Jakob Peregrin Paulitsch

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Jakob Peregrin Paulitsch (* 27. April 1757 in Maria Rain; † 4. Jänner 1827 in Klagenfurt ) war Bischof von Gurk.

Leben

Jakob Peregrin Paulitsch war das Kind armer Eltern, sein Vater war Drahtzieher. In Klagenfurt studierte er Theologie und wurde dort auch am 16. Juli 1774 zum Priester geweiht.

1792 wurde er als erster Nichtadeliger nach langer Zeit in das Gurker Domkapitel berufen. 1806 wurde Paulitsch Direktor an der theologischen Fakultät des k. k. Lyzeums in Klagenfurt und ein Jahr später Rektor. 1818 wurde er nach Empfehlungen von Bischof Salm auch noch Dompropst der Dompropstei von Gurk.

Nach dem Tod von Bischof Salm im Jahre 1822 blieb die Diözese Gurk fast zwei Jahre lang ohne Bischof, in dieser Zeit führte Paulitsch die Geschäfte der Diözese. Erst am 9. Februar 1824 nominierte Kaiser Franz I. Paulitsch zum neuen Oberhirten, am 30. Mai 1824 erfolgte die Bischofsweihe in Salzburg. Er war seit Bischof Lorenz von Freiberg der erste gebürtiger Kärntner Bischof von Gurk.

Paulitsch war bei seiner Ernennung bereits 67 Jahre alt, damit hatte er nur wenig Zeit in seiner Diözese zu wirken. Da er ein verschuldetes Bistum übernahm, war sein Hauptbestreben, die finanzielle Lage zu verbessern. Auch als er 1826 erkrankte ließ er sich am Krankenbett über die Amtsangelegenheiten am Laufenden halten. Am 4. Jänner 1827 starb er und wurde auf dem Klagenfurter Friedhof St. Ruprecht in der Grabstätte des Domkapitels begraben. Er vermachte fast sein ganzes Vermögen Armen und Waisen seines Bistums.

In der Klagenfurter Innenstadt wurde die Paulitschgasse nach ihm benannt.

Quelle

Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Jakob Peregrin Paulitsch"

Zeitfolge