Hauptmautamt

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Das Hauptmautamt, früher Landschadenhaus, Grafendorferhaus, dann eben fürstliches Mauthaus (1613), Hauptmaut (1775) und seit 1802 Hauptmautamt ist das Gebäude Nr. 8 am Rathausplatz, Ecke Sigmund-Haffner-Gasse in der Salzburger Altstadt.

Geschichte

Bis ins 15. Jahrhundert wurde es nach der Landschad, den Kärntner Dienstmannen des Erzstifts benannt und hieß Landschadhaus. Bereits um 1485 dürfte sich in diesem Haus eine Mautstelle befunden haben. 1555 erwarb Fürsterzbischof Michael von Kuenburg das Gebäude, das 1569 vom Stadtrichter bewohnt wurde. Ab 1613 scheint es als fürstliches Mauthaus auf.

Heinrich Ignaz Franz Biber (* 1644; † 1704) lebte in diesem Haus bis zu seinem Tod. Er war ab 1670 in Diensten von Fürsterzbischof Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg als Komponist und Violinvirtuose tätig.

Das k. k. Polizeiamt fand für das kurze Zwischenspiel der Monarchie in Salzburg 1808 hier Unterkunft. Nachdem die Bayern Salzburg erhielten, war ab 1813 das königlich bayerischer Polizeikommissariat in diesem Haus.

Schließlich wurde das Gebäude mit dem Kauf 1859 des Tuch- und Manufakturenhändlers Rudolf Biebl wieder ein Bürgerhaus (Biebl wurde in Folge Gemeinderat und Bürgermeister der Stadt Salzburg). Nach seinem Tod übernahmen seine Kinder Maria Wegschaider, geb. Biebl, und Rudolf Biebl junior Haus und elterlichen Betrieb. Dieses führten sie bis 1910 unter dem Namen Wegschaider & Biebl. In diesem Jahr kauften Franz Thalhammer und Josef Zehentner das Haus, ab 1917 war dann Thalhammer alleiniger Besitzer.

Bei der Renovierung 1927 entstand das Neosgraffito des Malers Karl Reisenbichler an der Außenwand über dem Erdgeschoss, sowohl auf der Rathausplatz- als auch Sigmund-Haffner-Gassen-Seite.

Das Textilhaus Thalhammer bestand bis 1990, dann das Modehaus Kleiderbauer, seit etwa 2005 bis heute Hämmerle Moden.

Quelle