Herwig Zott

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dr. Herwig Zott (* 24. April 1961 in Wels, Oberösterreich) ist ein in der Stadt Salzburg ansässiger Psychotherapeut, der ein Institut für Ahnen- und Familienforschung betreibt und auf die Ermittlung von Ahnen bei offenen Erbschaftsverfahren spezialisiert ist.

Über Herwig Zott

Fall "Bildnis Wally"

Prominenteste Causa war Zotts Mitarbeit beim Raubkunstfall von Egon Schieles "Bildnis Wally", der einen zwölf Jahre dauernden Rechtsstreit nach sich zog. An dessen Ende 2010 kam es zur außergerichtlichen Einigung, das Gemälde kehrte nach Zahlung von 19 Millionen Dollar nach Wien zurück. Da kam Zott ins Spiel: "Das Geld wurde auf ein Treuhandkonto überwiesen. Die Frage war aber, wie die 19 Millionen verteilt werden − so, dass niemand der Verwandten übersehen wird", erzählt er. "Die an der Transaktion beteiligte Versicherung wollte eine neutrale Überprüfung der vorliegenden Daten durch einen unabhängigen Experten − und der war für den österreichischen Zweig der Familie ich", sagt der Experte. Häufiger Auftraggeber Zotts ist die in Großbritannien angesiedelte Kanzlei Title Research.

Fall Struber

Baumanager Christian Struber aus St. Koloman ist einer, der seine Familiengeschichte von Zott erforschen ließ. Er wollte wissen, ob er mit dem aus Werfen stammenden Joseph Struber (* 1773; † 1845), der mit seinen Schützen den Pass Lueg im Befreiungskrieg von 1809 gegen die Franzosen und Bayern verteidigt hatte, verwandt ist. Nach einem halben Jahr Forschung legte Zott das Ergebnis vor. Struber: "Es hat sich gezeigt, dass es acht Generationen vor mir und vier Generationen vor Joseph Struber einen Schnittpunkt unserer Familien gab − auf einem Bauernhof in Abtenau." Ein Ergebnis, das der Baumanager auch dem langjährigen Schützen-Landesobmann Franz Meißl weitergeleitet hat. "Denn das ist auch für die zwei Schützenkompanien in Werfen und Golling an der Salzach, die Strubers Namen tragen, interessant."

Endpunkt der Erforschung seiner Vorfahren war bei Struber eine von ihm beauftragte, 2 mal 1,4 Meter große, handgemalte Ahnentafel seiner Familie: "Sie umfasst auch die Vorfahren meiner Frau − und geht lückenlos bis ins Jahr 1621 zurück." Gestaltet hat das Kunstwerk Eva Rosenlechner-Palaz aus St. Gilgen.

Quellen

  • www.sn.at, Ahnenforschung: Wie man auf prominente Vorfahren stoßen könnte, 20. Jänner 2022
  • tuugo.at