Schwarzstraße

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Bild
Schwarzstraße.jpg
Schwarzstraße
Länge: ca. 1000 m
Startpunkt: Platzl
Endpunkt: Gebirgsjägerplatz
Karte: Googlemaps
Schwarzstraße mit Marionettentheater
Schwarzstraße beim Hotel Sacher
Gedenktafel für Rosa Kerschbaumer (* 1851 oder 1854; † 1923); in der Schwarzstraße Nr. 32

Die Schwarzstraße ist eine wichtige Verkehrsstraße am rechten Ufer der Salzach in der Landeshauptstadt Salzburg.

Verlauf

Die Schwarzstraße nimmt ihren Ausgang nahe der Staatsbrücke am Platzl. Sie verläuft parallel zum Elisabethkai von der rechten Altstadt über die Neustadt in den Stadtteil Elisabeth-Vorstadt und endet am Gebirgsjägerplatz. Dabei führt sie durch die Unterführung der Eisenbahnbrücke zum Gebirgsjägerplatz in die Elisabeth-Vorstadt. Der Gebirgsjägerplatz stellt als verbreitertes Straßenstück seit dem Schwarzstraße-Durchbruch praktisch die Verlängerung der Schwarzstraße von der Eisenbahnbrücke zur Saint-Julien-Straße dar.

Name

Die Straße wurde bereits 1867, noch zu seinen Lebzeiten, nach Karl Freiherr von Schwarz (* 1817; † 1898) benannt. Der aus dem damals österreichischen Böhmen stammende Eisenbahn-Bauunternehmer tat sich durch die Salzachregulierung und dem Bau der Eisenbahntrassen Wien-Salzburg und Salzburg-Hallein, sowie der Anlage des Salzburger Hauptbahnhofs hervor und leitete mit diesen Maßnahmen den Aufschwung der Landeshauptstadt zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Die Stadt Salzburg ehrte ihn außer mit der Straßenbenennung bereits 1862 mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft.

Der staatsbrückenseitige Teil der Straße ab dem Landestheater hieß bis in die Zwischenkriegszeit Bismarckstraße. Laut Franz Martin wurde der Straßenzug erst nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 in Bismarckstraße umbenannt. Die Rückbenennung erfolgte nach dem Ende der unseligen nationalsozialistischen Herrschaft im Jahr 1945. Allerdings dürfte sie schon in den 1920er-Jahren Bismarckstraße geheißen hat, wie aus einer zeitgenössischen Werbung zu sehen ist.[1]

Abzweigungen

Bauten und Einrichtungen

Entlang der Schwarzstraße befinden von der Staatsbrücke aus auf der linken Seiten das Bazargebäude mit dem Bankhaus Carl Spängler & Co und dem Café Bazar, das Hotel Sacher Salzburg, das Wohnhaus von Herbert von Karajan, das ehemalige Atelier des Fotografen Karl Friedrich Würthle, das Gebäude der Landeszentrale der Raiffeisenverband Salzburg, die Kammer für Land- und Forstwirtschaft in Salzburg, die evangelische Christuskirche (davor in der Schwarzstraße befand sich die Ordination von Rosa Kerschbaumer, Österreichs erste praktizierende Ärztin) und der Privat-Hort der Vöcklabrucker Schulschwestern.

Entlang der rechten Seite befinden sich das Geburtshaus des Physikers Christian Doppler, Salzburger Landestheater, die Kammerspiele und das Marionettentheater, die Gebäude des Mozarteums, der Mirabellgarten und der Kurgarten sowie an der Ecke zur Auerspergstraße das Kurhaus.

Erreichbarkeit

Entlang der Schwarzstraße finden sich Haltestellen der Buslinie 27.

Quellen

Fußnote

  1. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 1. Jänner 1925, Seite 8