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Lederertor

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Das 1861 abgetragene Lederertor stand vor dem Haus Schwarzstraße 16 (links im Bild)

Das Lederertor, (bzw. die Lederertore auch Wassertor(e), seit Paris-Lodron auch St. Vitalistor genannt) war als Stadttor Teil der Ersten, Zweiten und Dritten Salzburger Stadtbefestigung in der rechtsufrigen Altstadt, das sich im Lauf der Jahrhunderte in mehrfach geänderter Gestalt bis nach 1860 erhalten hatte. Die beiden Tore befanden sich in der Theatergasse vor dem Haus Schwarzstraße Nr. 16.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der Weg im langgestreckten Torbogen gabelte sich und besaß damit zwei Ausgänge. Wegen seiner langgestreckten Form und seiner zwei Ausgänge wurde bei diesem Tor von außen betrachtet zwischen einem inneren Lederertor (zum Hannibalplatz hin, heute Makartplatz) und einem äußeren Lederertor (zum Salzachufer und zur Schiffswerkstätte führend) unterschieden.

Geschichte

Die Stadt Salzburg war z.T. wohl schon vor der ersten geschlossenen Ringmauer (erste Stadtbefestigung) mit Türmen und Wehrmauerabschnitten versehen. Vom Platzl flussabwärts zog sich schon eine aus dem 13. Jahrhundert stammende, aber mehrfach grundlegend erneuerte Stadtmauer, die sogenannte "Wassermauer" (abgetragen 1861) mit dem "Wassertor" nach Norden. Bis zur Zeit Paris Lodrons bildete das Tor den nordwestlichen Eckpunkt der rechtsseitigen Stadtbefestigung. Unter Paris Lodron wurde das Wassertor samt den beiden Lederertoren neu erbaut. Der salzachseitig zum Fluss auskragende neue Wasserturm erhielt ein kegelförmiges Dach. Oberhalb des Tores befand sich salzachseitig in einer Mauernische die Statue des hl. Vitalis, an andere Stelle das Lodronsche Wappen. Nächst dem Tor standen auf der einen Seite das Zoll- und auf der anderen das Mauteinnehmerhäuschen.

Das Lederertor mit seinen Torbögen und mit dem Wasserturm wurde 1862 abgetragen. Es war 1861 von der Stadtgemeinde Salzburg angekauft worden, um abgetragen zu werden, obwohl das Wehrbauwerk dem neuen Straßenverkehrskonzept nicht im Wege stand. Vorrangig diente das alte Wehrbauwerk wohl als günstiges Baumaterial für die Beschlachtung der regulierten Salzach.

Alte Ansichten

Weblinks historische Karten

Literatur

Quellen