Hausruckviertel

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Hausruckviertel ist eine Landschaft im südwestlichen Zentralraum Oberösterreichs, benannt nach dem Bergrücken Hausruck.

Beschreibung

Es stellt eines der vier historischen Viertel Oberösterreichs dar. Die heutige Abgrenzung erfolgte durch die sich erst im 19. Jahrhundert herausgebildeten politischen Bezirke. Während die Westgrenze des Hausruckviertels seit je durch die bis 1779 bestehende Grenze zu Bayern (heute zum Innviertel) definiert ist, wurde die Ostgrenze bis ins 19. Jahrhundert weitgehend durch die Traun gebildet.

Seit der Bildung der politischen Bezirke 1868 haben die Viertel in Oberösterreich keine rechtliche Grundlage mehr und sind reine Landschaftsbezeichnungen.

Bei der alten Einteilung Oberösterreichs in vier Viertel wurde das Hausruckviertel im Westen durch die Grenze zu den Bezirken im Innviertel (Braunau am Inn, Ried im Innkreis und Schärding am Inn), im Süden durch die Flüsse Vöckla (die für einige Hundert Meter die Grenze zwischen Straßwalchen und Weißenkirchen im Attergau bildet), Ager und Traun und im Norden durch die Donau begrenzt.

Das Hausruckviertel umfasst heute die im Zentrum Oberösterreichs gelegene Stadt Wels, Eferding und Grieskirchen, den Bezirk Vöcklabruck im Südwesten sowie die links der Traun gelegenen Teile der Bezirke Linz-Land und Wels-Land.

Mit der Einführung des Begriffs Oberösterreichischer Zentralraum als „fünftes Viertel“ wird auch der Bereich zwischen den Städten Linz, Eferding und Wels dazu gerechnet.

Ein Teil des Kobernaußer Waldes wird ebenfalls dem Hausruckviertel zugeordnet.

Das Hausruckviertel und Salzburg

Im Nordosten des Salzburger Flachgaus grenzt die Gemeinde Oberhofen am Irrsee an die Gemeinden Neumarkt am Wallersee und Straßwalchen. Die Gemeinden Pöndorf, Weißenkirchen im Attergau grenzen an Straßwalchen.

Zur Marktgemeinde Frankenmarkt gibt es Salzburgbezüge.

Im Werk Thomas Bernhards spielt Schloss Wolfsegg in Wolfsegg am Hausruck mehrmals eine Rolle. Bereits 1953 erwähnt er es als Journalist des Demokratischen Volksblattes, wobei ihn zunächst das Sprachbild Wolfsegg etymologisch interessierte. Zehn Jahre später situiert er dort – jedoch ohne Ortsangabe – in Fortführung des Mordstoffes aus Hans Leberts Buch „Die Wolfshaut“ in seinem Roman „Frost“ ein Kriegsverbrechen. Noch ein Jahrzehnt weiter wird sein Drehbuch „Der Italiener“ mit speziellen Details der Wolfsegger Topographie ebendort verfilmt und zum Ende seines Lebens ist das Schloss wichtiger Schauplatz in seinem letzten Roman „Auslöschung“. Clemens Graf Saint-Julien-Wallsee stammt aus der Linie der Herren von Hainstetten und Wolfsegg in Oberösterreich.

Eine Episode von Klingendes Österreich Episodenliste mit Sepp Forcher führte in das Hausruckviertel.

Personen mit Salzburgbezug aus dem Hausruckviertel

Quellen