Über die genaue Nutzung der Festungsanlagen in den Napoleonischen Kriegen fehlen allerdings Quellen.

In den letzten April- und den ersten Maitagen 1945 wurden unterhalb der Festung auf der Straße Panzersperren errichtet. Sie kamen gegen die schon in Reichenhall stehende US Army der 101. Fallschirmdivision wegen der vorherigen Kapitulation der Heeresgruppe V der deutschen Wehrmacht nicht mehr zum Einsatz. Später diente das Hauptgebäude der Festung Waldarbeitern zur Unterkunft. 1965 zogen die letzten Bewohner, ein betagtes Ehepaar, aus Altersgründen aus.

Das Museum

Hauptartikel: Museum Festung Kniepass

1988 entschloss sich die Eigentümerin Salzburger Landesregierung zu einer musealen Nutzung und setzte die Festung instand. Seit 1991 veranstaltet der örtliche Museumsverein Ausstellungen. Als Dauerausstellung sind "Felsritzbilder im unteren Saalachtal" zu sehen. In einem weiteren ausgebauten Ausstellungsraum können seit 1994 Wechselausstellungen gezeigt werden.

Aus der Steinzeit, vor 10.000 Jahre v. Chr., 5.000 Jahre nach dem Rückzug der Gletscher des Bühlstadiums vom Raum Steinbachgraben, konnte Mag. Helmut Adler in einer Halbhöhle am Oberrainer Kogl (Abri von Unken) Steinklingen von Jägern finden. Sie sind die ältesten Funde der Humangeschichte des Landes Salzburg und können hier besichtigt werden.

Quelle