Josef Paul Puntigam

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Josef Paul Puntigam

Brigadier Josef Paul Puntigam (* 25. Jänner 1947 in Neusetz im Bezirk Radkersburg, Steiermark) ist ein ehemaliger Kommandant der Anton-Wallner-Kaserne in Saalfelden am Steinernen Meer und Infanteriechef des Österreichischen Bundesheeres.

Leben

Er absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre und die Fachschule Grottenhof und trat dann in die Höhere Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft Raumberg - Seefeld ein. Ein Unfall kurz vor Beginn der Schule kostete ihn wertvolle Schulzeit und ließ ihn in Raumberg wieder ausscheiden[1]. Bis zu seiner Aufnahme ins Bundesheer 1965 war Puntigam dann als Betriebsleiter tätig.

Beim Bundesheer schloss er die Unteroffiziersausbildung ab und daran eine Offizierslaufbahn an. Ergänzend absolvierte Puntigam Sonderausbildungen unter anderem bei den Special Forces der US-Army oder bei den deutschen Streitkräften. 1970 absolvierte er den 8. Jagdkommandogrundkurs in Hainburg. Danach war er unter anderem Jahrgangskommandant an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt, wo er 1975 als Leutnant der Infanterie ausmusterte. Im Anschluss kehrte er zum Jägerbataillon 17 nach Straß zurück. 1981 wurde Puntigam Bataillonskommandant des Landwehrbataillons 532, 1988 Kommandant des Landwehrstammregiments 53 in Straß.

1994 wurde er zum Kommandanten des Jägerregiments 5 und der 5. Jägerbrigade bestellt, 1995 zum Oberst befördert.

Den Posten als Kommandant der Jägerschule in Saalfelden am Steinernen Meer trat er am 30. März 2001 als Nachfolger von August Reiter an. Im Zuge der Heeresreform gelang es ihm gemeinsam mit seinem stellvertretenden Kommandanten Obersleutnant Michael Lasser, seinem späteren Nachfolger in Saalfelden am Steinernen Meer, den Fortbestand der Wallnerkaserne als internationales Gebirgskampfzentrum zu sichern, obwohl die Jägerschule per 2008 ins Burgenland übersiedelte.

Als Mitglied des Generalstabes war Puntigam als Referent für Infanterie in der Generalstabsgruppe B des Generaltruppeninspektorats tätig[2].

Mit dem Namen Puntigam sind unter anderem die Neugestaltung der Vorbereitenden Kaderausbildung (VbK, 1977), der Einjährig Freiwilligen Ausbildung 1979 und der Milizoffiziers Ausbildung (1982) verbunden. Er war an der Schaffung der "Systemkaserne" Straß genauso beteiligt, wie an der Grundsteinlegung des Gebirgskampfzentrums Saalfelden am Steinernen Meer.

Puntigam ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach seiner Pensionierung übersiedelte er wieder in die Steiermark.

Auszeichnungen

Bereits 1991 wurde Puntigam dasSilbere Ehrenzeichen der Republik Österreich verliehen, zwei Jahre später das Große goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark. Aus Anlass seiner Pensionierung im Herbst 2006 wurde er von Bürgermeister Günter Schied mit der Goldenen Verdienstzeichen der Stadtgemeinde Saalfelden am Steinernen Meer ausgezeichnet. Zudem erhielt er bei seiner Verabschiedung das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich. Weiters erhielt er unter anderem:

  • Ehrenbecher des Landes Salzburg
  • Silbernes Landeskreuz des Landes Kärnten
  • Ehrenbecher des Landes Steiermark
  • Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Straß
  • Ehrenmitglied der Steirischen Unteroffiziersgesellschaft
  • Goldener Ring der Theresianischen Militärakademie

Autor

Josef Paul Puntigam ist seit 1988 Freier Mitarbeiter im Medienhaus Krois, schreibt regelmäßig Kommentare für die Monatszeitung "Süd-Ost Journal". Sein Buch Vom Plattensee bis zur Mur. Die Kämpfe 1945 im Dreiländerdreieck. erschien 1993 im Verlag Hannes Krois, zu dem auch das "Süd-Ost Journal" gehört. Seither hat Puntigam fünf weitere Dokumentationen verfasst, zuletzt Brennende Grenze, zum Einsatz des Landewehrstammregiments 53 an der Südgrenze 1991 im Rahmen des 1. Jugoslawienkrieges.

Fußnoten

Quellen

  • Salzburger Nachrichten