Kalchkendlalm

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Kalchkendlalm
Kalchkendlalm
Installation auf der Kalchkendlalm als Reminiszenz an den ehemaligen bäuerlichen Zuerwerb Kalkbrennen. Im Bildvordergrund ein Pinzgauer Zaun
Holzbrotbackofen auf der Kalchkendlalm im Hüttwinkltal

Die Kalchkendlalm ist eine Alm im Unterpinzgauer Raurisertal.

Lage

Die Kalchkendlalm befindet sich im Raurisertal an der orographisch rechten Hangseite der Rauriser Ache. Sie liegt "am Fröstlberg", der eigentlich kein "Berg" ist, sondern eine Streusiedlung in der Katastralgemeinde Bucheben, die sich am Hang entlang zieht. Die Kalchkendlalm ist über einen Güterweg, der nach Wörth, einem Ortsteil von Rauris, von der Landesstraße, die ins Hüttwinkltal führt, abzweigt, erreichbar und bietet bei Schönwetter eine wunderbare Aussicht auf den Hohen Sonnblick und die benachbarten Berge um Kolm-Saigurn im Hüttwinkltal.

Ehemaliger Bergbauernhof auf der Kalchkendlalm

Auf der Kalchkendlalm befindet sich ein mindestens 400 Jahre altes landwirtschaftliches Anwesen, das ursprünglich nicht (wie später) als Almwirtschaft betrieben wurde, sondern als Bergbauernhof bewirtschaftet war. Es wurde vom früheren Besitzer Andreas Huber in jahrelanger Arbeit liebevoll restauriert. Heute beherbergt dieser ehemalige Bauernhof die „Schule am Berg“, ein gemeinnütziger Verein, dessen Anliegen es ist, „bäuerliches Wissen am Leben zu erhalten.“

Nebenerwerb Kalkbrennen

Auf der Kalchkendlalm – der Name scheint daran zu erinnern – wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts auch Kalk gebrannt. Die uralte Kulturtechnik Kalkbrennen wurde bis in die Fünfzigerjahre des 20. Jahrhunderts entweder gewerblich oder als bäuerlicher Neben-, bzw. Zuerwerb betrieben. Bei einer Spurensuche auf der Kalchkendlalm fanden sich oberhalb des Almgebäudes der stillgelegte Kalksteinbruch, sowie zwei ehemalige Hangmeiler, in denen von der bäuerlichen Familie im Zuerwerb Kalk gebrannt wurde. Der Name Kalchkendlalm erinnert allerdings nicht an diese hier nachweislich durchgeführte Kalkherstellung, sondern ist eine Verballhornung von >Kaltkendl<, in der Bedeutung von kalte Quelle, kaltes Rinnsal. Tatsächlich befindet sich nahe dem ehemaligen Bauernhaus eine hofeigene Quelle.

Schule am Berg

Die „Schule am Berg“, gegründet von Menschen rund um Roswitha Huber, ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Anliegen es ist, bäuerliches Wissen am Leben zu erhalten. Die Besitzerin der Kalchkendlalm, Roswitha Huber, eine aus Wendling im oberösterreichischen Hausruckviertel stammende Rauriser Lehrerin, hat ihren Beruf mittlerweile an den Nagel gehängt, um sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Holzofenbrot, zu widmen. Sie führt auf der Kalchkendlalm gemeinsam mit ihren Helfern und Helferinnen im Rahmen der „Schule am Berg“ Schulprogramme durch, bietet aber darüber hinaus auch eine Programmvielfalt für Jugendliche und Erwachsene, die Lesungen, Schreibwerkstätten, Konzerte, Seminare und Symposien und in Zukunft vielleicht auch Kunstprojekte beinhaltet, an. (Der Verein ist offen für weitere Mitglieder.)

Ein Ort für Feste und Begegnung

Die Kalchkendlalm ist zu jeder Jahreszeit auch ein besonderer Ort für besondere Feste und andere Veranstaltungen, für die die Alm auch gemietet werden kann.

Sie ermöglicht neben der heimeligen Atmosphäre, die die alten Holzbauten, die Almlandschaft und die umgebenden Berge bilden, soweit möglich auch Begegnungen mit „frei laufenden“ Tieren, als da sind das Haushuhn, schnatternde Gänse, neugierige Schweine und behende Pinzgauer Ziegen, die sonst kaum noch gehalten werden oder in Ställen eingesperrt leben.

Adresse und Weblink

  • „Schule am Berg“,
  • Kalchkendlalm,
  • Fröstlbergweg 44,
  • 5661 Rauris-Wörth
  • Tel.: +43(0)664/4307217
  • E-Mail: roswitha.huber@rauris.net

Weblinks

Quellen

  • Prospekt: Einblicke, Rauris, Kalchkendlalm