Johannes Langer

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Johannes Langer

Johannes Langer (* 31. Mai 1960 in Oberwart, Burgenland) ist Marathonveranstalter und Leichtathletiktrainer.

Vorgestellt

Es war ein Jugendfreund, der beim ersten Treffen mit Johannes Langer nach vielen Jahren bewundernd feststellte: "Du machst ja genau das, was du immer schon tun wolltest!"

Diese Erkenntnis stimmt für den Veranstalter des Salzburg Marathon. Bevor am 15. Mai 2011 das größte Breitensport-Ereignis des Jahres in Salzburg begann, ging es rund: Hier gab's ein Problem an der Strecke, dort fehlte ein Sponsorentransparent, und die sensiblen Läuferstars wollten auch bei Laune gehalten werden. Trotzdem sagt der Burgenländer: "Ein Leben ohne Marathon kann ich mir nicht vorstellen. Ich möchte auch nie in Pension gehen."

Die Arbeit wird ihm so schnell nicht ausgehen. Die Vorplanungen für den Salzburg-Marathon 2012 laufen längst. Außerdem veranstaltet Langer im Juli "Frau läuft" in Kleßheim, ist im Herbst Rennleiter des Graz-Marathons, wo der von ihm trainierte Karl Aumayr wieder auf eine Spitzenzeit losgehen wird. Zwischendurch betreut er Hobbyläufer in seinem Club LaufImPuls und gibt seine Kompetenz auch in seinem Magazin "RunUp" und auf seiner Plattform planet-running.net weiter.

Vielseitig war Johannes Langer schon als junger Sportler, betrieb Fußball, Handball, Volleyball und Basketball. Dazu holte er 36 burgenländische Landesmeistertitel in der Leichtathletik. "Ich hatte nie einen Trainer", erinnert er sich. "Beim Sportstudium in Wien ist mir gedämmert, wie viel besser ich mit fachkundiger Betreuung geworden wäre." Für ihn selbst kam die Erkenntnis zu spät, also wurde er mit 22 Jahren Leichtathletik-Trainer. Schützlinge wie Max Wenisch, Dagmar Rabensteiner oder Eva-Maria Gradwohl profitierten davon ebenso wie Formel-1-Weltmeister Damon Hill oder Neuseeland-Ski-Export Claudia Riegler, die nach Langers Plänen trainierten.

In Salzburg lebt Johannes Langer seit 1989, die Arbeit am Aufbau des Schulsportmodells (SSM) hat ihn damals hierher gebracht. Zugleich wuchs der Wien-Marathon unter ihm als Rennleiter von 5000 auf 17.000 Teilnehmer. Bis zusammenkam, was zusammengehört, nämlich Johannes Langer und Salzburg-Marathon, war es ein langer Weg: "Mitte der 1990er Jahre habe ich es versucht, damals war ich nicht erwünscht. 2001 habe ich bei einem Konzept mitgeholfen, das nicht umgesetzt wurde." Erst 2004 hieß es: Langer, übernehmen Sie. Der AMREF Marathonlauf stand vor der Absage, hatte ein denkbar schlechtes Image. Langer gab dem Event erst ein Gesicht. Seither hat sich die Teilnehmerzahl verdreifacht. Läufer aus 54 Nationen gingen 2011 an den Start.

Kann Johannes Langer wenigstens abschalten, wenn alles vorbei ist? "Am Tag nach dem Rennen brauche ich was Manuelles. Dann gehe ich in unser Lager und helfe dort." Ganz ohne Marathon geht es halt nicht.

Quellen

  • Salzburger Nachrichten (Gerhard Öhlinger)