Makartplatz

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
der Makartplatz im Frühling
Karte
Makartplatz, in der Mitte im Park: das Kunstwerk "Caldera" von Anthony Cragg, dahinter die Dreifaltigkeitskirche
Grünfläche am Makartplatz, dahinter das Hotel Bristol
Makartplatz

Der Makartplatz ist ein Platz in der rechtsseitigen Altstadt der Stadt Salzburg, der nach dem Maler Hans Makart (* 1840,† 1884) benannt ist.

Geschichte

Zu einer Zeit, da der Makartplatz noch Hannibalplatz hieß (nach dem zweitältesten Bruder Erzbischof Wolf Dietrichs von Raitenau, Jakob Hannibal, der hier einen Palast besaß), stellte Johann Michael Sattler dort in einem transportablen Pavillon sein 1829 vollendetes Salzburg Panorama aus.

Am 5. Mai 1879 wurde der Beschluss zur Namensänderung auf "Makartplatz" gefällt.

Nachdem der Platz zwischen 1934 und 1938 Dr.-Dollfuß-Platz (nach dem 1934 von NS-Putschisten ermordeten austrofaschistischen Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß) geheißen hatte, hieß er nach dem Anschluss an das Deutsche Reich 1938 für einige Wochen Adolf-Hitler-Platz und seither wieder Makartplatz.

Bis 1907 stand direkt gegenüber der Dreifaltigkeitskirche im heutigen Grünbereich des Platzes das Städtische Leihhaus. Somit hatte Fischer von Erlach, der Architekt der Dreifaltigkeitskirche, bereits bewusst die Fassade der Kirche an eine Straßensituation und nicht an eine Platzsituation angepasst. Dieser Umstand wird nämlich bei Diskussionen im 21. Jahrhundert rund um eine Neugestaltung nie erwähnt.

Am 20. Februar 1953 präsentierte der Salzburger Stadtverein den Entwurf der Architekten Otto Prossinger und Felix Cevela, der eine gänzliche Auflassung der Grünanlage vorsah. Nach Vorschlägen der Stadtgemeinde sollte in der Mitte des Makartplatzes statt der Grünfläche ein Parkplatz entstehen. Verwirklicht wurde schließlich der Plan von Stadtgartendirektor Otto Kreiner mit einer Grünfläche in der Platzmitte.

Der Plan aus dem Jahr 2001, eine Makartgarage unter dem Platz zu bauen, wurde nach jahrelangem Streit mit dem Planer dieser Garage, dem Freilassinger Bauunternehmer Max Aicher außergerichtlich geklärt und fallen gelassen. Die Stadt Salzburg will mit Bürgermeister Dr. Heinz Schaden nun in Ruhe überlegen, wie es mit der Gestaltung des Platzes weitergehen soll. In der Schublade liegen Pläne des Wiener Architekten Boris Podrecca für die Neugestaltung und Pflasterung des Platzes. 2011 stand bereits seit einigen Jahren die von der Salzburg Foundation gestiftete Skulptur "Caldera" von Anthony Cragg.

Gebäude

Unternehmen

Nicht mehr existierende Unternehmen

Nicht mehr existierende Bauten

Bildergalerie

Weblinks

Quellen

  • Literatur über die Erbauung der Dreifaltigkeitskirche