Hubert Ranzenberger

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stolperstein für Hubert Ranzenberger in der Schallmooser Hauptstraße Nr. 8

Hubert Ranzenberger (* 15. Februar 1901 in Münzkirchen (Oberösterreich); † (unbekannt) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Ranzenberger verdienter sich seinen Lebensunterhalt als Schlosser und Mechaniker. Sein politisches Interesse galt der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ), die jedoch im Mai 1933 verboten wurde. Zunächst lebte Ranzenberger bis September 1934 in Kitzbühel. Als er dort, aufgrund seiner politischen Aktivitäten ein Aufenthaltsverbot bekam, ging er nach Salzburg.

1936 wurde Ranzenberger von der österreichischen Polizei, welche die illegale KPÖ aufdeckte, verhaftet und zu 20 Monaten Arrest verurteilt. Ein Jahr darauf erhielt er ein Aufenthaltsverbot für die Stadt. Ranzenberger reiste im Juli 1937 nach Spanien und nahm an den Spanienkämpfen teil. Im März 1938 wurde er verletzt und infolgedessen medizinisch versorgt.

Der weitere Lebensweg Ranzenbergers ist nicht eindeutig dokumentiert. Auf Umwegen kam der junge Mann nach Dachau, wo er am 6. Oktober 1941 registriert wurde. Von dort ging der Weg am 28. Jänner 1944 nach Lublin, wo Ranzenberger als Facharbeiter wirkte und die jüdischen Häftlinge ersetzte. Einige Zeit arbeitete er als Zwangsarbeiter im KZ-Außenlager an der Lipowa-Straße, welches zur SS-Wirtschaftsgruppe Deutsche Ausrüstungswerke (DAW) gehörte.

Das Schicksal Ranzenbergers, ebenso wie sein Todesdatum sind nicht eurierbar.

Zum Andenken an Hubert Ranzenberger wurde am 2. Juli 2014 in der Schallmooser Hauptstraße Nr. 8 ein Stolperstein verlegt.

Quelle